wie öko bist du eigentlich?

unter dieser fragestellung habe ich in letzter zeit so einiges gelesen, mit verschiedensten menschen diskutiert…

…und mich tierisch aufgeregt.

daher muss ich mir jetzt ein bisschen was von der seele schreiben, es für mich sortieren.

da gibt es doch tatsächlich noch leute, die behaupten, sie könnten sich keinen ökostrom leisten.

und bio, fairtrade ist nur was für die reichen und/oder abgehobene spinner.

„boah nee, ne doku über kinderarbeit }schmutzige schokolade, konventionelle landwirtschaft food inc. usw will ich mir nich angucken, da krieg ich nur ein schlechtes gewissen..“

„naja, ein einzelner ändert daran ja eh nix, hauptstromverbraucher ist doch die industrie und das huhn ist doch schon tot, dann kann ichs ja auch essen…“

hallo?

wenn ich sowas höre, bleibt mir echt die spucke weg. wir sind hier alle (! jeder, der dass hier liest) so unglaublich reich, leben dekadent und völlig rücksichtslos im bezug auf mensch, tier und natur. auch mit meinem hartz4-regelsatz kann ich statements im bezug auf meinen konsum abgeben.

ich halte mich nicht für sonderlich bio-öko-mäßig, versuche doch aber, möglichst umweltverträglich mobil zu sein, kaufe einige produkte ausschließlich bio, versuche nach und nach, immer mehr mein kaufverhalten umzustellen. fleisch esse ich schon lange nicht mehr, sonstige tierprodukte gibts nach möglichkeit ausm bioladen. klar, hab ich ökostrom, nichts leichter als das. zum einkaufen pack ich stoffbeutel ein, aus alten klamotten nähe ich neues, ein klein bisschen gemüse läßt sich auch auf meinem 1m² kleinen großstadtbalkon ziehen. nestlé gibts hier schon länger nicht mehr, schokolade (+sämtliche schoki-produkte) ist fairtrade, die einzigen ausnahmen in dem bereich sind containerte lebensmittel. so wenig wie möglich wegzuschmeißen schont den ohnehin recht schmalen geldbeutel. die umwelt schonen waschnüsse, niedrigtemperatur-waschgänge, möglichst wenig und wenn dann biologisch abbaubare putzmittel.

–> ist das so freaky?

momentan schaue ich mich nach einer anderen bank um, versuche mein repertoire an kleinen elektrogeräten im haushalt zu reduzieren und herrn schinken beizubringen, dass licht auszumachen, wenn er den raum verlässt und der rechner muss doch auch nich den ganzen tag laufen.

ich gucke mir gern neue dokus in dem bereich an, lese artikel in internet, zeitungen, zeitschriften, ab und zu hab ich sogar mal den kopf frei für ein gesellschafts-konsum-kritisches buch (empfehlungen dazu nehme ich gerne entgegen).

woran ich arbeiten muss:

weniger fertiggerichte/fast food unterwegs essen, weniger wasser verbrauchen, von meinem reichtum an bestimmte organisationen etwas abgeben, mein leben möglichst veganisieren, nicht so viel unnötiges zeug kaufen, luxusgüter als luxus anzusehen (und dementsprechend selten/gar nicht zu kaufen) und und und…konsequenter, radikaler leben.

weitere ansatzpunkte sind willkommen.

was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß und schuld sind sowieso immer nur die anderen.

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