gelesen: „muttergefühle – gesamtausgabe“ von rike drust

vor circa einer woche habe ich das buch gekauft, vorsichtig durchgelesen und dann heute an eine freundin verschenkt.
ich habe ernsthaft überlegt, ob ich überhaupt etwas dazu schreibe, denn gelinde gesagt: ich bin enttäuscht. (und fürchte, meine freundin wird es auch sein.)
vielleicht waren es die vielen vollmundigen amazon-bewertungen oder die rezensionen verschiedener blogs – wie auch immer: meine erwartungen waren (zu) hoch.
ich habe mich ganz schön durchgemüht (gibts das wort?), fands durch viele wiederholungen etwas langweilig zu lesen, aber mein wohl größtes problem:

zu 90% habe ich mich NICHT in diesem buch wiederfinden können.
woran es liegt?
vielleicht am altersunterschied von ca. 10 jahren?
– glaub ich eigentlich nicht.
mein kind ist erst 9 monate und so konnte ich viele der katastrophen nicht nachvollziehen?
– glaub ich auch nicht und lust auf die nächsten 9 monate hab ich nun nich mehr.
ich werde nie karriere machen, herr schinken ebenso wenig. demzufolge ist das hier einfach kein thema.
– könnte ein grund sein. im buch ist karriere ein großes thema.
ich finde ferbern (jedes kind kann schlafen lernen) scheiße. einfach nur scheiße. verstehe nicht, wie das zu den buchtipps gelangen konnte. kein einziges nettes schlaf-buch wird als alternative aufgezählt.
– das wird ein grund sein.
komplett anderer erziehungsansatz? andere lebenseinstellung?
– auch das ist wohl ein grund.

ja, ich will ja solidarisch sein mit allen müttern dieser welt.
unter anderem deshalb habe ich dieses buch gekauft. um das werk einer jungen mutter zu unterstützen über ein thema, das wohl nur mütter interessiert.
ja, jede mutter hat ein lächeln verdient.
aber ich bin wohl zu sehr öko-hippie-kampfstill-übermutti, um einige dinge mit einem lächeln abtun zu können. (zum beispiel hat stillen für mich nicht nur etwas mit der mutter zu tun, sondern hauptsächlich mit dem kind.)

kurz:
paris hilton ist blond, hat eine vagina und nen hund.
ich auch.
trotzdem sind das einfach zwei verschiedene welten.
genauso wie bei rike drust und der krähenmutter.
schade.

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5 Gedanken zu “gelesen: „muttergefühle – gesamtausgabe“ von rike drust

  1. moody2366 schreibt:

    Ich hab’s auch aufgeregt bestellt und nur angefangen zu lesen. Liegt jetzt bei Kapitel zwei irgendwo rum. Mir gefällt die Ratgeber-Sache am Ende der Kapitel nicht… Ein einfaches Beschreiben ihres Lebens hätte mir persönlich gereicht. Diese stichpunktartigen „So habe ich das gemeistert“-Rubriken sind nicht mein Ding…

  2. Rike schreibt:

    hallo liebe krähenmutter,
    ich habe mit interesse deine rezension gelesen und kann deine punkte aus deiner warte durchaus nachvollziehen. es ist so, wie du geschrieben hast: wir sind vermutlich sehr verschieden.
    schade. für dich auch um das geld für das buch.
    aber danke für deine ehrlichen, aber fairen worte und alles gute für dich und deinen nachwuchs.

  3. kraehenmutter schreibt:

    @ moody
    da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht die einzige bin, die so ihre probleme hat(te)…;)

    @ rike
    und nochmal mehr bin ich beruhigt, dass meine kritik anscheinend fair rübergekommen ist, das war mir wichtig.
    wie gesagt, ich bin nach wie vor etwas irritiert, dass mir dein blog sehr gut gefällt, das buch aber nicht.
    alles gute auch für dich und den kleinen mann mit der ukulele 😉

  4. Mama im Wachstum schreibt:

    hallo krähenmutter, danke noch einmal, dass du meiner ideensammlung auf die sprünge geholfen hast. und ich find ferbern exakt genau so wie du. dachte mir schon, dass wir mehr gemeinsam haben als die designvorlage. liebsten gruß!

  5. Käthe schreibt:

    Ich habe das Buch auf Anregung einiger Blogs hin auch gelesen, aber es hat mir nicht besonders gefallen – und zwar *obwohl* ich mich schon auch darin wiedererkannt habe.

    Irgendwie hatten die enthusiastischen Rezensionen die Erwartung geschürt, hier käme mal was ganz Neues…naja, an seinen Erwartungen ist man wohl auch selbst schuld.

    Aber wahrscheinlich hatte ich einfach schon genügend Babybücher gelesen, die nicht nur rosarot und weichgezeichnet waren, deswegen war es auch keine „Befreiung“ mal über Sorgen und Nöte zu lesen.

    Und leider finde ich, dass man im Schreibstil so arg die Werbetexterin durchliest und das trifft nicht meinen Geschmack.

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