die Hebammen sind gerettet! oder?

Kommentar zur aktuellen Situation, bitte teilen!

Der Spitzenverband der Krankenkassen GKV verkauft den Medien, er übernähme ab sofort die kompletten Haftpflichtkosten der Hebammen und Herr Bahr versteht sich als der Mediator der Hebammen. DIES TRIFFT BEIDES NICHT ZU!
Seit 2003 ist die Haftpflicht um mehr als 200 % gestiegen bei einem gleichbleibendem Stundenlohn der Hebammen von 7,50€.
Der GKV gleicht jetzt lediglich die jüngste 15-prozentige Haftpflichterhöhung zum 1.Juli diesen Jahres aus und will mitnichten die dramatischen Erhöhungen der letzten acht Jahre miteinbeziehen.
Diese sind aber der Grund, warum die meisten Hebammen sich die Geburtshilfe weiterhin nicht mehr leisten können!
Wenn Herr Bahr den Berufsstand also wirklich retten wollte, müsste er z.B. auf den GKV-Spitzenverband Druck ausüben, dass auch die Haftpflichterhöhungen der letzten Jahre adäquat berücksichtigt werden müssen und alte Einkommensrückstände aus der Zeit vor der Selbstverwaltung mit den Krankenkassen auszugleichen sind.

Resumee: DEN HEBAMMEN GEHT ES NACH WIE VOR GENAUSO SCHLECHT WIE VOR DEM 1.JULI !

Die plötzliche Übernahme der 15% Haftpflichterhöhung erscheint nur als ein zu diesem Zeitpunkt taktisch günstiger Zug des GKV, dem der öffentliche Druck gar zu unangenehm wird: Erst eine erneute Campact-Onlinepetition mit über 150.000 Unterzeichnern zur Unterstützung der Hebammen an Minister Bahr, gefolgt von einem einstimmigen Veto der Gesundheitsminister der Länder und dann auch noch die mir zugesagte Unterstützung der Kanzlerin im Bürgerdialog!

Grund genug für GKV und ein von Ärzteverbandinteressen dominiertes Gesundheitsministerium durch Verdrehungen der Wahrheit endlich das leidige Thema „Hebammen“ vom Tisch zu bekommen. Die Hebammen haben es hier also eigentlich mit drei Goliathkontrahenten gleichzeitig zu tun und werden nur überleben, wenn Medien und Bevölkerung wachsam und engagiert bleiben und Pressevertreter fragwürdige „Fakten“ vor Berichterstattung genügend überprüfen.
Bitte hören Sie nicht auf, den Hebammenstand und damit das Wohl von Mutter und Kind zu unterstützen und sorgen Sie für eine wahrhaftige Berichterstattung.

Wer sich wirklich tiefer mit den Hintergründen der schwierigen Hebammensituation vertraut machen möchte, kann das sehr gut auf der Internetseite von „Hebammen für Deutschland e.V.“ unter Hintergrundwissen tun oder uns auf facebook besuchen.
Wir freuen uns auf Sie,
Nitya Runte
1. Vorsitzende „Hebammen für Deutschland e.V.“

Advertisements

Was sagst Du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s