monster mama war da…

war ich vor kurzem noch ganz begeistert von mir, geriet die letzte woche einfach nur unterirdisch.

mein urlaub die woche davor war alles andere als erholsam (wohnung umräumen, papierkram und so), ab montag gings dann gleich wieder richtig los.
viel arbeit, viel rumgefahre, viel noch „nebenbei“ zu erledigen (ich suche immer noch ein auto).
die nächte waren schlecht, bis 21.00uhr war der igel wach (ein mal bis 24.00uhr!?!?!?!?!?), ab 5.30uhr wieder.

und ganz ehrlich: 5.30uhr erwacht dann leider auch nur die monster-mama.
finde kaum worte für dieses desaster.
3x habe ich herrn schinken morgens angerufen, er soll JETZT SOFORT das kind holen.
die zeit bis dahin verbrachte ich heulend im bad, der igel heulend vor der verschlossenen tür.
es war einfach nur scheisse, also nee: ICH war einfach nur scheisse.
beim kleinsten pieps bin ich ausgerastet, musste vor ihm wegrennen um ihn zu schützen.

nach der arbeit dann den armen wurm vom papa abgeholt, nach hause geflitzt, einkaufen, abendbrot, ins bett, er wacht ständig auf, ich müsste noch arbeiten,…der ganz normale wahnsinn, dem ich anscheinend nicht gewachsen bin.

abends konnte ich nicht einschlafen, habe im kopf herumgewälzt, wie ich aus dieser situation herauskomme.
therapie wäre sicher ein ansatz, aber: wann? (welch ironie)
theatralische suizid-gedanken streiften vorbei, dann hätte ich ruhe, endlich ruhe, schlaf.

dann eines morgens war klar: so gehts nicht mehr.
samstag pennt der kerl beim papa, mir egal, wie die das hinbekommen, ich kann nicht mehr.
lieber brüllt er eine nacht durch, als ich einen kompletten morgen.

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seit 2 tagen schläft er wieder bis 7.00uhr, die hardcore-beim-papa-schlaf-nacht hab ich abgeblasen.
seitdem bin ich wieder gut drauf, spiele morgens mit ihm, kann vorlesen, kuscheln usw.

was ist anders?
lächerliche 1,5h stunden mehr schlaf?
pms vorbei?
weil wochenende (mittaaaaaaagsschlaf mit ihm, yeah!) und fast frei?

egal, erstmal läufts wieder.
(und ich habe gerade das erste mal seit 3 wochen wieder zeit zum rumhängen, dödeln, bisschen aufräumen, juhu! und freue mich, wenn er nachher wieder kommt :-*)

das einzige, was ich mir nicht völlig negativ anrechnen kann, ist, dass ich im nachhinein zu ihm gehen und mich entschuldigen kann, weil ich ja weiß, dass es mein problem ist und er einfach keine schuld hat.
nicola hat das auch gerade in ihrem blog angesprochen.
hilft mir zumindest ein bisschen gegen das schlechteste gewissen der welt.

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7 Gedanken zu “monster mama war da…

  1. Melanie schreibt:

    Kenn ich, bei uns kommt die Monster-Mama öfters Freitags, wenn die Tagesmutter nicht arbeitet…ist halt nich so einfach, manchmal. Das mit dem Heulen hatte ich aber eher im ersten halben Jahr, keine Ahnung warum das aufgehört hat.

  2. aufZehenspitzen schreibt:

    mit 1,5 stunden schlaf mehr oder weniger steht und fällt bei mir monster-mama, monster-freundin und monster-studentin. 1,5 stunden schlaf das ist der grat zwischen „das-bisschen-kindaufpassen-studieren-einkaufen-freundschaften.pflegen-date.mit.dem.freund-kochen-zwischendurch.yoga macht sich von alleine“ und „die geister, die ich rief“ …

  3. catzenkind schreibt:

    Ich finde auch: 1,5 stunden mehr schlaf dürfen in ihrer wirkung nich unterschätzt werden. die sind gold wert. red dir das nicht ein, dass du das so schlecht machst. Meine erfahrung mit dem löwen ist oft, dass sich meine anspannung auf ihn überträgt. bin ich genervt, ist er empfindlich, will ich, dass er JETZT schläft, weil ich irgendwas machen muss, ist er aufgekratzt… Bist du, bis auf Herr Schinken, allein mit der igelbetreuung? was willst du therapieren lassen? mach dir kein schlechtes gewissen, weil dir manchmal alles zu viel scheint. Ich glaube, manchmal IST alles zuviel. Ich koche dir lavendeltee. schlaf gut heute.

  4. kraehenmutter schreibt:

    vielen dank euch dreien!
    ich weiß ja, dass es vielen so geht, aaaaber: (ich bin einfach ein ganz besonderer mensch und mein leben ist einzigartig und) ich fürchte, dass es bei niemandem sonst so schlimm ist, wie bei mir.
    echt, ich kann es mir nicht vorstellen, dass andere mütter genauso ausflippen.
    ich kann mich nicht daran erinnern, meine mutter jemals so gesehen zu haben. (was ja die einzige mutter ist, die ich jemals 24/7 erlebt habe…)

    @melanie
    ich neige prinzipiell sehr zum heulen. unwahrscheinlich, dass das jemals aufhört.. ;D

    @auf zehenspitzen
    aber ich kann es kaum glauben: 1,5 stunden?
    neulich habe ich (aus versehen!) 5 (fünf!) stunden mittagsschlaf gemacht – das ist tatsächlich ein großer unterschied.
    heute war ich ab vier wach, hatte zahnschmerzen und war trotzdem besser drauf als letzte woche.

    @catzenkind
    überlege schon jahre, mich mal in eine therapie zu begeben.
    ich finde mich und meinen charakter streckenweise so unmöglich, dass das doch irgendwie zu therapieren sein muss!?
    und wie gesagt: den igel traf überhaupt keine schuld, er war vielleicht ein bisschen quengliger, aber das stand in keinerlei verhältnis zu meinen reaktionen.

  5. momatka schreibt:

    Vielen Dank, dass du deine Gefühle hier so ehrlich thematisierst. Ich glaube (auch) oft, bei allen anderen klappt es, nur ich schaffe es nicht (und dabei teile ich mir die Arbeit noch mit dem Gatten…). Vielleicht gelingt es uns ja durch Ehrlichkeit das traditionelle Mutterbild ins Wanken zu bringen!

  6. Nicola schreibt:

    „der ganz normale wahnsinn, dem ich anscheinend nicht gewachsen bin.“

    Nein. Ja, das ist Wahnsinn. Aber, nein, nicht du bist dem nicht gewachsen, dem ist niemand gewachsen. Es ist nicht artgerecht. Wir sind NICHT dafür gemacht, alleine mit einem Kind zu sein. Wir sind eine KOOPERATIV AUFZIEHENDE Art und damit meine ich NICHT eine lächerliche Paar-Situation, sondern einen CLAN. Ich erlebe immer wieder im Artgerecht-Camp – auch bei mir selbst! – was es ausmacht, wenn man plötzlich mit einer Horde toller Eltern um einen Feuerplatz herum lebt, statt in eine Wohnung eingepfercht mit zu wenig Schlaf und ständigen Anforderungen.

    Es liegt nicht an Dir. Es liegt an der Welt, in der wir leben.

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