…die angst vorm glücklich scheitern ;)

am

wag ichs oder wag ichs nicht?
gestern hab ich mir ne wohnung angeguckt in einer alten villa, insgesamt vier parteien mit 10000m² großem garten.
in der wohnung muss echt viel gemacht werden, komplett die böden und wände neu, waschbecken und das bad.
außerdem liegt das bad auf dem flur.
im garten hat jede/r seinen eigenen bereich, es ist unheimlich viel platz zum rennen, verstecken, toben…
der altersdurchschnitt des hauses dürfte um die 60 jahre liegen.
und das ganze liegt in kleinkleckersdorf, schon brandenburg, circa 20km von meiner jetzigen wohnung entfernt, 12.000 einwohner.
ich hätte 15m² mehr und würde gut 100euro mehr zahlen.

tja und nun grübele ich…
hab ich die eier, da raus zu ziehen?
alleine mit kind?
da wohnt wirklich niemand, der mir mal beim schrank verrücken helfen könnte oder mal eben aufs kind aufpasst.
und wer mich ohne auto besuchen will, sollte sich auf ne kleine weltreise gefasst machen.
außerdem hasse ich ja so handwerkeln, bauen und dergleichen.
dielen abschleifen, komplett die tapete abziehen und wände neu verputzen sind jetzt nicht so meine absoluten lieblingshobbies und benötigen neben einem finanziellen aufwand auch echt viel zeit.
wieviel genau, kann ich schlecht einschätzen und derjenige, der mir das am realistischsten darlegen könnte, ist noch zwei wochen verreist.
hm hm hm…

und trotzdem weiß ich nicht, ob ich nicht nur aus angst kneife.
es ist momentan wohl das einzig realistische grüne, was ich mir die nächsten jahre werde leisten können.
wenn die wohnung mal fertig ist, ist sie mit sicherheit superschön, mit großem balkon an der küche und so.
aber ich weiß auch nicht, inwiefern so ein flurbad nervt, also ohne kind ist das ja wurst, aber da ich ja immer mit dem igel dusche und der ständig raus und rein flitzt…

ich warte auf zeichen und wunder, irgendjemanden, der mir die entscheidung abnimmt.
freitag muss ich anrufen.
ah.

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12 Kommentare Gib deinen ab

  1. catzenkind sagt:

    Ich habe ja ein paar renovierungserfahrungen gesammelt und ich muss sagen, dass wir das ohne Oma als loewendompteur nicht hatten machen koennten. Dreck Lärm Gefahr und man will ja auch was getan kriegen. wenn du vermerken dazu noch Jacke findest, eigentlich, wurde ich es an deiner stelle eher nicht machen und hoffen, dass was besseres kommt (zum Beispiel hier…). ich druck die Daumen, dass du eine Entscheidung fällst, die gut ist für dich!

  2. bauchundnase sagt:

    Lass es! Kein Garten kann so toll sein, dass du die ganzen Nachteile in Kauf nimmst.
    Hab Geduld! Es wird sich was Besseres finden!

  3. Wie hast du dich denn entschieden ? Was mich am meisten schrecken würde wären die fehlenden oder erschwerten Zugriffsmöglichkeiten auf dein soziales Netzwerk. Dabei ist so eine Wohnung in Eigenregie zu renovieren schon für Menschen OHNE Kids ein hartes Stück Arbeit. Ich hoffe, du hast die für dich richtige Entscheidung treffen können…alles Liebe !

  4. also ich habe erstmal zugesagt und nächste woche nochmal ne besichtigung mit meinem stiefvater – der kennt sich mit sanieren/renovieren aus und kann mir in etwa sagen, was da so an geld und arbeit auf mich zukommen würde.
    danach bespreche ich mit der maklerin die eckdaten und dann mal schauen, wie weit sie mir entgegen kommt.
    ihr bisheriges großzügiges angebot, war ein halber monat mietfrei und zwar beginnend ab juni – hahahaha.

    vielen dank an euch drei, ich werde hoffentlich möglichst realistisch bleiben!

  5. Hui, ich würde das eher nicht machen und zwar auch aus dem Grund, dass ich ohne meine sozialen Netzwerke hier in der Innenstadt voll im Eimer wäre und mit den Nerven am Ende.
    Außerdem kommt noch dazu, dass ich mit meinen Kindern und Mann nicht in ein kleines Nest ziehen würde, wo sie keine Schwarzen Netzwerke, Afroshops, ihren Freundeskreis hätten, da habe ich Sorge, dass sie dort als Exoten gelabelt würden.
    Aber ne große Wohnung mit Garten hätte ich auch gerne, Balkon an der Küche, mhhhmmm….bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.

    1. da bin ich blondie mit vollblondie-kind in brandenburg zumindest auf den ersten blick natürlich bestens aufgehoben 😛

      mein soziales netzwerk ist ehrlich gesagt auch nicht wirklich nennenswert, inzwischen hab ich das ganz gut organisiert und die einzige person, die relativ regelmäßig einspringt (circa 1-2x pro monat) würde auch noch zu fuss an den nordpol wandern um den igel sehen zu dürfen. (und fährt jetzt erstmal nen halbes jahr weg, haha)

      mir gehts wohl eher um die vorstellung, dort erstmal allein zu sein.
      auch, wenn ich das schon oft genug im leben gemacht habe und dann ja doch immer gemerkt habe: es wohnen überall nen paar grandiose menschen.

  6. Sandra sagt:

    Wir verlassen in drei Wochen unsere Mietwohnung in einer Großstadt im Rhein-Main Gebiet, um unser Eigenheim mitten im Nirgendwo (in der Nähe=30km entfernt von Prenzlau), mit einem halb-direkten Nachbarn, 7000qm Land, 170qm Wohnfläche zu beziehen. Im Umkreis von 60km kennen wir, bis auf inzwischen ein paar Handwerker, niemanden. Alles sehr abenteuerlich. In einem Jahr kann ich dir dann berichten, ob uns die Einsamkeit erdrückt. Natürlich wäre es „sicherer“ gewesen in der Stadt zu bleiben, sicherer Job, sicheres soziales Netzwerk, aber zurück können wir immer noch, aber wer weiß, ob wir uns in zehn Jahren noch „jung“ genug für ein solches Wagnis gefühlt hätten

    1. geil, geil, geil!
      uckermark for landeshauptstadt! oder so..

      ganz ehrlich: mit dem „richtigen“ kerl an der seite (und ohne den berliner ballast) wär ich in 2 tagen weg hier!
      tolle sache, ich bin neidisch!
      da stinkt das kleine brandenburger städtchen natürlich nicht gegen an…

    1. ja, wenns denn was wird schon.
      sonst wie so oft: falscher alarm!

  7. Sandra sagt:

    Keine Ahnung, ob ich das auch ohne den „richtigen Partner“ gewagt hätte, aber allein in den ersten Tagen „Landluft“ schnuppern und Gegend erkunden (naja und ein bisschen renovieren) vor einigen Monaten boten sich viele Helfer an. Soziales Netzwerk, Hilfsbereitschaft (jetzt nicht unbedingt Diskurse über Adorno und Horkheimer) sind da echt nicht das Problem. Noch wissen sie nicht, dass wir vegan leben ;-), aber da wir sowieso schon die völlig verrückten jungen, langhaarigen Leute sind, die mit ihrem Hund in einem Bett schlafen, ist das bestimmt dann auch kein großer Einschnitt mehr.
    Eigentlich finde ich die Idee von einem dauernden Stadtleben viel „krasser“ (wenn auch „normaler“). Also wenn du Hilfe beim Renovieren brauchst. Noch habe ich keinen Job (heißt nicht, dass ich zu viel Zeit habe), zudem bin ich gerade in Übung und ein günstiges Umzugsunternehmen aus Berlin habe ich auch an der Hand ;-).

    1. mit „richtigen partner“ meinte ich eigentlich nur jemanden, der das mitmacht.
      sind ja auch rar gesäht, die absoluten stadtflüchtlinge.

      und ja, ich denke, irgendwas und irgendjemand findet sich immer. also es dauert vielleicht ne weile und ist dann auch nicht immer die perfekte große liebe, aber iiiirgendwelche sozialen kontakte finden sich immer.
      meine umzugspläne liegen derzeit jedoch erstmal auf eis, mehr dazu demnächst.
      und dann komme ich auf dein angebot zurück 😛

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