und es gibt sie doch!

glaub ich zumindest!
stillkaries.
die existiert laut diverser quellen ja nicht.
http://www.stillen.it/media/b57599dd-3ee9-4007-91f0-c8149d9c76ad/muttermilch-und-fruehkindliche-karies.pdf
http://www.tk.de/tk/vorsorge-bei-kindern/zahngesunde-ernaehrung/stillen/24482
http://windelfrei.blog.de/2010/01/29/stillkaries-mythen-fakten-prophylaxe-7901066/
(sorry, irgendwie funktioniert das verlinken hier gerade nicht..)

aaaaber: dass muttermilch die zähne nicht umspült stimmt schonmal nicht.
nach dem stillen ist immer ein feuchter fleck auf dem laken und manchmal sehe ich auch noch milchreste im geöffneten mund.

der igel hat karies.
die oberen vier schneidezähne sind von hinten betroffen.
und ich bins auch.
mir gings einen tag echt schlecht mit der diagnose, jetzt bin ich froh, dass endlich „was gemacht“ wird.
wir sollen jetzt abends mit fluoridierter zahnpasta putzen, am besten elektrisch.
stillen nachts beenden.
und in vier wochen sollen auf zwei zähne irgendeine art von kronen rauf (der eine ist mal durch einen stock abgebrochen und war daher wohl leichte beute und hat den anderen mit angesteckt.)

trotzdem tut es mir unendlich leid.
der kerl ist 3,5jahre alt und bekommt kronen?
wtf???
wir putzen seit dem ersten zahn, geben wenig zucker, haben nach bestem wissen und gewissen gehandelt und nun das.
unsere vererbte zahnsubstanz ist sicher nicht die beste grottenschlecht, wir putzen auch keine drei minuten und der kleine kerl schläft häufig mit offenem mund.

am meisten ängstigt mich, dass ich das ganze nicht wirklich einschätzen kann.
also ist fluorid wirklich nötig? (bisher haben wirs bewusst vermieden.)
ist diese kronen-behandlung wirklich das richtige?
die erste nacht ohne stillen ging erstaunlich problemlos von statten.
ansonsten große ratlosigkeit..

erfahrungen, meinungen und ähnliches sind äußerst willkommen!

3 Gedanken zu “und es gibt sie doch!

  1. Sandra schreibt:

    Wir haben auch extrem anfällige Zähne (Karies und Parandontose). Mein Bruder, der die selbe Zahnputzerziehung genoss und die selbe Zahnpasta nutzte, hatte noch nie in seinem Leben Karies. Ich befürchte deshalb, dass vieles einfach Veranlagung ist. Ich gehe zweimal jährlich zur Zahnreinigung, putze dreimal täglich, benutzte Zahnseide… und dennoch wird es nicht besser.

    Zu deiner Fluorid-Frage: Eigentlich bin ich mir recht sicher, dass das nicht geschluckte, nur auf die Zähne aufgetragene Fluorid nicht weiter schlimm ist, aber ich kaufe trotzdem eine fluoridfreie Zahnpasta. Dafür ist da Xylitol drin und ich kaue xylitolhaltige Kaugummis. Das soll ja auch karieshemmend wirken.

  2. bg68 schreibt:

    Unsere Tochter hatte mit zwei Jahren die erste Karies, allerdings an den Backenzähnen. Wir haben einen total nette Zahnärztin gefunden und unsere Tochter hat sich diese beiden Zähne „sauber machen“ lassen, will heißen, es wurde gebohrt und eine Füllung reingemacht.

    Leider hatte sie während der Milchzahnphase bei jedem Zahnarzttermin Karies. Sie hat es mit Engelsgeduld ertragen. Die zweiten sind leider nur marginal besser. Deshalb gehen wir alle 3 Monate zur Kontrolle und dreimal im Jahr zur Zahnreinigung.

    Bei ihr liegt es definitiv am Zahnschmelz. Sie putzt anständig und wir haben sogar schon ein Essensprotokoll geschrieben. Es liegt also auch nicht an der Ernährung.

    Inzwischen haben wir es soweit unter Kontrolle, dass nicht mehr alle drei Monate ein Loch da ist. Sie putzt elektrisch, Limo o.ä, gibt es nur am Wochenende oder im Urlaub, Süßigkeiten nur nach den Hauptmahlzeiten. Ich habe jetzt auch auf Xylitol als Zucker umgestellt. Zumindest zu Hause. Und Fluorid stehe ich auch in Zahnpasta sehr skeptisch gegenüber. Ich wechsle immer wieder mal mit Zahnpasta ohne Fluorid ab.

    Das mit den Kronen finde ich heftig. Warst du bei einem Kinderzahnarzt oder hast du dir eine zweite Meinung geholt?

  3. Christiane aus DD schreibt:

    als zahnarztgeprägtes kind (eltern sind ebendiese) kann ich dazu folgendes sagen: muttermilch ist wohl nicht die alleinige ursache, ist aber wie jede andere milch auch (milch)zuckerhaltig. dazu kommt die mundhygiene: jeder weiß wie gut und gerne man bei kindern zähne putzen kann… wir haben momentan garkeine zahnpasta fürs kind, da diese gern verspeist wird. für später habe ich welche ohne fluorid. dann kommt noch die ernährung dazu: allein der zucker ist es ja nun auch nicht, kohlenhydrate werden im mund genauso zu säure verstoffwechselt. es geht aber auch darum genug nährstoffe aus einer abwechslungsreichen ernährung zu sich zu nehmen. ist das denn bei euch wieder gewährleistet? zudem kommen noch psychisch/emotionale faktoren oder eine andere grunderkrankung: wenn der körper irgendwo anders oder für etwas anderes vermehrt calcium oder mineralien benötigt, dann holt er sich das aus zähnen und knochen, welche dann entmineralisieren und anfällig werden (grad bei mir der fall…).
    beim zahnarzt meines vertrauens (haha) habe ich mich dann schon auf eine äußerliche fluoridbehandlung eingelassen. das hilft nunmal am besten. beim kind würde ich da auch zustimmen zumal davon oral keine großen mengen aufgenommen werden. zu den kronen kann ich noch nicht viel sagen, ich weiß nur dass sie als schutz vor weiterer karies aufgesetzt werden, da füllungen im frontzahnbereich schlecht halten. bei großen schäden dienen sie als platzhalter, damit die lücke sich nicht zuschiebt und die bleibenden zähne platz haben. bei mehr infobedarf frag ich nochmal nach?
    da ihr das beide an der gleichen stelle habt und du ja wohl keine milchmengen wie dein kind vertilgst muss die karies also andere ursachen haben, deren beseitigung aber erst längerfristig erfolg haben wird. kurzfristig ist eine fluoridbehandlung wohl sinnvoll.
    viele grüße und biss bald😉

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