Stöckchen im Popöchen

(Ja, ich kanns nicht lassen.
Kurz vor der 30 (*nervenzehrende Horrormusik im Hintergrund*) muss ich nochmal zum infantilen Rundumschlag ausholen.
Egal.)

Zwei Blogstöckchen habe ich während der letzten Wochen bekommen, eines von Cloudette, eines von der Wortmutter.

Ich ackere mich heute mal durch die Fragen von Cloudette, weil sie mir zumindest auf den ersten Blick hin als nicht sooo umfangreich erscheinen.
Schaun mer ma.

Warum hast du angefangen, zu bloggen?
Stunde um Stunde mit nuckelndem Kind an der Brust im Dunklen zu liegen wurde mir irgendwann zu langweilig. Also habe ich begonnen, anderer Leute Blogs zu lesen und dann wollte ich irgendwann auch mal was zum Großen und Ganzen sagen. Joa. Und das waren dann meine ersten Geh-Versuche.
Süß, wa?

Wie kamst du auf deinen Blognamen?
Klaro, irgendwie über den Begriff „Rabenmutter“.
Aber auch, weil mich folgender Spruch berührt hat:
„Als sie gebeten wurde, ihr Wertvollstes zu bringen, brachte die Krähe ihr Kücken.“

Bist du spontan oder überlegst du lange an deinen Blogthemen rum?
Spontan. Also klar, manchmal dauerts auch 2-3 Tage (Oder ein Jahr, ähäm.) bis ich es schaffe, etwas zu schreiben, länger behalte ich jedoch selten etwas im Kopf beziehungsweise es verliert für mich dann an Aktualität weil ich es schon genügend gedanklich umhergewälzt habe.
Zeitweise hatte ich überlegt, mir so ein Blog-Tagebuch anzulegen um Ideen, Texte und Anregungen zu sammeln. Mach ich bestimmt auch irgendwann mal. Im nächsten Leben oder so.

Bist du pseudonym oder mit Klarnamen unterwegs und warum?
Da ich stellenweise einiges über meinen Beruf gebloggt habe (zum Beispiel hier und da), war es für mich wichtig anonym bleiben zu können. Außerdem spielt da sicher auch meine links-radikale-alternative Paranoia etwas mit herein, so mit Handy im Kühlschrank oder nur per Zettelchen kommunizieren und so.
Anfangs habe ich auch darauf geachtet meinen Wohnort nicht zu nennen, das erschien mir aber auf die Dauer als nicht sinnvoll, da es schon ein paar Berlin-spezifische Themen gibt, die mich in meinem Leben bewegen.

Gibt es Dinge, über die du niemals bloggen würdest?
Darüber möchte ich jetzt nicht sprechen.
Muha.
Ansonsten: Autos. Technik. Schuhe. Lippenstift. (Nagellack würde ich hingegen nicht ausschließen.)
Darüber, dass ich in diesem Augenblick gerade Schokocreme mit nem Messer aus dem Glas esse („Naschen“ kann ich das leider nicht mehr nennen.) würde ich natürlich auch niemals bloggen.
Nein im Ernst, sehr intime Details erzähle ich nicht, genaue Daten, Fotos vom Kind oder ähnliches gibt es nicht zu sehen (Vgl.: Krähenmutter: Links-radikale-alternative Paranoia, 2015, Werwilldasschonlesen-Verlagsgruppe, Berlin).
Was nicht heißt, dass ich mir das bei anderen nicht überaus gern anschaue.

Wie wichtig sind dir Zugriffe/Statistik, Likes, Kommentare?
Ich behaupte mal, das ist so ziemlich allen öffentlich bloggenden Menschen in irgendeiner Art und Weise wichtig.
Habe ich mich Anfangs schon über 5 Zugriffe pro Tag wie ne Schneekönigin gefreut, ging es dann 2013 rasch aufwärts. Aber wie heißt es nochmal: dann, aufhören, wenns am schönsten ist, ne? Irgendwie hat mich dann quasi auf meinem persönlichen Zenit so ein bisschen die Lust verlassen. Mal schauen, wie sich das die nächsten Monate weiter verhält.
Über Kommentare freue ich mich immer, auch, wenn sie mir manchmal etwas verloren gehen, weil ich sie mir nur kurz aufm Handy anschaue..also immer her damit!

Hast du Erfahrungen mit Trolls gemacht?
Nö.
Nicht ernsthaft.
Die haben alle Angst vor mir.🙂

Welche Themen interessieren dich an anderen Blogs?
Das ist sehr unterschiedlich. Ich lese mich durchaus gern durch Koch- Backblogs, DIY-Projekte interessieren mich auch, ebenso ab und zu Kosmetikthemen oder natürlich auch Kinder-/Hebammenthemen.
Von Leuten die ich persönlich kenne, lese ich eigentlich so ziemlich jedes Thema gern.

Was muss ein Text haben, damit du ihn zu Ende liest?
So blöd es klingt: er darf nicht zu lang sein.
Würde ich im realen Leben niemals ein Buch unter 300 Seiten Umfang in die Hand nehmen, liegt bei mir im Internet tatsächlich der Fokus auf einer gewissen Kürze.
Außerdem sollte er einer gewissen grammatikalischen Logik folgen und ab einer gewissen (Tipp-?)Fehler-Anzahl höre ich auch auf zu lesen.
Bilder find ich ja immer schön. (Und nehme mir schon lange vor, diese mehr in meine Beiträge einzubinden. Jetzts stehts hier ganz öffentlich schwarz auf weiß: ab sofort mehr Bilder in meinem Blog!)

Bei wie vielen Blogs liest du so ungefähr mit? Ändert sich deine Leseliste über die Zeit?
Momentan bei wirklich wenigen, also hauptsächlich nur die, die auch in meiner Facebook-Timeline auftauchen, wenn sie einen neuen Artikel veröffentlicht haben (so rund 5 Blogs).
Meine Blogroll gehört auf jeden Fall mal wieder aktualisiert, ein weiteres Projekt für die kommenden Wochen.

Hast du dich schon mal persönlich mit anderen Blogger*innen getroffen?
Jo, vor gut 1,5 Jahren hab ich mich mit ein paar anderen Bloggerinnen getroffen.
Außerdem bisher schon zwei Mal mit der lieben (und schwischwuschwangeren!) Unsichtbaren, trotz einiger Distanz zwischen uns.
Die Wortmutter sehe ich trotz quasi nicht vorhandener Distanz leider abartig selten, Asche auf meine Haupt.

Was ist für dich das Schönste am Bloggen?
Ganz eigennützig: Dampf ablassen. Dinge schreiben, die einfach mal geschrieben werden müssen.
Und es dann einige Zeit später beim erneuten Lesen Revue passieren zu lassen.

So, das war jetzt doch recht viel.
Und nun schleuder ich das Stöckchen mit all meiner Kraft so weit ich kann (Achtung an alle hinter mir stehenden!) an:
Wortventil
Unsichtbares
Alsmenschverkleidet
Aufzehenspitzen
Babykram&Kinderkacke
Catzenkind (Als Wiederauferweckungsmaßnahme!)

Viel Spaß die Damen!😉

11 Gedanken zu “Stöckchen im Popöchen

  1. cloudette schreibt:

    yippie, schoen🙂

    (oh. Facebook. Das ist jetzt schade. Weil ich das deaktiviert habe, also keine Chance, dort aufzutauchen …)

  2. aufZehenspitzen schreibt:

    darf ich mich ducken? verstecken? verweigern? ich bin die schlechteste fragenbeantworterin, weil ich immer nichts verraten will – oder nur das, was niemand gefragt hat.❤ allerliebste grüße aus wien!! ich fühle mich geehrt und warte einstweilen auf "Krähenmutter: Links-radikale-alternative Paranoia, 2015, Werwilldasschonlesen-Verlagsgruppe, Berlin"

    • kraehenmutter schreibt:

      Toll, jetzt hab ich den Rest des Tages die „du darfst“-Werbung als Ohrwurm. ;(

      Und ja, sollte es jemals publiziert werden, schick ich dir eine handsignierte Special-Edition-Sonder-Mega-Super-Duper-Ausgabe nach Wien!

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