Raus.

Das hätte ich mir ja auch nicht träumen lassen.
Da steh ich morgens 7.00 Uhr vorm Kleiderschrank (bereits fertig abgefrühstückt und geduscht), werfe Klamotten auf einen stetig wachsenden Haufen und esse mit etwas halbherziger Begeisterung Erdbeerkuchen aus Knete, während der Ein-Meter-kleine Kellner schon wieder die nächste Bestellung aufnimmt.
Und ich finds gar nicht so schlimm.
Also ja, bisschen grummelig bin ich schon, aber hey, ich bin seit meiner frühen Kindheit an als konsequenter Morgenmuffel bekannt und gefürchtet.

Aber jetzt bin ich im Wahn.
Aufräumen, Entrümpeln, Ausmisten.

Habe ich schon die letzten Monate immer mal beschaulich hier und dort was weggeschmissen und aus-/umsortiert, hat mich jetzt ein Buch völlig mitgerissen: „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.
Ich bin zwar alte Eso-Tante (klaro, als Hebamme, mit Räucherstäbchen, Klangschalen und so), mit Feng Shui hab ich allerdings nichts am Hut.
Macht nix, darum geht es in dem Buch auch gar nicht.
Es steht seit Jahren in meinem Bücherregal, hat eventuell auch schon ein paar Umzüge mitgemacht, so genau weiß ich das gar nicht.
Warum ich es nun gerade in die Hand genommen hab – bestimmt Schicksal, von wem auch immer herbeigezaubert.
Eventuell ziehe ich bald um, vielleicht auch nicht. Bisher habe ich mich nicht getraut, aus Angst vor (unter anderem) einem monströsen Umzug.
Ich habe Semesterferien und das erste Mal seit Jahren wieder einfach Zeit zum Zuhause sein (Im Klartext: momentan kein Geld für Urlaub.).
Ein neuer Mensch ist in mein Leben getreten, auch das setzt spürbar Energie frei.

Auf jeden Fall möchte ich nicht mehr mit so viel Gepäck durchs Lebens gehen.
Die Wortmutter, deren Blog gerade aus monetären Gründen gesperrt ist, hat mich auf das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo aufmerksam gemacht. Das Buch selbst habe ich mir noch nicht besorgt (siehe oben, kein Geld und so), aber wild im Internet dazu herum gelesen, was auch schon Inspiration genug war.
(Es gibt dazu Listen. Zum Abhaken. In bunt. Ein Traum für Listen-Fans wie mich.)
Und so wühle ich mich durch angehäufte vermeintliche Schätze, nehme sie in die Hand und prüfe, ob mein Herz zu ihnen spricht. Oder sie zu meinem Herzen? Irgendwie sowas.

So, das Knet-Eis wird gleich serviert und die 120-Liter-Schwerlast-Säcke (Der Mann vom DRK hat gesagt, ich darf nichts anderes nehmen!) rascheln nach mir.
Fotos folgen.
Stay tuned.
Seid ihr auch alle so aufgeregt wie ich?

4 Gedanken zu “Raus.

  1. Amrei schreibt:

    beide bücher hab ich mir gleich in der bibo bestellt, gestern ausgeliehen und heute dann angefangen mit dem ausmisten – einen goßen sack mit klamotten hab ich schon weg, hurra. danke für´s anstoßen!

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