Sonntagssüß

Kurz nach sieben muss es sein, durch den Spalt im Vorhang fällt schummrige Helligkeit.
Das Baby neben mir wurschtelt rum, fummelt an meinem Tshirt, guckt mich im Dämmerlicht mit großen Knopfaugen an.
Ich kneife die Augen noch zu, in der Hoffnung, es würde vielleicht einfach wieder einschlafen.

Nach einer Weile dreht es sich zu seinem großen Bruder um.
Betrachtet ihn und fängt dann ganz langsam an das geliebte Gesicht zu befühlen.
Eine Hand streicht über die Wange, die andere kommt hinzu, zieht voller Zärtlichkeit an den hellblonden, mit Süßigkeiten verklebten Haarsträhnen.
Weiter tasten, schauen.
Die Finger wandern zum Hals, zu lange Nägel kneifen voller Lust zu fest zu.
Der große Bruder hat die Augen weiterhin geschlossen, bis gerade eben dachte ich, er würde noch schlafen.
Nun nimmt er die kneifenden Babyhände, platziert sie wieder auf seinen Wangen, umarmt das Baby, zieht es näher heran und lässt sich weiter befühlen.
Das Baby gurrt voller Wonne, streichelt, der vermutliche geöffnete Mund wird Richtung brüderliche Nase gehoben.
Ich sehe nur den kahlen Hinterkopf, das zufriedene Grinsen des Großen und genieße.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. bauchundnase sagt:

    ach herrje … das ist was fürs Herz!

  2. cloudette sagt:

    ❤ hachz

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