Vorstoß aus dem Hinterland

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Meine Kinder sind weiß.
Unsere gesamte Familie ist weiß, wenn auch nicht komplett deutsch.
Alle Kinder in der Kita sind weiß, unser gesamtes soziales Umfeld ist weiß.
Ich habe tatsächlich keine einzigen Freund*innen mit nicht weißer Hautfarbe.
In unserem Bezirk sind Menschen mit nicht weißer Hautfarbe die absolute Minderheit. Ebenso war es in den Bezirken in denen ich aufgewachsen bin.

Und ich finde das nicht nur schade, sondern auch schlimm.
(Wobei das für mich schon wieder ziemlich rassistisch klingt. Ich kann es momentan jedoch nicht besser ausdrücken.)
Ich möchte, dass meine Kinder Diversität nicht nur aus Büchern kennen lernen, sondern sie Teil ihres Alltags wird. Weil ich das wichtig finde gegen die Mauern im Kopf, die da auch bei mir manchmal noch einzureißen sind. Die mir vermutlich zum großen Teil nicht mal bewusst sind, eben weil mein Alltag so Toastbrotlastig ist. (Maximal Vollkorn und das auch nur ab und zu.)

Wie ist das bei euch?
Ideen? Meinungen?
Umziehen Richtung Innenstadt möchte ich nicht, das wäre jedoch meine einzige Idee zu dem Thema.

(Auf der Suche nach Ideen habe ich das hier gefunden: Embrace race)

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. jongleurin sagt:

    Spannende Frage. Hier ist es eher umgekehrt, Brennpunktstadtteil in der Metropole… Spontan fällt mir zu deiner Frage die Flüchtlingshilfe ein. In vielen Gegenden kann man z.B. Patenschaften für Geflüchtete (Familien) übernehmen. Also nicht finanziell, sondern für die großen und kleinen Dinge, die man so als Fremde bewältigen muss. eine Freundschaft kann da gut entstehen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit?

  2. eenewiekeene sagt:

    n´tach,

    habe eben dieses video vom humanae-project mit meinem sohn (5) angeschaut und sinngemäß übersetzt und es fand ein kleiner gedankenaustausch dazu statt, welcher doch positiv hängen geblieben ist. dieses projekt würde ich gerne mal als buch besitzen, weil es auch sehr ästhetisch gemacht ist.

    http://www.angelicadass.com/humanae-work-in-progress/2017/5/10/the-beauty-of-human-skin-in-every-color-anglica-dass

    sonst haben wir noch das buch „kinder aus aller welt“ von kindersley, was sich auch schön anschauen lässt.
    leider gibt es ziemlich wenig vielfalt im kinderbuch-sektor. oder kann jemand was empfehlen?

    im alltag versuche ich das vorzuleben, welches miteinander ich mir wünsche. ich äußere mich nie diskriminierend und denke, dass mein kind deshalb auch selbst noch nie abwertend über jemand (fremden) gesprochen hat.

    grüße aus DD nach B 🙂

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