Feenstaub To Go

Scherben zerplatzter Hoffnungen zusammen kehren, noch etwas konfus, womit und wie, Flüssigkeiten und scharfe Spitzen sind vermischt. Handfeger, Küchenrolle oder ohne Rücksicht auf Verluste der Staubsauger? Wo anfangen ohne selbst in die Splitter zu treten?
Niemand soll verletzt werden, bitte alle etwas Sicherheitsabstand jetzt, meine Güte bis da hinten und in die dunkelste Ecke sind die Scherben geflogen?!

Deutschland in den ersten Tagen nach DER Wahl.
Überall in meiner linksversifften Blase Entsetzen, Fassungslosigkeit, Wut.
Aus der Befürchtung ist Realität geworden. Aus einer Ahnung Gewissheit.
(Wie wenn ich am Bankautomaten meinen Kontostand sehe. Da rauscht es mir auch so manches Mal in den Ohren, obwohl ich ja bereits eine gewisse Vermutung hatte.)

Und nun? Was tun wir um dem weiteren Zersplittern Einhalt zu gebieten? Erstmal alle #fickdichafd und „Bitte lösche dich aus meiner Follower-Liste“ schreien.
Das ist nicht mein Land!

Doch.
Wenn du an dieses Konzept „Länder“ glaubst, ist das hier dein Land. Heute nicht weniger als letzte Woche oder vor 20 Jahren.
Du kannst es aktiv mitgestalten, verändern, Träume wahr werden lassen. (Wenn du weiß, männlich und wohl betucht bist, aber pssst. Das zerstört jetzt hier gerade die Stimmung.)

Ich hoffe, dieser „Denkzettel“ bringt neben all der Sprachlosigkeit vor allem Energie, Mut und den unbedingten Willen sich ernsthaft zu engagieren, für Diversität, soziale Gerechtigkeit und was halt noch immer auf den ganzen rot-grünen Plakaten steht.
Den Mund aufzumachen, Zivilcourage zu zeigen und Empathie mit und allen Menschen gegenüber.
Nazi-Sticker abzuknibbeln, mit der alten Frau im Netto nen Klönschnack zu halten, der Kassiererin beim Bezahlen wenigstens ein Mal ins Gesicht zu schauen und Auf Wiedersehen zu sagen.
Mauern einzureißen statt neue um eh noch an Mauern gewöhnte Menschen zu bauen.

Was habt ihr für Ideen/Strategien/ konkrete Pläne?

Es gab doch im Sommer 2015 „Blogger für Refugees“, könnte es ein ähnliches Projekt jetzt nicht noch einmal geben? „Blogger für bunte Glitzersterne“?

Los meine (heißgeliebten) drei Follower*innen – sagt mal was!

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. jongleurin sagt:

    Da fühl ich mich mal angesprochen 😀 ich bin ja ganz klassisch in einer Partei aktiv. Das fühlt sich gerade jetzt sehr gut an. Und ich arbeite in der Politik und setze mich mit den AfD-SympathisantInnen des Öfteren auseinander… Ach ja, und die facebook-Gruppe „ich bin hier“, da mache ich auch mit. Die haben als Ziel, den gut vernetzten neuen Rechten die Hoheit in den Kommentarspalten zu entreißen, mit deren Waffen: gute Vernetzung. Ich kann das alles sehr gegen das Ohnmachts-Gefühl empfehlen!

    1. Danke für deinen Kommentar!
      Magst du vielleicht mal den Link zu der Gruppe posten? Ich konnte sie so nicht finden..

  2. pitz sagt:

    Ich kann keine Antwort geben, die hier irgendwie reinpasst: vorerst arbeite ich nur für die Schublade, und vielleicht ist alles zu schlecht, um die Welt damit zu belästigen.

    1. Pffffft! Never ever! Hau in die Tasten und dann let it go!
      Ich freu mich schon drauf. ❤

  3. Julia sagt:

    Ok, ich sag auch mal was: Auch in engagiere mich politisch. In der SPD. Mein Engegement in der Partei ist nicht immer ein Vergnügen, das sage ich Euch! In der Partei gibt es Konflikte, am Wahlkampfstand wird man doof angemacht, die eigenen Freundinnen haben manchmal wenig Verständnis und bevor die Wahl überhaupt gelaufen war, bekam ich schon Mitleid…ABER, ich bekenne mich zu Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Und ja, auch für mich fühlt sich das gerade sehr gut an – trotz Wahlniederlage… 1933 wurde meine Partei verboten, nicht erst seit dem steht fest gegen welche Feinde sie kämpft und wofür sie sich einsetzt!

    1. Danke für deinen Kommentar!
      Da du ja wahrscheinlich einen recht guten Einblick hast: was kann mensch denn momentan ganz konkret tun? Hast du da Ideen?

  4. Flocke sagt:

    Haha, ich fühle mich auch angesprochen. 😉 Weitermachen, Vereinsarbeit, Gewerkschaftsarbeit, reden reden reden, nicht den Mund halten, auch nicht in der Familie oder bei Freund*innen, nicht aufgeben, weinen und trauern, zu Menschen im Alltag connecten, mehr persönliche Gespräche, viel Empathie für Ängste, und Diskriminierung nicht stehen lassen.

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