Das Leben zieht an mir vorbei

Montag Morgen, Fiete ist schon gut in der Schule angekommen, ich liege mit Jimmy an der Brust im Bett, sinniere.
Deep und so.

Gestern habe ich mich tatsächlich schon auf heute gefreut und Vorgestern ehrlich gesagt auch.
Weil: unsere Wochenenden sind meist anstrengend. Wenig pinteresque.
Der Gingerman und ich haben beide vielfältige Ansprüche an diese 48 Stunden.
Wir wollen uns erholen, Zeit als Familie und auch zu zweit verbringen, dazu jede*r noch irgendwie me-time abbekommen. Der in der Woche liegen gebliebene Haushalt soll erledigt werden, zudem halten wir es auch ein halbes Jahr nach dem Umzug noch mit Obi: es gibt immer was zu tun. (Regale/Bilder an die Wand, Flächen beräumen, Dinge auf-/abbauen, Gardinen aufhängen an ebenfalls noch anzubringende Gardinenstangen, und wenn sie nicht von einem Haufen Kisten erschlagen wurden, wühlen sie noch heute.)
Einkäufe, Besorgungen, eventuelle Familientreffen/Laternenumzüge/Aktivität XYZ stehen ja irgendwie immer an.
Außerdem wollen wir etwas ominös Grandioses Draußen gemeinsam unternehmen und auch endlich mal 1-zu-1-Zeit mit jedem Kind verbringen.

Tja.
Spätestens Samstag 11.30Uhr gibt es dann den ersten Krach weil wir obiges noch nicht alles erledigt haben und uns die Zeit davon läuft. Nur noch 36 Stunden!
So zieht sich das Wochenende dahin, während gleichzeitig die Zeit rast und der Sonntag Abend unausweichlich näher rückt.
Wir trudeln durch die Tage, beginnen Dinge, unterbrechen/werden unterbrochen, der Alltag läuft ja trotzdem noch weiter. Ein bisschen lähmt uns die To-Do-Liste, ein bisschen tut dies der chronische Schlafmangel.
Essen will zubereitet und großzügig verteilt, Flächen und Hintern gewischt, Tränen getrocknet und unterschiedliche Vorstellungen ausdiskutiert werden.

An eben jenem gefürchteten Sonntag Abend folgt dann zumindest bei mir nochmal ein mittelschweres Tief, wenn ich innerlich Resüme ziehe und feststelle: die nächste Chance auf me-time besteht in ziemlich genau fünf Tagen.
Oder Zeit allein mit Fiete. Überhaupt Zeit mit dem Gingerman.
Zeit für irgendwas außerhalb des Alltags.
Außerdem hat jemand meinen Joghurt aufgegessen. (Ich nenne keine Namen, aber er stand ganz oben im Kühlschrank. Außerhalb der Kinderreichweite.)

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