„einmal breifrei, bitte!“

ich hab es getan und den kösel-verlag bezüglich eines rezensionsexemplares angeschrieben und tatsächlich hatte ich daraufhin einige tage später ein eben solches im briefkasten.

quelle: amazon.de

innerhalb eines langen abends durchgeschmökert, übertraf das buch meine von amazon-bewertungen eingetrübten erwartungen – es ist mitnichten ein einfacher erfahrungsbericht einer prominenten mutter.
und nein, es hat keine vorschusslorbeeren erhalten, weil ich es geschenkt bekommen habe.
ich finde es inhaltlich wirklich einfach gut.

geschrieben wurde es von loretta stern (ja, wirklich DIE lori von bravo-tv, huhuuu! grüß die kellys lieb von mir!) und der hebamme eva nagy.
der inhalt: beikosteinführung ohne brei. (englisch: baby-led-weaning, blw)
klar, oder?

der aufbau:
„einmal breifrei, bitte!“ gliedert sich in drei große abschnitte.

im ersten werden die theorethischen grundlagen erläutert, also ab wann, wie und womit bei der selbst-gesteuerten beikosteinführung starten.
woher kommt der trend des baby-led-weaning, worin liegen die vorteile für eltern und kind, was gilt es zu beachten?
allergien und deren prophylaxe werden behandelt, ebenso wie erste-hilfe-maßnahmen, stillen (ja, die autorinnen gehen tatsächlich zuerst vom stillen aus. verrückt. eines der ersten bücher, die nicht automatisch annehmen, dass mit 4-6monaten eh kein kind mehr gestillt wird.), abstillen und die flüssigkeitszufuhr nach dem 6.lebensmonat.

der zweite teil zeigt tagebuchauszüge und fotos von loretta sterns tochter karline und ihrem abenteuer „essen lernen“. ich durfte etwas in erinnerungen schwelgen, wobei im rückblick der igel immer (!) wesentlich schmaddriger aussah.

der dritte teil behandelt dann die praxis, gibt tipps zur ausstattung (ein hoch auf den ollen, komplett abwaschbaren ikea-stuhl!), einen ausblick auf blw außer haus und loretta stern teilt ihre gedanken zum allgemeinen respektvollen umgang mit kindern, nicht nur beim essen.

alles in allem ein durchweg empfehlenswertes, ausgewogenes buch!
es macht lust auf blw, nimmt hoffentlich ganz vielen eltern die scheu(klappen) vor der in deutschland noch recht neuen methode und ich wünsche ihm eine große verbreitung.
in meinen kursen bespreche ich die möglichkeit des blw immer (und zwar ziemlich genau so wie im buch, daher rührt eventuell auch meine begeisterung), leider halten jedoch die meisten mütter streng am 12.00uhr-karottenbrei-schema fest.
dabei ist die baby-gesteuerte beikosteinführung so simpel, witzig und für das kind ein unglaublicher kompetenzgewinn.

damn! i wish i wrote it..

fragen über fragen

ist diese loretta stern mit dieser loretta stern (btw tolle homepage find ich! aber frau sollte irgendwann den ton ausmachen, immer irgendwelche geräusche im hintergrund wirken irritierend.) identisch?
ich vermute mal ja…kommissarin krähenmutter hat recherchiert und es spricht einiges dafür.
die wohnorte der autorinnen, das alter der tochter…jaja.

wie auch immer:
lieber verlag,
schenk mir das buch.
ich wills lesen.
und wenns mir gefällt: i’ll spread the word in my beikostkurse! i promise!
dit englische von de gill rapley kooft doch hier im osten eh keene…(ja, im september erscheints auf deutsch. aber kommende woche hab ich den nächsten kurs und es ist mir zu doof immer nur ungefähre buchtitel in den raum werfen zu können…)

quelle: weltbild.de

frustig alles

ohje, heute war einer dieser tage, die mensch lieber schnell wieder vergisst.

der igel war seit dem morgen recht „unentschlossen“.
im bett liegen – doof.
im wohnzimmer spielen – doof.
windeln&anziehen – doof.
aufm arm sein – doof.
am tisch sitzen – doof.
schlafen – doof.
.
.
.
der geplante besuch bei der uroma wurde nach 1,5std brüllen abgebrochen, herr schinken+ die schwiegermutter kamen völlig fertig zurück, aus meinem lang ersehnten näh-nachmittag wurde ein näh-stündchen.
irgendwann gegen 17.00uhr ist er dann doch völlig überdreht eingeschlafen…
wir können nur hoffen, dass er nicht morgen um 3.00 uhr beschließt, die nacht zu beenden.

herr schinken würde morgen am liebsten mit ihm zum kinderarzt – keine ahnung, was er sich erhofft.
„hier, kind ist kaputt. bitte ein mal reparieren.“
ich versuche mich an die benutzerfehler-theorie zu halten.
hat heut morgen aber zum beispiel nicht geklappt.
während ich das plärrende kind im stechschritt durch die wohnung schleppte und nebenbei leider aller ungerechtigkeit dieser welt mal luft machen musste, wusste ich zwar: „er hat offensichtlich ein problem.“, aber klar war: ich grad auch.
armer, armer igel.
vielleicht bekommt er ja jetzt endlich mal zähne? 😉

hier noch das dinkelstangen-rezept, selbst von absoluten back-jungfrauen und – männern (wie zb herrn schinken) leicht zu bewältigen.
quelle: die weiten des internets

los gehts:
2 bananen zermatschen
2 möhren sehr fein raspeln (ich sach nur multiboy – yeah!)
250g dinkelvollkornmehl dazu
70 ml gutes+neutrales öl

–> pampe herstellen mit möglichst kühlen händen zu kindgerechten stangen formen, auf backpapier ca 25min bei 200 grad backen.
ok, sie sehen aus wie ne mischung zwischen gedörrter nacktschnecke und hundekot, schmecken mir frisch ausm ofen aber auch ganz gut.
wir frieren sie immer ein und holen dann bei bedarf 1-2 raus, sind nach 30 min aufgetaut.
super sache find ich – billig, bio, schnell, kind is(s)t glücklich uuuund: keine riesensauerei!

dies und das

irgendwie bin ich immer noch auf der suche nach einem passenderen theme für den blog…es hapert wohl aber an meiner technischen unlust, denn die „outfits“, die mir gefallen haben wesentliche dinge nicht dabei und ich bin einfach unfähig, weiteres hervorzuzaubern, als auf den ersten blick sichtbar ist. punkt. satzende. endlich.

und mit diesem zeilenabstand kämpfe ich auch noch.

 

so, nun wieder belanglosigkeiten aus dem alltag.

aufm balkon blühen alle sonnenblumen. aha.

die beikost-einführung zieht sich. glibschiges, weiches mag der igel nicht anfassen, heisst: meine hand dient als gabel und dann lutscht er auch mehr oder minder begeistert am dargebotenen essen. heute gabs nen stück reiswaffel, das konnte männchen auch kurz mal in die hand nehmen, bevor es in hohem bogen auf den boden gepfeffert wurde.

und ich entrümpele gerade die wohnung, dass zieht sich. jeden tag geht der herr vater mit dem herrn sohnemann 1,5-2 std spazieren und in dieser zeit kraucht die frau mama in alle ecken und zerrt den ballast des letzten halben jahres hervor. einige schätze werden geborgen, aber hauptsächlich wandert viel müll in die tonne. das beistellbettchen ist nun schon fast wieder als solches erkennbar, auch ganz nett.

zuum abendbrot gabs hefeklöße – für mich ursprünglich mit mohn. nachdem dieser aber irgendwie schon dezent muffig geschmeckt hat und ich dann ne made aus der packung hab kriechen (oder krabbeln sie?) sehen, bin ich recht schnell zu vanillesoße umgeschwenkt. schade, nun schwimmen noch reste der 2 3/4 hefeklöße im klo und sehen aus wie verwesende körperteile.

kontrastprogramm: habe mir nun über den amazonas-versand 2 tracy-anderson fitness-dvds bestellt. gwyneth – zieh dich warm an! das 30-tage-programm schiebe ich allerdings erstmal nach hinten, nicht aus faulheit, sondern weil mir das nach einigem nachdenken für meine milchproduktion doch zu heikel ist. erstmal so ein wenig sporteln wird wohl auch schon effekte zeigen. zumal ich hungrig sehr zu zusammenbrüchen und wutanfällen neige, momentan vlt eher ungünstig, da dass eh schon häufiger mal eintritt. nunja, sobald die dvds da sind und ich beginne, werde ich berichten!

 

 

gestern hatte ich mir vorgenommen, hier auch mal etwas politisches reinzuschreiben, heute verläßt mich die lust schon wieder. bewegend finde ich z.b. die steigende zahl an schweren missbildungen bei den seit kriegsbeginn geborenen kindern in fallujah. natürlich alles rein zufällig…wer mag, recherchiert dazu mal ein bisschen.

kein schönes thema zum abend, wenn das eigene gesunde, wohlgenährte kind sich friedlich schlafend an meinen mit hefeklößen (und maden) gefüllten bauch kuschelt…