Mal wieder…

Urlaub. Seit offiziell gestern sogar. Schön ist das.
Aufgrund momentanen Geldmangels verbringen wir den momentan noch in der Stadt und schwitzen uns einen ab.
Vielleicht komme ich dann aber auch mal zu was, sonst verbringen wir irgendwie nie so viel freie Zeit in unserer Wohnung.
Gestern hab ich schon Bücher aussortiert und online vertickt, nun bin ich gespannt, ob da genau die Unsummen bei rumkommen, die mir vorher auf dem Bildschirm präsentiert wurden.
Sonst winkt das übliche: gründlich aufräumen, die Steuer machen, Geburtstagspäckchen verschicken, Eis essen gehen..
Jetzt muss es nur noch 10°C kühler werden (Jahaaaa, hasst mich ruhig alle, aber ich wünsche mir tatsächlich gediegene 25°C! T-Shirt und kurze Hose-Wetter statt klitschnasse sich in die Poritze windende Hotpants und Tops, die mehr präsentieren als ich will, sobald ich mich bücke.) und ich bin sicher sofort wieder in der Lage mich zu bewegen und halbwegs klar zu denken.

Vielleicht schaffe ich sogar mal wieder ein paar Blogposts, wenn das Kindchen seinen schwitzigen Mittagsschlaf hält. Wer weiß, wer weiß…

sahara-ciddy

sehr schön war er, der nachmittag mit den tollen, kreativen, mutigen, lustigen, starken, liebevollen, verrückten, lebenslustigen frauen, bloggerinnen, müttern und ihren grandiosen kindern.

glücklich scheitern
brachte die lawine ins rollen, berlinmittemom bot uns den rahmen (draußen! mit buddeln, ball spielen und planschen!), mama007,alsmenschverkleidet, Achtung, Mama! und das kinde+moi (<– das bin ich) kamen.

der weg dorthin war verstopft und abartig heiss, beinahe wollte ich schon umdrehen.
die gefühlten zehn kilometer vom parkplatz zum treffpunkt verliefen durch die sahara. (ich schwörs!)
das kind wurde schwerer und wärmer und ningeliger…
– lasst euch sagen: es war jeden schweißtropfen wert!
angekommen: ein kreis von fünf strahlenden frauen auf einer decke im schatten, umschwirrt von nackig-nassen kindern, in der mitte ein bunter teppich aus worten, gelächter und gebanntem lauschen.

fazit: es war kurz, unterbrochen und hat einfach so viel lust auf mehr gemacht.

danke euch allen!

(aber ganz ehrlich: ich bin immer noch fix und fertig.
wie muss es da erst den kindern gehen?)

lebenslust!

der „ublaup“ war fantastisch.
grün, frei, weit.

die zeit mit dem igel war fantastisch.
so ne survival-trips a la „zu zweit spät abends noch flugzeug fliegen“ schweißen doch irgendwie nochmal ganz anders zusammen als unser alltagstrott. (und der igel erzählt immer noch wie weeeiiiit hooooch er war)

es gab zwischendrin auch kritische phasen, da ich das erste mal seit längerem wieder komplett 24/7 für 10 tage fürs kindliche wohl zuständig war. (das unser leibliches wohl immer noch nicht wirklich lecker gestillt werden kann, trug manchmal sehr zur grottenlaune bei.)
die haut ist leider auch wieder explodiert, das schlägt mir auch immer aufs gemüt und lässt mich verzweifeln.

trotzdem alles in allem ne runde sache.
ich bin wieder ganz frisch verliebt in den kleinen kerl.

das ankommen im moloch fiel mir sehr schwer.
mein kopf ist voll mit arbeitswust und alltagsdingen, während mein herz nach grüner freier weite schreit.
möglichst weit weg von hier.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

icke inna gentrifidingsdums – mitten drinne

gestern abend war wieder muddis-party-marathon.
sollte zumindest sein.

ungalublicherweise haben wir nicht (NICHTS) gefunden, in das wir reingehen wollten bzw wo es sich gelohnt hätte, länger zu bleiben.
und das in der stadt an der spree, i know.
am lustigsten wars noch zu hause (da war auch die musik am besten).

schockierend für mich auch, wie sich der kiez in den letzten 2-3 jahren verändert hat.
weiße mäntel, hohe schuhe, touris („ähm, da hinten ist die große straße…“) an orten, wo früher jeden abend wannen an grölenenden punker-horden vorbeigefahren sind.
mein place-to-be, wo immer ALLE waren – weg.
klar, die zeit bleibt nicht stehen, weiß ich ja auch.
meine ist jedoch ein paar jahre in slow-motion verlaufen, zumindest was außerhäusliche betätigung nach 20.00uhr angeht.
daher an dieser stelle jetzt späte klagen, während der mob schon längst aufgegeben hat und weitergezogen ist.

ich war/bin echt traurig, die stadt verliert auch ihre letzten reize.
schwer stelle ich es mir auch für die bewohner linker projekte vor, deren kneipen unten im haus jetzt einfach von einem gänzlich anderen publikum frequentiert werden. in den meisten fällen genau das publikum, gegen dessen massen-aufkommen in der unmittelbaren umgebung jahrelang gekämpft wurde.

liebes landleben – schick mir jetzt endlich den reichen prinz auf seinem gaul, dann komm ick!

yeah!

heut nacht ne stunde länger schlafen, suuuuper!
den dummen spruch musste ich machen.
jetzt sind eltern einfach noch früher wach als andere menschen und fragen sich, was sie 4.30uhr mit einem quietschfidelen kind anfangen sollen.

was dagegen wirklich kuhl ist – jesper juul kommt noch berlin.
am 13.11. 20.00 ins babylon.
i’ll be there.
wehe, ihr schnappt mir jetzt alle karten weg!

icke @ jesper juul

ja, da war ich gestern.
so richtig beschreiben kann ichs nicht, es hat mich tief beeindruckt.

die anfängliche stimmung war etwas lahm, als chronisch übermüdete mutter hatte ich angst, nicht bis zum ende durchzuhalten.
irgendwann wurde dann aber auch der „moderator“ gelöster und zum ende hin wars einfach viel zu schnell vorbei.
echt wahnsinn, was der mann aufm kasten hat, wie liebevoll er kinder sieht, welchen respekt er für sie einfordert.
wie gesagt: ich kanns nicht beschreiben.
leider auch nicht dem zu hause gebliebenen herrn schinken, ärgere mich, dass ich ihn nicht doch hingezwungen habe.
ein buch von juul wird er ja niemals lesen und somit wäre das DIE gelegenheit gewesen…nunja.
„bildung macht nicht glücklich“ oder so ähnlich…

morgen gehts zum artgerecht-treffen, ich bin gespannt!

schaffe, schaffe, häusle baue…

tjaja, kaum geht frau wieder einer geregelten (dass ich nicht lache) beschäftigung nach, kommt direkt der größenwahn.

ich will raus.
und zwar richtig.
kein bock mehr, mich mitm fahrrad auf hauptverkehrsstraßen durchzukämpfen.
ätzend, nirgendwo im öffentlichen raum telefonieren zu können, weil es schlichtweg fast überall zu laut/vollgestopft/hektisch ist.
traurig, krampfhaft nach grün+natur suchen zu müssen zwischen betonklötzen.

echt, stadt nervt.
leider gibts erstmal keine andere perspektive.
herr schinken würde nicht mal ausm kiez wegziehen, geschweige denn, raus in die brandenburger (mecklenburger?) walachei.
da er meine 24h-rundum-sorglos-glücklich-kinderbetreuung ist, hat er leider das sagen.
und naja, ist schon auch ok, ihn so immer zu sehen, ich mag ihn ja auch, nech…alleine raus fällt flach.
am sonntag haben wir in unseren zwei kinderfreien stunden unser „anwesen“ beackert: geharkt, gerecht, gebuddelt, zaun geflochten…alter, war das geil!
leider trotzdem neben einer hauptverkehrsstraße, ruhig ist was anderes.

ruhe gibts in berlin eigentlich nur sonntag morgens 8.00uhr, aufm weg zum späti, frühstück fangen.
dann mag ich die stadt.
nur ein paar verstrahlte der letzten nacht, die irgendwie immer wachen alkis vom bahnhof, sonst kein mensch weit und breit.

achja, nen haus könnte ich mir selbstvertsändlich auch nicht leisten.
aber ich hätte gerne ein ziel, irgendwas, von dem ich in den nächsten fünf jahren träumen könnte.

any ideas?