Vorstoß aus dem Hinterland

Meine Kinder sind weiß.
Unsere gesamte Familie ist weiß, wenn auch nicht komplett deutsch.
Alle Kinder in der Kita sind weiß, unser gesamtes soziales Umfeld ist weiß.
Ich habe tatsächlich keine einzigen Freund*innen mit nicht weißer Hautfarbe.
In unserem Bezirk sind Menschen mit nicht weißer Hautfarbe die absolute Minderheit. Ebenso war es in den Bezirken in denen ich aufgewachsen bin.

Und ich finde das nicht nur schade, sondern auch schlimm.
(Wobei das für mich schon wieder ziemlich rassistisch klingt. Ich kann es momentan jedoch nicht besser ausdrücken.)
Ich möchte, dass meine Kinder Diversität nicht nur aus Büchern kennen lernen, sondern sie Teil ihres Alltags wird. Weil ich das wichtig finde gegen die Mauern im Kopf, die da auch bei mir manchmal noch einzureißen sind. Die mir vermutlich zum großen Teil nicht mal bewusst sind, eben weil mein Alltag so Toastbrotlastig ist. (Maximal Vollkorn und das auch nur ab und zu.)

Wie ist das bei euch?
Ideen? Meinungen?
Umziehen Richtung Innenstadt möchte ich nicht, das wäre jedoch meine einzige Idee zu dem Thema.

(Auf der Suche nach Ideen habe ich das hier gefunden: Embrace race)

Grüße an Frau König

So.
Es ist mal wieder soweit.
Ich blogge.

Nach 14 Monaten Abstinenz, langem nächtlichen Grübeln (ich war quasi konstant wach) und intensivstem Abwägen (SWOT! SWOT! SWOT!) fiel diese schwerwiegende Entscheidung.

Naja, ehrlicherweise muss ich gestehen, dass die Alternativen zum Bloggen derzeit aus Elterngeldantrag ausfüllen (hat auch was kreatives) oder Rechnungswesen-Folien durcharbeiten (dazu kann ich nichts sagen, sämtliche Inhalte sind mir noch völlig unbekannt) bestünden.

Tjaja, da bin ich nun also wieder.

Beginnen wir mit einem Rückblick, das ist in der Regel so semi-spannend und erfordert trotzdem kaum Denk-Einsatz meinerseits.
14 Monate.
Ja mei.
Lange Zeit, ne?

Was geschah:
Zwei Männer zogen in unseren Haushalt ein.
Der eine groß und schlank (zumindest bevor er das deutsche Bier für sich entdeckte), der andere klein und rund (gänzlich ohne Bier, er will nur Bruscht).

Wir sind umgezogen.
Weiter draußen, beinahe doppelt so groß, mehr als doppelt so teuer, lauter, kühler, cooler. Das Großkind möchte nie wieder hier ausziehen und ich lobpreise auch mindestens ein Mal täglich (echt jetzte) unsere Flucht in den Randbezirk.

Okay, mehr Neues fällt mir nicht ein, gefühlt ist mehr in den letzten Monaten passiert.
Meine Frisur ist (wieder) die gleiche und meine im letzten Post angekündigte Super-Diät resultierte in über 20kg Gewichtszunahme. (Ich war wohl einfach plötzlich zu hot und sexy, außerdem äußerst nachlässig beim Thema Verhütung.)
Meine {[(Klammernliebe)]} besitze ich augenscheinlich auch immer noch.

Nun denn liebe Welt da draußen, mach dich gefasst auf mitreißende Artikel zu Lifestyle, Fashion und die neuesten Trends der Automobilbranche!
Irgendjemand wird schon darüber schreiben, hier gibts weiterhin alltägliche Belanglosigkeiten, sowie die nicht geringe Chance auf eine weitere einjährige Pause.

Abracadabra! Dreht sich um die eigene Achse und geht ab in einer Rauchwolke. 

(Ich hab den neuen Harry Potter gelesen, merkt man, wa?)

mitten am/im scharmützel

am wochenende waren wir mit einem teil der familie in einem ferienhäuschen.
sehr, sehr hellhörig und absolut nicht kleinkindtauglich.

mein (24jähriges, studentenlebenlebendes) schwesterherz wurde daher sonntag morgen gegen 7.00uhr durch zwei zimmer mit dem ersten DREI-WORT-SATZ des igels geweckt.
„LIEBLINGSTANTE!?! BÄR FUNNE!!!!!“ (= chatall-inge, ich habe hier einen [unsagbar hässlichen] teddybären gefunden, möchtest du nicht jetzt sofort aufstehen und mit mir spielen?)

yes!
mist, dass wir schon letzte woche u7 hatten, sonst hätten wir damit sicher derbe angeben können.

seit 2 minuten wollte ich im bett liegen

aber das muss nochmal kurz raus:

bin mal wieder voll auf dem öko-trip, lese waldorf-spielzeug-bastel-bücher, häkele schneckenbänder und würde am liebsten mit seidenweicher stimme säuseln, stricken, kochen, lächeln.

auf dem weg zur vollkommenheit nun wieder ein stolperstein: ich wollte mit dem igel kastanien sammeln, das kind soll ja natürliche, rohe materialien zum spielen haben, an welchen sich seine fantasie zur höchstform entfalten kann.

vor 3 wochen waren wir deswegen im park – es gab noch keine.
nun diese woche ein neuer versuch, denn sie liegen ja so schön glänzend überall rum.
nur nicht im park.
im ernst, alle (!) weggesammelt.
keine einzige mehr zu finden.
ein paar schritte weiter nur ein paar wurmlöchrige eicheln.
ein zeichen der göttin?
gib dem kind plasteteile mit viel bumtschingerassa?

einen versuch geb ich uns noch…

gestatten: glucke

nachdem ich nun anscheinend doch etwas erschöpfter bin, als ich mir eingestehen wollte (und ich tue es immer noch nicht hähä), hat herr schinken vorgeschlagen, den igel ne nacht zu übernehmen.

gnaaaaaaaaaaaaaaaahm.
ähm.
nein.
das geht nicht.
weil.
darum.

nee, echt. geht so gar nicht.
würde mir vermutlich suuuuper super gut tun, mal ne nacht durchschlafen, ausschlafen, von alleine aufwachen.
trotzdem trau ich mich nicht.
er wäre dann ja so weit weg, wenn ich es doch nicht schaffe…
und der kleine körper zum rankuscheln, seine zuckersüße sabber-lippe, kleine grabsche-patsche-finger, die morgendliche buch-kante in meinem gesicht, gefolgt von strahlenden augen und „da!“…ach mensch.

vielleicht ja nächstes jahr.

icke @ jesper juul

ja, da war ich gestern.
so richtig beschreiben kann ichs nicht, es hat mich tief beeindruckt.

die anfängliche stimmung war etwas lahm, als chronisch übermüdete mutter hatte ich angst, nicht bis zum ende durchzuhalten.
irgendwann wurde dann aber auch der „moderator“ gelöster und zum ende hin wars einfach viel zu schnell vorbei.
echt wahnsinn, was der mann aufm kasten hat, wie liebevoll er kinder sieht, welchen respekt er für sie einfordert.
wie gesagt: ich kanns nicht beschreiben.
leider auch nicht dem zu hause gebliebenen herrn schinken, ärgere mich, dass ich ihn nicht doch hingezwungen habe.
ein buch von juul wird er ja niemals lesen und somit wäre das DIE gelegenheit gewesen…nunja.
„bildung macht nicht glücklich“ oder so ähnlich…

morgen gehts zum artgerecht-treffen, ich bin gespannt!

schaffe, schaffe, häusle baue…

tjaja, kaum geht frau wieder einer geregelten (dass ich nicht lache) beschäftigung nach, kommt direkt der größenwahn.

ich will raus.
und zwar richtig.
kein bock mehr, mich mitm fahrrad auf hauptverkehrsstraßen durchzukämpfen.
ätzend, nirgendwo im öffentlichen raum telefonieren zu können, weil es schlichtweg fast überall zu laut/vollgestopft/hektisch ist.
traurig, krampfhaft nach grün+natur suchen zu müssen zwischen betonklötzen.

echt, stadt nervt.
leider gibts erstmal keine andere perspektive.
herr schinken würde nicht mal ausm kiez wegziehen, geschweige denn, raus in die brandenburger (mecklenburger?) walachei.
da er meine 24h-rundum-sorglos-glücklich-kinderbetreuung ist, hat er leider das sagen.
und naja, ist schon auch ok, ihn so immer zu sehen, ich mag ihn ja auch, nech…alleine raus fällt flach.
am sonntag haben wir in unseren zwei kinderfreien stunden unser „anwesen“ beackert: geharkt, gerecht, gebuddelt, zaun geflochten…alter, war das geil!
leider trotzdem neben einer hauptverkehrsstraße, ruhig ist was anderes.

ruhe gibts in berlin eigentlich nur sonntag morgens 8.00uhr, aufm weg zum späti, frühstück fangen.
dann mag ich die stadt.
nur ein paar verstrahlte der letzten nacht, die irgendwie immer wachen alkis vom bahnhof, sonst kein mensch weit und breit.

achja, nen haus könnte ich mir selbstvertsändlich auch nicht leisten.
aber ich hätte gerne ein ziel, irgendwas, von dem ich in den nächsten fünf jahren träumen könnte.

any ideas?