Generation Selfie

Da bin ich, glaube ich, knapp daran vorbei gerutscht. Mit Anfang Dreißig gehöre ich wohl eher der Generation Irgendwas-zwischen-Wendekinder-und-Smartphone an, vielleicht auch der nichts-könnenden-alles-wollenden Generation Y. In meiner Wahrnehmung werden diese Generationenbeschreibungen selten positiv angewandt, es geht doch eher um im besten Falle Macken und Besonderheiten, meist einfach um angebliche Defizite und ganz vor Allem…

Von neulich

Neulich war ich bei Heike. Wir kennen uns jetzt schon eine ganze Weile, haben mehr Tiefen als Höhen miteinander erlebt, manches Mal freue ich mich auf unser Treffen, meist eher nicht. Aber das ist okay, Heike weiß das auch. Wenn wir uns sehen, entspannen sich häufig mal interessante Gespräche, wobei Heike wesentlich mehr spricht als…

Ansichtssache

Mit 15 war ich überzeugte Feministin, habe Bücher dazu gelesen, schlaue Sprüche drauf gehabt und war generell ziemlich anti, Pubertät halt. 10 Jahre später war ich mir dessen nicht mehr so sicher. Einschlägige Aufkleber zierten meinen Kühlschrank, Aufnäher meinen Pulli, die Bücher standen immer noch im Regal, jedoch: in meinen Armen lag ein Baby. Stillen…

Vorstoß aus dem Hinterland

Meine Kinder sind weiß. Unsere gesamte Familie ist weiß, wenn auch nicht komplett deutsch. Alle Kinder in der Kita sind weiß, unser gesamtes soziales Umfeld ist weiß. Ich habe tatsächlich keine einzigen Freund*innen mit nicht weißer Hautfarbe. In unserem Bezirk sind Menschen mit nicht weißer Hautfarbe die absolute Minderheit. Ebenso war es in den Bezirken…

Ich habe nicht weiter gemacht

Heute erscheint ein Beitrag von mir im umstandslos Magazin, welches diese Ausgabe das Thema „Weitermachen“ hat. Im Zuge dessen noch ein Text von mir zum Nicht-Weitermachen, was nicht zwangsläufig „Aufhören“ bedeutet. Ich gebe nicht leichtfertig auf, sowohl beruflich als auch privat habe ich mich durch einige Beziehungen und Tätigkeiten gequält. Mehr oder minder tapfer durchhalten,…

The Holy Green Smoothie Grail und ich

So, nun isses mal wieder soweit. Mein Ernährungstagebuch verlässt seine staubige Schrankecke, der Mixer steigt von seinem Thron auf dem Kühlschrank herab und die heilige Mutter Waage wird wieder täglich zu Rate gezogen. Ich hab zugenommen. Wahnsinnige vier Kilo in zwei Monaten. Wäre ich schwanger, wäre das ideal. So isses nun einfach scheiße. Schuld daran…

Raus.

Das hätte ich mir ja auch nicht träumen lassen. Da steh ich morgens 7.00 Uhr vorm Kleiderschrank (bereits fertig abgefrühstückt und geduscht), werfe Klamotten auf einen stetig wachsenden Haufen und esse mit etwas halbherziger Begeisterung Erdbeerkuchen aus Knete, während der Ein-Meter-kleine Kellner schon wieder die nächste Bestellung aufnimmt. Und ich finds gar nicht so schlimm….

Mein Nervenkostüm

Bereits vergangene Woche gab es eine hitzige Diskussion mit zwei Kommilitoninnen, warum ich denn (mit Kind) nicht noch 17.30 spontan an den See fahren möchte. Das sei doch gar nicht anstrengend. Ich muss doch nur am Wasser liegen und nichts tun. Und wir fahren auch ganz früh wieder zurück. Das Kind sei doch auch so…

Körperwelten. Jetzt mit Haut drüber. In echt.

Ein eeeewiges Thema. Das hier find ich ziemlich beeindruckend. Und ich frage mich, woran die Unterschiede wohl liegen mögen..? Ich kann mich nicht erinnern, jemals (Großes Wort. Sagen wir einfach ab der Pubertät.) ein positives Bild von meinem Körper gehabt zu haben. Ich fand mich immer zu fett. Wurde zwar nur „die Dicke“ genannt, aber…

Aus gegebenem Anlass…

Eine Rückschau meiner 30-before-30-Liste. Zuerst: was hatte ich Schiss, Bauchgrummeln, Angst eine Höllenpanik vor diesem Event. Die meisten meiner Geburtstage verliefen eher deprimierend (Echt jetzt. Mit Heulen und so. Fast jedes Jahr.) und nun so eine große, gewaltige Zahl, vor der ich mich bereits mit 15 gefürchtet habe.. Aber, was soll ich sagen: es war…

selbstbestimmt

4 tage ohne kind. das war lang. und irgendwie auch interessant: gefühlte 10 jahre ist es her, dass ich nur mich und die arbeit hatte. morgens aufstehen, duschen, essen, zeug zusammensuchen, arbeiten, nach hause kommen, essen, irgendwas in der wohnung tun, schlafen. ich bin tatsächlich sehr erholt, die wohnung sieht tiptop aus und ich habe…

we proudly present…

ok, gewonnen hat: liebesleben. war jaaaaaaanz weit vorne. also, was gibt es dazu zu sagen? mein liebesleben. ähm ja.. nicht vorhanden. traurig, aber wahr. ich bin deshalb auch tatsächlich recht häufig traurig. in absoluten depri-phasen fühle ich mich komplett verlassen von der welt, einsam im alltagstrott vor mich hin wurstelnd, no-future und so… es geht…