Aus gegebenem Anlass…

Eine Rückschau meiner 30-before-30-Liste.

Zuerst: was hatte ich Schiss, Bauchgrummeln, Angst eine Höllenpanik vor diesem Event. Die meisten meiner Geburtstage verliefen eher deprimierend (Echt jetzt. Mit Heulen und so. Fast jedes Jahr.) und nun so eine große, gewaltige Zahl, vor der ich mich bereits mit 15 gefürchtet habe..
Aber, was soll ich sagen: es war super.
Verreist mit einer Freundin ins Venedig des Nordens, hatte ich an genau dem Abend ein sehr entspanntes, nettes Date und konnte so quasi zwischen den pittoresken Häusern der Stockholmer Altstadt in die 30 reinknutschen.
Mach ich jetzt jedes Jahr so.
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Alla hopp, los gehts:

#1 eine neue fremdsprache lernen (zb schwedisch)
–> Hab ich nicht. 
Dafür mein Englisch dank Tinder aufgepimpt.
Kann ich mit leben. 😉

#2 ein großes erdbeerbeet anlegen
–> Nope. Schade.

#3 vier fortbildungen machen
–> Mehr als erledigt.

#4 mich gesünder ernähren
–> Naja, phasenweise..aber im Großen und Ganzen stimmt das schon.

#5 eine tattowierung für den igel machen
–> Nope. Kann aber noch warten.

#6 mindestens 3 monate vegan leben
–> 2 Jahre jetzt, yeah!

#7 arbeiten gehen
–> Been there, done that, war kacke.
Jetzt mach ich was besseres.

#8 mehr ordnung halten
–> Wurde sogar schon mehrmals lobend von meiner Mutter erwähnt.

#9 cupcakes backen
–> Hab ich gemacht. War jetzt nicht so erfüllend.
(Wie hat es dieser Punkt jemals in meine Liste geschafft???)

#10 umziehen
–> Meeeeeh….schlechtes Thema.

#11 mehr basteln
–> Hm, definiere „mehr“. Keine Ahnung ehrlich gesagt. Aber wäre mir jetzt auch nicht mehr so wichtig..

#12 weniger konsumieren
–> Naja, ich arbeite dran. Wenig Geld zu haben hilft da irgendwie.

#13 bewusster konsumieren
–> Mach ich. Meistens.

#14 ein zweites kind bekommen
–> Gaaaaaanz, ganz schlechtes Thema. Das nagt an mir. Mächtig gewaltig.

#15 eine spieluhr für den igel nähen
–> Joa, guckt er mitm Arsch nicht an.

#16 eine näh-ecke bauen
–> Hatte ich. Hab sie vor zwei Monaten wieder abgebaut, da Staubfänger und Platz-Wegnehmer.

#17 meinen bastel-kram ordnen
–> Pffffff…eher nicht so.

#18 studieren
–> Check.

#19 herrn schinken eine gehorsame gattin sein
–> Haha, ja, ähm nein.
Ich bin wohl eher die ewig meckernde Stimme im Hintergrund geworden.
Passt.

#20 geduldiger werden
–> Hmmm…phasenweise. Je nach aktueller Grundstimmung. Momentan bin ich ganz gut.

#21 europa (zumindest kurz) verlassen
–> Nope. Vermutlich aber dann diesen Sommer.
Wo wir gerade dabei sind: kann mir jemand Geld schenken? So 1000€ würden schon reichen.

#22 einen neuen vater für meine 10 kinder finden
–>…(Ich arbeite dran. Wie verrückt.)

#23 eine neue fertigkeit erlernen (zb spinnen, weben, seife machen,..)
–> Waschmittel selber machen. Nicht sehr kunstfertig, aber hey.
Außerdem glutenfrei Backen (wüäh), kochen, leben.

#24 weniger besitzen
–> Nee, das hat ganz sicher nicht geklappt.

#25 3 monate auszeit machen und reisen
–> Nope. Weiter recht akut auf der Liste.

#26 eine puppe für den igel nähen
–> Nope. Auch momentan nicht sonderlich präsent, da er mit seinen Puppen kaum spielt.

#27 im sommer mit dem igel einfach mal losfahren
–> Erledigt.
Mehr als ein Mal.
Anstrengend, aber sauschön.

#28 disziplinierter ämterkram erledigen
–> Hahahahaha.
Was war ich da naiv!

#29 …
–> Genau das.

Und nun? 40 before 40?
Das halte ich dann doch für etwas zu weit geplant…
Trotzdem gibts bestimmt nochmal eine wanna-do-Liste.

we proudly present…

ok, gewonnen hat: liebesleben.
war jaaaaaaanz weit vorne.

also, was gibt es dazu zu sagen?
mein liebesleben.
ähm ja..
nicht vorhanden.

traurig, aber wahr.

ich bin deshalb auch tatsächlich recht häufig traurig.
in absoluten depri-phasen fühle ich mich komplett verlassen von der welt, einsam im alltagstrott vor mich hin wurstelnd, no-future und so…
es geht mir nicht in erster linie ums körperliche, sondern auch um austausch/kontakt/da-sein/ausheulen-können/gemeinsamkeiten/uswusf.
das fehlt.
ich fühle mich momentan in keinerlei hinsicht mehr als frau, nur noch als irgendeine art von mutter.
klaro, mami (so nennt er mich, wuuuah!) für den igel, bin ich nach wie vor gern.
beim arbeiten: zuhören, trösten, erklären, unterstützen, helfen…nicht direkt mütterlich, aber irgendwie dann doch wieder.

ich fühle mich attraktiv wie ein überquellender mülleimer, zugestopft mit scheiß, den keiner mehr haben will. stinkig.
niemand geht näher ran als unbedingt nötig.
reste der vergangenheit kleben an mir und wollen sich nicht lösen.

mit dem igel dinge zu erleben fetzt.
aber er ist halt erst drei.
ich tröste den igel gern, wirklich.
aber ich möchte auch mal getröstet werden.
ich koche und esse gern mit dem igel.
aber die konversationen sind doch häufig etwas bemüht.
ich habe wie immer große reisepläne.
aber allein mit kind traue ich mir die nicht zu und es wäre mir wohl auch zu langweilig.
ich hab tatsächlich noch viel vor im leben, dazu gehören nach wie vor kinder.
aber ja, alleine machen kann ich mir die nicht und alleine haben will ich sie auch nicht.

ich weiß auch das mit dem zuerst-sich-selbst-lieben und son kram….bla.
ich lieb mich aber nicht, punkt.
bleib ich jetzt für immer allein?

aussichtslos.

(und ja, ein bisschen hiervon ist auch teil des wintertief-posts.)

piep

ja, wir leben noch.

irgendwann gibts hoffentlich mal wieder was zu lesen.
die standby-schaltung vom hirn an den laptop fehlt halt noch..

um die stimmung etwas aufzuheizen, was wollt ihr lieber lesen?
mögliche themen:

1. kita
2. liebesleben
3. wintertief
4. alltagsfetzen
5. …?

ganz demokratisch entscheide ich dann am ende nach auszählung aller stimmen despotisch wonach mir grad so ist.

bis dahin herzen, sterne, gf-brezeln an euch alle da draußen! ❤