Testen. Oder auch: Unsere Verwahrlosung

2.24Uhr.
Alle schlafen, endlich.
Bis vor 10 Minuten war das große Kind noch wach, hockte vorm Tablet.
Wir Eltern und das Baby sind schon längst schlafen gegangen, ich bin eher aus Versehen eingeschlafen (konnte mich dem Sog nicht entziehen) und habe dem großen Kind daher nicht Bescheid gesagt, dass ich den Tag jetzt ganz offiziell beende.
Irgendwann stand es dann vor mir, es hatte noch Hunger. Ich erinnere mich dunkel an „Kühlschrank….Joghurt“. Später stand es wieder da, ich solle etwas kochen.
Anschließend verzweifeltes Weinen vor der Schlafzimmertür, weil der Hunger so stark sei, zudem wäre ihm langweilig und – der Klassiker – es sei einfach nicht müde. Die Uhr vorm Park draußen zeigte 1.45 Uhr.

Taumelnd wanke ich mit ihm ins Kinderzimmer, bespreche Lautstärke vs. Schlaf anderer, sowie meine akute Kochunlust.
Noch mehr Tränen, mehr Empörung.
Einen Joghurt später frage ich, ob es nicht doch mit ins Bett kommen möchte.
Kurz darauf kuschelt sich der lange Kerl an mich, freut sich über die Wärme und sagt: „Danke Mami, dass du mich ins Bett gebracht hast.“

Wieder was gelernt.
Wir beide.

Und nun gehabt euch wohl.

…müde…

noch 5 stunden.
dann geht der igel ins bett. (und ich mit ihm)
keine ahnung wie ich die zeit bis dahin rumkriegen soll.
meist jammere ich ja rum, weil ich ihn zu selten sehe, aber heute will ich einfach nur ins bett.
aufm spielplatz ist auch tote hose, kindercafe ist mir zu laut&teuer.
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brauche jetzt ganz dringend grandiose kinder-beschäftigungs-spiel-aktivitäten während denen die erwachsenen schlafen können!
machen jetzt erstma ne „shocking“-tour innen „bier“laden,vielleicht weckt das ja die müden lebensgeister..-.-

whats next?

letzte woche erst schleppe, jetzt wurde gestern krätze „diagnostiziert“…wir sind also in dauerquarantäne.
sowohl der krätze-erprobte herr schinken als auch ich glauben das aber nicht und schmieren erstmal kein teufelszeug.
nun wasche, öle, bade ich den kerl, stelle kräuterauszüge her, wechsle wäsche im akkord und stille, stille, stille die ganze nacht das unruhige kind. achso ja und arbeiten geh ich natürlich nebenbei auch noch.
die nächte sind dauerhaft scheiße und ich zweifle mal wieder an allem und vor allem an meinen kräften und fähigkeiten.

für mich kaum auszuhalten, jetzt gerade alleine zu sein, ohne sich nachts/morgens mal abwechseln zu können, befürchtungen teilen zu können, gemeinsam zu rätseln.

wo sind all die kinder hin?

..frag ich mich.
morgens, halb fünf in deutschland: wenn ich ausm fenster gucke, ist nur im hausprojekt schräg gegenüber licht an.
wohnen die anderen kinder alle nach hinten raus?

kann doch nicht sein, dass der igel der einzige frühaufsteher im kinderreichen szene-viertel ist…

lunatic

müde.
ich weiß, davon handeln hier viele posts.
ein ewiges lamentieren und jammern.
aber es ist einfach so.
ich bin müde.
grundsätzlich.

die ersten 3-4 monate nach der geburt bin ich noch fröhlich rumgehüpft und habe laut rumposaunt, dass ich ja null müde sei und mir den schlafmangel viiiiel viel schlimmer vorgestellt habe.

tja.
kleine sünden bestraft der böse alte kerl da oben halt sofort.
hat mich 10monate später wieder arbeiten geschickt, dem igel einen dauerhaften nächtlichen 2-stunden-rhythmus aufdiktiert und meine einzige chance auf mehr schlaf hat sich dann auch noch einfach verpisst (nicht, dass die chance mich hätte länger/aus-schlafen lassen…aber nun ist halt nicht mehr mal die möglichkeit dazu vorhanden).

ja, 1.13uhr sitz ich hier und heule rum.
bis grad eben war ne freundin da, ich wollt halt auch mal was erleben.
nachdem sich mir dann schon die augen verdrehten (chai-tee, yeah!), ist sie gegangen.
morgen früh werd ichs bitter bereuen.
mich, die welt und das krakeelende kind verfluchen.
tut mir jetzt schon leid.

„Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.“

– Rita Mae Brown

oh man und schon kreischts wieder von hinten ausm off…arghs..

was geht?

seit tagen komm ich weder zum schreiben, kommentieren, recherchieren oder auch nur lesen.

der igel ist plötzlich immer bis 22.-22.30uhr wach.
die schlaue muddi knallt sich dann natürlich gleich mit ins bett, die nacht endet nämlich trotzdem spätestens 6.30uhr…freak. echt.

selbst schuld, wenn das dann mit seinem adventskalender nichts wird. tze.

bett-action!

habe ich beim klönschnack am samstag noch fast bedauert, dass der igel sich noch nie übergeben musste, kam heute mit nettem augenzwinkern des schicksals endlich mal die gelegenheit zum bettwäsche-wechsel im eiltempo.
heute mittag hatte er schonmal beim völlig erschrockenen herrn vater alles wieder von sich gegeben, vorhin dann bei mir.
armer kerl, da musste ich beinah ein wenig mitweinen, weil er mir so leid tat.
das anschließende reinigungsprocedere kann sich wohl jedes magen-darm-erprobtes elternteil denken…

was bleibt: ein bisschen angst vor der nacht und ein dezenter kotzegeruch unterm kopfkissen.

yeah!

heut nacht ne stunde länger schlafen, suuuuper!
den dummen spruch musste ich machen.
jetzt sind eltern einfach noch früher wach als andere menschen und fragen sich, was sie 4.30uhr mit einem quietschfidelen kind anfangen sollen.

was dagegen wirklich kuhl ist – jesper juul kommt noch berlin.
am 13.11. 20.00 ins babylon.
i’ll be there.
wehe, ihr schnappt mir jetzt alle karten weg!

das ende naht?

oder vielleicht auch nicht.

zumindest nervt mich diese nächtliche stillerei.
ich bin morgens meist einfach echt müde und fühle mich kaum erholt.
2-3mal stillen pro nacht fände ich ja noch ok, das würde immerhin ungestörte schlafphasen von 2-3-4 stunden bedeuten.

momentan wird der igel aber circa 4-5mal wach, tendenziell viel mehr (und viel länger).

inzwischen muss er ganz schön quengeln, bis ich ihn wahrnehme.
dann suche ich erstmal das kind im bett (2,3m yeah!) und muss mich dann noch orientieren, wo bei ihm oben und unten ist.
ich bin nicht richtig wach, aber so richtig schlafen ist das auch nicht.
dann während des stillens dieses rumgefummel, abdocken, kreischen, andocken…wach sein, reden, kurz rumkrabbeln, kreischen, stillen, fummeln…irgendwann muss ich aufs klo, davon wacht er wieder auf, will mit.
anschließend stillen, fummeln…
dann lieg ich wach und finde nicht mehr in den schlaf.

wenn ich frei habe und mittagsschlaf mit ihm machen kann, ist das ja echter luxus und ich genieße es wahnsinnig, nochmal mit ihm ins kuschlige bett zu krabbeln und dann wegzudösen.
leider arbeite ich derzeit 6,5 von 7 tagen, meist fällt das also weg.

neulich war er von 2.00-4.00uhr wach.
er ist einfach 2 stunden tuuuuut-tuuuuut-machend auf seinem laufrad („audo“) durch die wohnung gecruist, hat weintrauben gefuttert und wollte bücher lesen.
ich saß mega schlecht gelaunt, frierend, fluchend rum und habe überlegt, ob ich nicht einfach auch aufm wohnzimmerboden schlafen könnte.
freak.

solche nächte werden natürlich auch ohne stillen vorkommen, aber dann habe ich vielleicht nicht so ein angesammeltes großes („riesen“ verkneife ich mir mal jetzt) schlafdefizit und bin insgesamt fitter.

andererseits wüßte ich dann gar nicht, wann er überhaupt noch stillen könnte.
ich seh ihn ja meist morgens nur bis neun und abends erst wieder ab fünf, da bleibt kaum zeit.
da er ein wirklich leidenschaftlicher stiller ist, möchte ich ihm das jedoch auch nicht ganz nehmen.

hmmm…..
zu anderen sage ich immer: frau wird erst dann richtig konsequent was ändern, wenn sie wirklich keinen bock mehr hat.
bis dahin: keep calm and expecto patronum.
ich wette, nachts um 4.00uhr erscheint der auch mir mal.