alles oder nichts

tjaja, das leben.

im urlaub waren wir (mit kühen, luft und zeit).
plätzchen gebacken haben wir, gefühlte 10 bleche (vegan, gf, sojafrei usw usf..trotzdem lecker).
die steuererklärung hockt mir im nacken (2012 natürlich), der übliche bürokram sowieso.

und irgendwie vergingen so die tage.

bisschen was passiert im kopf ist auch:
am ersten nach-urlaublichen arbeitstag stand für mich fest, dass es „so“ nicht weiter gehen kann.
ab oktober nächsten jahres möchte ich gern studieren. mir ist auch fast egal was..(nein, nicht wirklich, aber ich habe breitgefächerte interessen). meine geldsorgen, betreuungsnöte und was da noch so auftaucht, werde ich dann klären, sonst mache ich es ja nie. erstmal anfangen. wenn das alles so klappt, wie gehofft, steht damit auch ein umzug in eine andere stadt bevor, damit verbunden kitawechsel, pipapo. irgendwie kann ichs kaum erwarten und gleichzeitig gruselts mich. vor allem ein eventueller kita-wechsel geht mir sehr ans herz, aber wir werden sehen, wie ich das alles organisieren kann.

der igel quatscht mir inzwischen ein ohr ab, singt mit viel hingabe (bis vor nem monat war er in der hinsicht ausschließlich konsument) seine lieblingslieder und ich überlege, meine gitarre mal wieder neu zu besaiten, damit wir ein bisschen housemusic machen können.
außerdem war er krank und daher viel mit mir zuhause, ich habs genossen und den haushalt mal ein wenig in schuss gebracht. (betonung liegt auf dem „wenig“, is klar..)

die tatsache, dass weihnachten in genau zwei wochen ist, ich bis dahin noch ne ganze menge basteln muss, diese fucking steuer fertig machen, dringend rechnungen schreiben und meine papiere ordnen (zwei bäckerkisten uah), stresst mich etwas.
nicht so sehr, dass ich nicht mal wieder nen blog-eintrag verfassen würde…;)
aber morgen fang ich an!

in diesem sinne: bis bald!

wo komm ich her, wo geh ich hin…

…und wieviel zeit werd ich noch haben?
(wer möchte summt jetzt die ärzte (auuuuuus berlin) mit)

ja, so siehts hier aus.
ich stöbere nach klöster-unterkünften, lese hildegard-bücher und recherchiere zu paddy kelly.
leider kann frau als nonne kein kind mitnehmen.
an gott glauben müsste ich dafür auch noch.
fällt also erstmal weg.

nächste option:
studium.
nur was?
soziale arbeit, öko-agrarmanagement oder medizin (never!)?
reinkommen müsste ich dank gefühlten 100 wartesemestern in fast alles.
was bringts mir?
weniger stress und mehr geld?
schaffe ich das momentan überhaupt?
will ich das wirklich?

oder:
noch ein kind.
fänd ich ja momentan am besten.
ist nur leider auch am unwahrscheinlichsten.
am nähesten komme ich derzeit noch meinem 50jährigen nachbarn beim pakete abholen.
neulich stand werner dabei sogar im schlüppi vor mir, hot! hot! hot!

auf ne neue frisur hab ich keinen bock.
zum wohnung umräumen fehlt mir die zeit.
geh ich halt zum fünften mal…hab ja noch die linke hand 😉

mein beruf ist nicht meine berufung

tja, schön dumm, wenn frau das irgendwann feststellt.

ganz ehrlich: ich werde darin wohl nicht alt werden.
wobei es ja einer der wenigen berufe ist, in denen frau mit steigendem alter an ansehen gewinnt.
(mehr geld gibts dafür natürlich trotzdem nicht.)

mein problem ist wohl hauptsächlich, dass ich selber noch zu tief drinne stecke.

mir blutet das herz, wenn ich beim hausbesuch erlebe, wie ein kind seelenruhig komplett fertig angezogen wird, während es sich dabei die seele aus dem leib schreit.
wenn eltern ihre zwei wochen alte tochter „zicke“ nennen, die gerne mal rumbockt.
wenn ein vater in 8 wochen noch kein einziges mal sein kind gewickelt hat.
wenn die bauchschmerzen mit medikamenten behandelt werden, denn das kind bleibt nicht ruhig liegen, schläft mit 4 wochen immer noch nicht alleine ein und das können ja dann nur bauchschmerzen sein.
wenn schon in der schwangerschaft immer wieder der satz fällt: „ich will mich ja nicht zur sklavin meines kindes machen lassen.“
wenn die frau den kompletten haushalt schmeißt und der mann währenddessen anmerkt, dass sie sich ja ruhig mal mehr bewegen könnte, sie hätte ja immer noch nicht ihre alte figur zurück.
wenn ich um 23.00uhr eine sms bekomme:“ er schläft nicht, liegt nur da und guckt. was können wir tun?“
wenn ich so oft das gleiche in ungläubige gesichter erzähle, dass ich schon nicht mehr weiß, bei wem ich es nun gesagt habe.

es fällt mir manchmal wirklich schwer, das auszuhalten.
und manchmal fällt es mir dann schwer, gut zu betreuen.
genau darin liegt jedoch meine aufgabe.