24. April 2014

selbstbestimmt

4 tage ohne kind.
das war lang.
und irgendwie auch interessant: gefühlte 10 jahre ist es her, dass ich nur mich und die arbeit hatte.
morgens aufstehen, duschen, essen, zeug zusammensuchen, arbeiten, nach hause kommen, essen, irgendwas in der wohnung tun, schlafen.
ich bin tatsächlich sehr erholt, die wohnung sieht tiptop aus und ich habe einiges geschafft. (dummerweise nicht wirklich viel, da ich wetterbedingt jeden abend kopfschmerzen hatte und spätestens 21.30uhr im bett lag.)

auch emotional ist son leben ohne kind ja irgendwie ausgeglichener, kein rummeckern, angst haben, warten, antreiben, ausflippen, aufpassen, …
alles passiert im eigenen rhythmus, ich esse, wenn ich hunger habe, kann vorher ganz in ruhe etwas zubereiten. gehe ins bett, wenn ich müde bin, stehe auf und kann direkt einfach auf toilette gehen, ohne diskussionen darüber zu führen.
wenn ich länger arbeiten muss – who cares? einfach nochn hausbesuch dranhängen, ganz locker, kein problem.
grandios wäre es gewesen, hätte ich auch mal einen tag frei gehabt oder zumindest nicht soviel gearbeitet.
das wär was gewesen, einfach nur rumtrudeln, whoey!
nunja, das kommt wieder.
so in 10-15jahren.

aber (ihr habts alle geahnt, es muss jetzt einfach kommen, schließlich ist dies ein mama-blog!):
ich kanns kaum erwarten den kerl morgen wieder in die arme zu schließen und mir nen fetten knutscher abzuholen.
und ihn dann unter bitten, betteln, schimpfen, verzweifeln ins auto locken, auf der heimfahrt kinder-cds in endlosschleife hören und wahlweise getränke/snacks/??? nach hinten reichen (fahrtzeit circa 5 minuten), ein nass-klebrig-verkrümeltes kind notdürftig per taschentuch-und-spucke-methode reinigen, da es so keine sekunde länger existieren kann, beim überqueren der straße diskussionen zu führen, ob er denn einfach alleine rüber rennen darf, an der haustür meine fast-platzende blase ignorieren, während das kind noch steinchen sammelt, 15kg die treppen hochzuschleppen, mit zusammengekniffenen beinen warten, bis der kerl den versuch die tür alleine aufzuschließen dann doch aufgibt, aufs klo zu stürzen und dann gaaaaaaaaanz entspannt pinkeln, während das kind kreischend vor mir steht, weil es doch bitte zuerst ausgezogen werden wollte.
hachja. :)

10. April 2014

we proudly present…

ok, gewonnen hat: liebesleben.
war jaaaaaaanz weit vorne.

also, was gibt es dazu zu sagen?
mein liebesleben.
ähm ja..
nicht vorhanden.

traurig, aber wahr.

ich bin deshalb auch tatsächlich recht häufig traurig.
in absoluten depri-phasen fühle ich mich komplett verlassen von der welt, einsam im alltagstrott vor mich hin wurstelnd, no-future und so…
es geht mir nicht in erster linie ums körperliche, sondern auch um austausch/kontakt/da-sein/ausheulen-können/gemeinsamkeiten/uswusf.
das fehlt.
ich fühle mich momentan in keinerlei hinsicht mehr als frau, nur noch als irgendeine art von mutter.
klaro, mami (so nennt er mich, wuuuah!) für den igel, bin ich nach wie vor gern.
beim arbeiten: zuhören, trösten, erklären, unterstützen, helfen…nicht direkt mütterlich, aber irgendwie dann doch wieder.

ich fühle mich attraktiv wie ein überquellender mülleimer, zugestopft mit scheiß, den keiner mehr haben will. stinkig.
niemand geht näher ran als unbedingt nötig.
reste der vergangenheit kleben an mir und wollen sich nicht lösen.

mit dem igel dinge zu erleben fetzt.
aber er ist halt erst drei.
ich tröste den igel gern, wirklich.
aber ich möchte auch mal getröstet werden.
ich koche und esse gern mit dem igel.
aber die konversationen sind doch häufig etwas bemüht.
ich habe wie immer große reisepläne.
aber allein mit kind traue ich mir die nicht zu und es wäre mir wohl auch zu langweilig.
ich hab tatsächlich noch viel vor im leben, dazu gehören nach wie vor kinder.
aber ja, alleine machen kann ich mir die nicht und alleine haben will ich sie auch nicht.

ich weiß auch das mit dem zuerst-sich-selbst-lieben und son kram….bla.
ich lieb mich aber nicht, punkt.
bleib ich jetzt für immer allein?

aussichtslos.

(und ja, ein bisschen hiervon ist auch teil des wintertief-posts.)

9. April 2014

piep

ja, wir leben noch.

irgendwann gibts hoffentlich mal wieder was zu lesen.
die standby-schaltung vom hirn an den laptop fehlt halt noch..

um die stimmung etwas aufzuheizen, was wollt ihr lieber lesen?
mögliche themen:

1. kita
2. liebesleben
3. wintertief
4. alltagsfetzen
5. …?

ganz demokratisch entscheide ich dann am ende nach auszählung aller stimmen despotisch wonach mir grad so ist.

bis dahin herzen, sterne, gf-brezeln an euch alle da draußen! <3

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28. Dezember 2013

fail

weihnachten überstanden – juhu!
das schwesterherz und meine wenigkeit hatten natürlich einen ausgeklügelten menüplan zusammengestellt, damit sowohl das kind als auch ich mitschlemmen durften.
es gab donauwelle, goulasch und obstsalat.
alles natürlich bio, vegan, gf, sf und was-weiß-ich-noch-frei.
war auch echt superlecker und hat ausnahmsweise mal gar nicht “komisch” geschmeckt.

schade nur, dass der igel den kompletten zweiten feiertag durchgekotzt hat (im rund-um-strahl, es war wirklich alles voll: er, ich, das sofa, der teppich, die wand,..) und erst gegen abend 3 kartoffeln zu sich nehmen konnte.
schön wars, dies im kreise der familie erleben zu dürfen, so dass ich einfach nur mit ihm in einer ecke hocken und trösten konnte, während die anderen alles geputzt und (uns) gewaschen haben.
der geist der weihnacht!
nur der geruch war nicht so ganz festlich.

23. Dezember 2013

big, big love

yep.
i’m in love.

with these guys:

sämtliche studienpläne sind vorerst auf eis gelegt, ich packe grad koffer für kanada.
dann das kind schnappen und der älteste groupie der welt werden.
wünscht mir glück!

in der realen welt verlebe ich momentan die ersten 50 stunden (!) ohne igel.
50 1/2h, wenn sie sich verspäten.
der kerl verbringt weihnachten nämlich bei der väterlichen familie.
das abendliche telefonat vorhin endete in tränen, beiderseits.
geplant war das nicht, also wo er weihnachten verbringt schon, aber die nacht davor sollte er eigentlich ganz normal bei mir schlafen.
da ich nun mal wieder mit meinem stresspegel weit überm limit bin, jede nacht 2-4h wach liege, morgens dann trotzdem 1-2h vor dem friedlich schnorchelnden kind aufwache und tagsüber durch gefühlte dauer-krankes-kind-bespaßung nichts auf die reihe bekommen habe, war dieser zusätzliche freie abend bitter nötig.
zum basteln (ich haaaasse es!), papierkram erledigen.
gebastelt habe ich, um den papierkram drücke ich mich wie üblich.
ich brauch nen arschtreter, sonst mach ich echt nix.
bleibt nur die flucht nach kanada.

während meiner nächtlichen wachphasen habe ich nicht nur mental unzählige blogeinträge verfasst, die wohnung umgeräumt, die tage umstrukturiert, mein leben neu sortiert, sondern auch lange hin – und her überlegt, diese lange mutter-kind-abstinenz direkt zum abstillen zu benutzen.
es ist nämlich so, dass ich echt keinen bock mehr habe.
der igel ist natürlich nach wie vor großer fan.
aber ich bin müde. so müde.
jede nacht 3-4mal von “dutzeln mama, schmatz schmatz” geweckt werden – uarghs. (wenns gut läuft, in schlechten nächten selbstverständlich wesentlich häufiger.)
besonders unschön, wenn frau danach partout nicht mehr einschlafen kann.
auch die tatsache, dass ich inzwischen nach dem mittagseinschlafstillen nicht mehr aufstehen kann, sondern der kerl die gesamte zeit meine brust im mund haben muss, nervt. gewaltig.
beim papa schläft er durch.
woanders legt er sich mittags hin, pennt nachn paar minuten und muss nach 1,5-2h geweckt werden.

letztendlich kneif ich mal wieder.
wie immer im leben: den weg des geringsten widerstandes wählen.
außerdem fand ich dann heute beim morgendlichen dutzeln die vorstellung doch abstrus, dass dies das letzte mal sein sollte.

so, jetzt klick ich mich noch mal ganz kurz ne runde durch facebook, dann kommt der papierkram.
ganz bestimmt.

euch allen da draußen friedliche, entspannte feiertage mit lieben menschen um euch herum und kommt gut ins neue jahr!

12. Dezember 2013

das beste vom besten

meine lieblingssuchbegriffe, die zum krähenmutter-blog geführt haben:

“hässliche balkonkästen” – frechheit.
“zu ikea mit schreibaby” – nein. tu es nicht. was erwartest du als resultat? wenn du es doch tust, heul mir bitte beim nächsten wochenbettbesuch nicht die ohren voll.
“visitenkarten zum stillen” – hat jede brust ihre eigene?
“ich kann nichts dafür. wenn meine mutter einen apfel isst, macht sie diese geräusche, da läuft es mir eiskalt den rücken runter… und ich möchte sie am liebsten umbringen” – ja. ja. jaaaaaaaaaaaaaaa.
“businesplan als wurstverkäufer” – gibt es tatsächlich die berufsbezeichnung “wurstverkäufer”?
“bescheuerte tanz” – macht spaß!
“eule naht” – ducken!
“sexistische kackscheisse bedeutung” – hä?
“traurig guckende smilis” – alle wissen, warum sie traurig gucken…
“fast so süss wie icke” – ich bin noch hundertmal süßer als du!
“wut und frust als mutter” – wie kommt mensch da bitte auf meinen blog?
“plazenta wurm” – uäh. was soll das sein???
“rückbildung lieder” – geile idee, ab sofort singen wir durch unseren beckenboden und begleiten ihn klatschend mit den schamlippen.
“baby reisst augen auf beim trinken” – defekt, bitte umtauschen.
“basteln nudeln tomatensoße” – ich nenne es “kochen”, aber ok..
“muss ich vomdurchschlafen nur träumen” – ja. da du aber nicht bis zur traumphase kommst, bleibt dir auch das verwehrt.
“ich möchte einen baum pflanzen” – just do it!
“dicker schwitzender mann” – erwischt!
“wie mach ich schmorkohl” – kohl schneiden, in pfanne anbraten, wasser dazu, gar werden lassen, würzen, fertig.
“nullten geburtstag” – was soll das sein?
“hebamme hungertod” – …:(
“gutschein putzen” – nehm ick!
“wo bekomme ich damenbinden” – frag doch mal im baumarkt nach..
“baby bauchnabel nach großmutter art” – also man nehme eine zwiebel, drei pfund mehl und paniere dann..
“hässlicher igel” – iiiih, guck dich mal an!
“baby weint und pupst ganz viel zahnen” – wieder: bitte umtauschen.
“ich finde krabbelgruppen furchtbar” – geht mir genauso.
“was haben wir nur falsch gemacht” – :)
“abends zahnschmerzen morgens weg” – sie werden am abend wieder kommen, geh zum arzt!
“verdammter mist” – aber echt ma!
“abnehmen durch süßigkeitenverzicht” – halte ich für ein gerücht.
“cortison bei impetigo” – nix da, ne gescheite antibiose muss her.
“revolution geburtsmedizin” – i’m still waiting..
“wo ist der sommer?” – gute frage.
“wie lang dauern die los wochos” – und? rausgefunden?
“unpädagogisch” – in der richtung gibt es hier nix zu lesen.
“einfache rechenaufgabe” – wie führt das zu meinem blog? ich hasse zahlen!

solltet ihr euch hier wieder erkennen – bitte schreibt einen kommentar mit der eigentlichen antwort auf euren suchbegriff, das fänd ich spannend!

11. Dezember 2013

janz wie früha

…ach und was beinahe unter den tisch gefallen wäre: ich hatte prominenz zu besuch!
HIER!

natürlich sollte ich das völlig kuhl hinnehmen, wie jeden anderen kommentar auch, kocht auch nur mit wasser und so… aber ich kann einfach nicht:
HAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAALLOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO LOOOOOOOOOOOOOOOOORIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII! *kreisch*

11. Dezember 2013

alles oder nichts

tjaja, das leben.

im urlaub waren wir (mit kühen, luft und zeit).
plätzchen gebacken haben wir, gefühlte 10 bleche (vegan, gf, sojafrei usw usf..trotzdem lecker).
die steuererklärung hockt mir im nacken (2012 natürlich), der übliche bürokram sowieso.

und irgendwie vergingen so die tage.

bisschen was passiert im kopf ist auch:
am ersten nach-urlaublichen arbeitstag stand für mich fest, dass es “so” nicht weiter gehen kann.
ab oktober nächsten jahres möchte ich gern studieren. mir ist auch fast egal was..(nein, nicht wirklich, aber ich habe breitgefächerte interessen). meine geldsorgen, betreuungsnöte und was da noch so auftaucht, werde ich dann klären, sonst mache ich es ja nie. erstmal anfangen. wenn das alles so klappt, wie gehofft, steht damit auch ein umzug in eine andere stadt bevor, damit verbunden kitawechsel, pipapo. irgendwie kann ichs kaum erwarten und gleichzeitig gruselts mich. vor allem ein eventueller kita-wechsel geht mir sehr ans herz, aber wir werden sehen, wie ich das alles organisieren kann.

der igel quatscht mir inzwischen ein ohr ab, singt mit viel hingabe (bis vor nem monat war er in der hinsicht ausschließlich konsument) seine lieblingslieder und ich überlege, meine gitarre mal wieder neu zu besaiten, damit wir ein bisschen housemusic machen können.
außerdem war er krank und daher viel mit mir zuhause, ich habs genossen und den haushalt mal ein wenig in schuss gebracht. (betonung liegt auf dem “wenig”, is klar..)

die tatsache, dass weihnachten in genau zwei wochen ist, ich bis dahin noch ne ganze menge basteln muss, diese fucking steuer fertig machen, dringend rechnungen schreiben und meine papiere ordnen (zwei bäckerkisten uah), stresst mich etwas.
nicht so sehr, dass ich nicht mal wieder nen blog-eintrag verfassen würde…;)
aber morgen fang ich an!

in diesem sinne: bis bald!

10. Oktober 2013

dauerwelle

ich bin ja gerne mal bisschen politisch unkorrekt, wie sehr, wurde mir nun von herrn schinken aufgezeigt.
und das kam so:

wir diskutierten über die kita, schulwahl usw..(ja, tatsächlich stehen wir in meiner wunsch-(und seiner hass-)schule auf der liste.)
er möchte nicht, dass sein kind in jene schule ginge, u.a. wegen der rassistischen und faschistischen lieder, welche so auch jetzt bereits in der kita gesungen würden.
das würde er demnächst auch mal bei den erziehern ansprechen, damit die da mal drüber nachdenken.
nuuuuun *trommelwirbel* wächst sicherlich die spannung, was für ne asoziale nazi-kita wir uns da ausgesucht haben, oder?
hier daher die beanstandeten lieder:

1. “schneemann, schneemann, lieber mann…” weil: es heißt schneeMENSCH. (er hat tatsächlich bei einem elternabend gefordert, das umzudichten.)
2. “jeder mensch hat beine…” weil: das stimmt nicht.
3. “grün, grün, grün sind alle meine kleider…” weil: das direkt irgendwie impliziert, dass alle diese berufe ergreifen müssten und arbeit so wichtig sei…oder so. so richtig hab ich das nicht verstanden.

außerdem möchte herr schinken nicht, dass sein kind in der kita “polizei” spielt.
und zu pistolen solle doch bitte wasserschießer gesagt werden.
demnächst, wenn die probleme mit dem schwerst verhaltensauffälligen kind geklärt sind, möchte er das ansprechen.

und mein kopf singt:

1. Oktober 2013

d’oh!

meine unerhörte blogstatistik hat mich auf die suche gehen lassen – was war da gestern los?
die liebe cloudette ist nido-blog-der-woche!
herzlichen glückwunsch! <3

mich hat sie tatsächlich auch erwähnt: "Gerne lese ich bei der Krähenmutter, die ab und zu mit ihrer inneren Monstermama kämpft und sehr sympathische Alltagsgeschichten schreibt."
danke dafür!

prompt heute habe ich wieder nen monster-mama-artikel veröffentlicht.
biberkacke!
damit lassen sich ja nun wirklich keine neuen leserinnen beeindrucken..

und sicher fragen sich jetzt so einige: "und die will noch kinder? kommt ja mit einem schon nicht klar…"

ja. will ich. unbedingt.
weil es sonst echt wunderwunderschön ist und ich die beste zeit meines lebens mit dem igel habe.

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