mein lieblingsthema (das letzte mal. wirklich.zumindest für heute.)

es gibt ihn nicht.
keinen einzigen aufstrich im laden, der NICHT soja, apfel, karotte oder sonstwas für schlimme sachen enthält.
verrückt.
eagl, wie oft ich vor den regalen rumscharwenzel, die gläser drehe und wende..

zum glück ist der igel nach wie vor the biggest avocado-fan alive und verputzt jeden morgen erstmal eine als nacktschnecke vom tisch schlabbernd zum naschen und dann noch drei reiswaffeln mit grüner pampe drauf auf dem weg zur kita.
inzwischen bin sogar ich auf den geschmack gekommen und find die etwas gewürzt richtig lecker.

ich weiß, aufstrich lässt sich auch selber machen.
wir verbrauchen aber nur mikromengen und das ist so gut wie unmöglich zu produzieren.
sowieso find ichs verdammt schwer, für 1,5 personen zu kochen.
wobei die eine person einen appetit schwankend zwischen 0 bis 3 holzfällern haben kann.
generelle regel: es muss IMMER was auf dem teller bleiben.
sobald ich nämlich tatsächlich im begriff bin den letzten rest aufzuessen (nachdem ich vorher mindestens 10 mal gefragt habe: „kind, bist du satt? möchtest du noch was essen?“), kommt er angeflitzt, schaufelt es sich wie ein irrer rein und will noch mehr.
das führt dazu, dass jeden abend ein halb volles tellerchen essen stehen bleibt, da ich es nicht wage, dieses anzurühren.
meine größte angst: dass das kind verhungert.
könnte schnell passieren, wir haben ja hier in deutschland kaum genug…alles geld wird ja für andere länder gespendet.

was esst ihr morgens zum frühstück?
frühstücken eure kinder immer, bevor ihr das haus verlasst?

„mama, schönes gibts heut?“

so langsam hab ichs echt drauf mit dem veganen, getreide-soja-nuss-alles-mögliche-andere-frei-kochen!
mit mehr zeit hätte ich sicher noch viel verrücktere rohkosttorten, gemüsespirellilasagnen und teig-ersatz-unterlagen ausprobiert!
so sehr mich dieses eingeschränkt-sein nervt, so sehr freu ich mich über wohlschmeckende neue kreationen, die unseren speisezettel erweitern.besonders wenn der igel tatsächlich beim mampfen ein „hmmm lecker!“ von sich gibt.

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fragen über fragen

ist diese loretta stern mit dieser loretta stern (btw tolle homepage find ich! aber frau sollte irgendwann den ton ausmachen, immer irgendwelche geräusche im hintergrund wirken irritierend.) identisch?
ich vermute mal ja…kommissarin krähenmutter hat recherchiert und es spricht einiges dafür.
die wohnorte der autorinnen, das alter der tochter…jaja.

wie auch immer:
lieber verlag,
schenk mir das buch.
ich wills lesen.
und wenns mir gefällt: i’ll spread the word in my beikostkurse! i promise!
dit englische von de gill rapley kooft doch hier im osten eh keene…(ja, im september erscheints auf deutsch. aber kommende woche hab ich den nächsten kurs und es ist mir zu doof immer nur ungefähre buchtitel in den raum werfen zu können…)

quelle: weltbild.de

bedürfnisorientiert war mal…

essen war mir eigentlich nie so sonderlich wichtig.
ich hätte mir auch ne sonde legen und mich dadurch ernähren können.
dachte ich.
wie so oft: was mensch an irgendetwas hatte, merkt er/sie meist erst, wenns fehlt.

seit unserer turbo-diät bin ich echt essensgeil.
ich hab kaum noch andere gesprächsthemen, suche rezepte, schleiche um kochbücher herum.
natürlich nicht zuviel, sonst überkommt es mich.

gestern musste ich arbeitstechnisch nen kuchen backen.
ah.
ging nur abends, weil unmöglich mit kleinkind, das nix davon essen darf und spätestens bei den äpfeln kollabiert wäre.
ganz ganz heimlich musste ich mir am schluss 3 streusel in den mund stecken.
der geruch hat mich schlichtweg irre gemacht.
und dann heute waren wir umgeben von kuchen.
alles voll, überall leute mit papptellern, schmauswnd, genießend.
ne eismaschine gabs auch. und waffeln.
der igel ist echt mein persönlicher hero: hat zwar nach „kuchä?“ gefragt, aber dann brav seine lecker-schmecker-„reifwaffl“ gefuttert, der gute.

und immer wieder, wenn wir vor der grauen pampe hocken, denke ich an die vielen milliarden menschen die tagein, tagaus sowas essen.
schon immer.
und froh sind, wenn sie sowas überhaupt essen können.
die letzten jahrtausende (wie lange gibts die menschheit schon? *hust hust*) war das auch in unseren breitengraden normal.
morgens irgend ein brei: getreide mit wasser. zum aufpimpen vlt noch kräuter rein.
mittags auch.
und abends sowieso.

ab.artig.

unsere bisherigen versuche etwas neues einzuführen, scheiterten kläglich.
der igel hats mit großer (!) begeisterung gegessen und sah dann am nächsten morgen aus wie nach nem anaphylaktischen schock.
super sache.
ich habe wirklich angst, dass unsere nahrungsmittelauswahl auch in zukunft noch lange eingeschränkt bleiben wird.
das macht mir echt zu schaffen, ich habe das gefühl, ein großes stück lebensqualität und unbeschwertheit verloren zu haben.

…biberkacke..

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..fail again.
leider kann ich die nun auch nicht draußen wachsen lassen.
es überfordert mich augenscheinlich 2x am tag die keime zu waschen. wie in aller welt habe ich die letzten zwei jahre das kind durchgebracht?!?

(das muster am fenster ist deko!)

los wochos – was geht?

meine begeisterung hält sich noch in grenzen, es fällt mir ehrlich gesagt so schwer wie nie zuvor.

unterwegs vegan was essen, eine auswahl:
– trockenobst
– reiswaffeln
– reiswaffeln mit geschmack
– tortillachips
– trocken brötchen
– sesamriegel
– hirsebällchen
– salzstangen
– bananen
– schokosojadrink (macht auch satt)

…alter!
das geht echt nicht.
ich wollte doch nicht ernsthaft fasten!
bisher hatte ich zwei heulende zusammenbrüche, weil ich bis 18.00uhr noch nichts anderes als oben genanntes zu mir genommen hatte. satt sein ist bei mir recht essentiell, sonst gibts schlechte laune vom feinsten.

nun schmier ich mir jeden morgen stullen.
weil ich die bisschen mehr deluxe haben will, ists (vollkorn-)toastbrot.
damit komme ich ganz gut hin.

was esst ihr so unterwegs?

wie unpädagogisch bin ich eigentlich???

da bei babykram&kinderkacke ja auch regelmäßig die neuesten (un?-)pädagogischen auswüchse präsentiert werden, mach ich das jetzt auch mal.

tja, wo fang ich an..?
heute abend habe ich den igel das erste mal ganz bewußt schreien lassen.
auweia.
und das kam so:

18.00 nach hause kommen, der tag war lang, das essen spärlich.
also schnell 2 stullen schmieren, etwas obst für den igel schnippeln.
den igel in seinen stuhl setzen, er steht sofort wieder auf und will raus.
ich schimpfe ein bisschen, a la „dann haste halt pech gehabt, ich will jetzt schnell was essen usw..“, setze ihn auf den boden.
der igel will auf meinen schoß und stillen.
an sich bin ich im simultan stillen-und-essen ja durchaus geübt, aber heute abend hab ich keinen bock auf gekrümt dasitzen und jeden bissen heimlich in den mund schmuggeln.
ich will einfach in ruhe essen.

resultat: das kind windet sich völlig hysterisch kreischend auf, unter, an mir, alles ist voll mit sabber, rotze, tränen.
ich bleibe konsequent im brust verweigern und stopfe mir meine stulle schnellstmöglich in den mund während ich gleichzeitig darauf acht gebe, dass das verzweifelte kind nicht von meinem schoß fällt.
anschließend gehts zum stillen ins bett und da liegt er nun auch, fix+fertig.

und nun?
war das mal wieder eine völlig überflüssige demonstration elterlicher allmacht?
eigentlich bemühe ich mich ja, so etwas zu unterlassen.
oder ists gerechtfertigt meinen hunger über sein bedürfnis nach nähe und trost zu stellen?
wenn ich das jetzt so schwarz auf weiß vor mir sehe, natürlich nicht.
trotzdem war es in dem moment für mich wichtig, was zu essen, meine laune wäre sonst sehr schnell in den keller gerauscht. (frauen und hunger…)

habe ich nun den frauenverachtenden axtmörder produziert?
ich geh jetzt weiter „in liebe wachsen“ von carlos gonzalez lesen.

liebenswerte macken…

…haben wir wohl alle.
aber auch einige weniger sympathische eigenheiten.
heute muss ich mir mal luft machen, was mich abend um abend (zur abendbrotszeit) belastet:

ich HASSE essgeräusche.
schon die kleinsten können mich wirklich wahnsinnig machen.
knabbern, knurpsen, schlürfen, chaaaaap-machen, schmatzen, schlucken, schlingen, gluckern, ja sogar atmen (!) lässt mich explodieren.
nun isst herr schinken nicht gerade leise, nicht gerade appetitlich, schnell und einfach ääääh.
da ich oftmals noch mit dem igel zugange bin uund daher nicht essen kann, fängt er schon an zu futtern, während ich hungrig und genervt danebenliege. (ja, wir essen im bett. weils da am besten schmeckt.)
ganz schlechte kombi.
ich halte mir dann die ohren zu, gucke krampfhaft an die wand und hoffe nur, dass es bald vorbei ist. (das ist doch krank!)
jedes noch so kleine geräusch, was dann doch zu mir durchdringt, wird ähnlich wie mückensirren oder wassertropfen immer lauter und lauter und lauter…
bis ich irgendwann auf 180 ausm zimmer renne, mich ins bad setze und versuche wieder runterzukommen.
neuerdings setze ich mir die ohrenschützer vom igel auf, dass ist super, dann hab ich nebenbei wenigstens noch die hände frei.

leider geht mir das bei fast allen menschen so, irgendeine eigenheit hat ja schließlich fast jede/r..
meine oma kaut zu laut, mein stiefvater schnieft, meine mutter isst permanent während des telefonierens, die freundin spreizt so eklig die finger ab, der freund isst ständig ausm topf (und macht den inhalt damit für mich ungenießbar)… – soweit die normalen.
die abartigen muss ich wohl gar nicht erst aufzählen, bei denen fällt zum beispiel soviel aus dem mund, da würden ganze völker von satt werden.
oder notorische essensklauer, fremdglas-trinker, alles-für-alle-und-zwar-von-einem-teller-esser.
baaaaah.

ich habe ständig angst vorm hungertod, fühle mich also durch schlingende, überall kostende mitesser extremst bedrängt. (typische situation: alle kosten mal das vegetarische. bis es alle ist. dann essen sie halt ihr fleisch weiter.)
benutztes geschirr finde ich ziemlich eklig, der abartigkeitsfaktor steigt proportional zur unbeliebtheit der benutzenden person.
ich trinke mit niemandem aus einem glas, teile weder teller, schüsseln, noch besteck.

leider wird das ganze mitm alter auch nicht besser, eher von tag zu tag schlimmer. je nach eigener verfassung kann ichs gut tolerieren oder halt gar nicht und muss raus gehen.
meine schwester hat das auch so extrem, es muss also ein kindheitstrauma vorliegen.

wie soll das nur mitm igel werden?
sein angesabbertes zeug werde ich mir wohl auch nicht in den mund stecken und ob ich mit ihm aus einer flasche trinken kann, entscheidet wohl erst das kurz bevorstehende verdursten.
ich selber esse übrigens weder sonderlich manierlich, noch leise, nur extrem langsam.

eine äußerst belastende angewohnheit.
kennt das noch wer?

donnerstagsfrage #1

können bratkartoffeln über nacht schlecht werden?

ich sage: ja!
schon beim ersten bissen entdeckte ich einen unangenehmen beigeschmack, aß aber mutig (weil abartig hungrig) weiter.
nach dem halben teller hab ich aufgegeben.
resultat: ich hab nen geschmack von schimmel im mund und bin immer noch hungrig.
hat sich ja mal wieder richtig gelohnt!

achja: ich habe heute den ganzen tag igel-frei!
wahnsinn, bin schon seit 2 tagen am überlegen, was ich nun alles anstelle.
zuerst wischen und dann wäsche aufhängen?
oder doch andersrum?
NEIIIIIIIIN!
ich geh jetzt nämlich gleich ins second-hand-kaufhaus shoppen, war ich ewig nicht mehr, weil immer kind oder hunde im schlepptau.
und dann näh ich noch ne runde.
und lese nen bisschen in „muttergefühle“ weiter.
ja ok und dann wisch ich und häng wäsche auf.
aber erstma: tschüssili! dingdongdä! ciao!

immer wieder montags

bah – ich bin ja nun wirklich kein feinschmecker, aber diese tortellini schmecken teilweise nach hundefutter (so wie ichs mir halt vorstelle)…bah.

es ist ma wieder zeit für zusammenhangslose aufzählungen:

1.
heut morgen war ich feddisch.
echt feddisch.
nach 1 std durchheulen, hab ich dann alles gepackt und bin mitm igel losmarschiert, alles abgeklappert, hauptsache unterwegs sein.
war ewig im baumarkt und hab mich zwecks wohnungsumgestaltung inspirieren lassen.
schade nur, dass das nix wird, denn dafür bräuchte ich ja zeit…und an der mangelts gerade.

2.
gestern.
schön mit meiner schwester cupcakes gefrühstückt – endlich!
hatte ich schon ewig vor.
und, was soll ich sagen?
geilomat!
hatten: the king, rasperry und black&white.

und da gibts die

3.
aufm flohmarkt hab ichn küchenbuffett für siebzsch euro gesehen, konnten wir nur leider nicht transportieren.
hmpf.
anschließend sind herr schinken+igel losgezogen, damit ich zeit hab, kostenkalkulationen und son gedöns zu machen.
naja war grad 10 min zuhause, da beginnts zu regnen wie bekloppt, kind nur im kurzarm-body unterwegs, also schnappt sich muddi nen schirm und rennt los.
als ich bei meinen männern ankomme, wirds grade weniger mitm regen und außerdem sind die beiden unter ner styroporplatte besser aufgehoben als unter meinen mini-schirm.
tja, hatte ich ja ma wieder richtig viel zeit.
dementsprechend verlief die weitere abendgestaltung eher feucht-unschön.

4.
eigentlich wollte ich mir morgen nochn anderes küchenbuffett angucken gehen.
leider hat der typ gerade abgesagt, schade, schade.

5.
hatte gerade ernsthaft überlegt, ne mutter-kind-kur zu beantragen…
aber eigtl muss nur ma herr schinken etwas härter ran, tztztz.
überlege, ob ich zu piensig bin?
wie halten andere mütter das aus?
ich krieche echt aufm zahnfleisch und bin absolut ungenießbar.
hm.

wie auch immer: ich stopf mir erstma weiter tortellinis a la cane rein!