10. April 2015

Körperwelten. Jetzt mit Haut drüber. In echt.

Ein eeeewiges Thema.
Das hier find ich ziemlich beeindruckend.
Und ich frage mich, woran die Unterschiede wohl liegen mögen..?

Ich kann mich nicht erinnern, jemals (Großes Wort. Sagen wir einfach ab der Pubertät.) ein positives Bild von meinem Körper gehabt zu haben.
Ich fand mich immer zu fett.
Wurde zwar nur “die Dicke” genannt, aber in meinen Augen war ich unsäglich fett.
Das finde ich auch jetzt noch häufig, obwohl ich etliche Kilo leichter bin.
Mein morgendlicher Gang auf die Waage bestimmt so gewaltig meine Laune für den Tag, dass es mehr als gruselig ist. (Schon der morgendliche Gang ist nicht immer drin. Wenn ich den Tag/die Tage davor “böse” gegessen habe, fällt der aus. Weil ich mich nicht traue und Angst vor den Zahlen habe.)
Wieviele Diäten ich in meinem Leben begonnen/durchgezogen habe, kann ich beim besten Willen nicht sagen.
Soviel ist klar: mein Stoffwechsel ist im Arsch.
“Normal” essen ist nicht.
Am liebsten hätte ich eine Sonde, die mich ernährt, dann müsste ich mir keine Gedanken mehr machen.
Kein Einteilen mehr in “gut”, “geht so” und “böse”.
An schlimmen Tagen habe ich das Gfeühl gar nichts essen zu können, weil alles böse ist, mit Fett, Kohlenhydraten, mehr Kalorien als ein halbes Glas Wasser.
Meine bloße (abartige) Existenz war mir etliche Jahre peinlich, schon Einkaufen hat mich puterrot werden lassen, weil ich andere Menschen mit mir und meinem Körper konfrontiert habe. (Nein, ich war nie nackt einkaufen.)
Auch jetzt schäme ich mich manchmal noch für mein Da-sein.
Aber es ist selten geworden.
Mein Körper war nie mein Feind, er war abstrakt, abgespalten, nicht zurechnungsfähig, fremd.
Dementsprechend verzerrt war und ist mein Selbstbild.
Ich muss mich an Zahlen lang hangeln, seien es sichtbar gewordene Kilos auf der Waage, durchgehaltene Diät-Tage oder die Anzahl der über den Tag verspeisten Mahlzeiten (geteilt durch die guten/bösen Lebensmittel) um einschätzen zu können, wie er wohl eventuell aussehen könnte.
Auch das ist relativ.
Die Arme sind immer zu Fledermausartig, der Bauch zu rollig, die Oberschenkel zu breit, der Hintern zu hängend.
Egal, was die Waage sagt.
Während einer Therapie sollte ich ein paar Mal skizzieren, was mir an meinem Körper gut gefällt.
Meine Füße fand ich gut.
Der Rest (Augenbrauen, Handgelenke) war gelogen, um nicht ganz so erbärmlich zu wirken.
Inzwischen mag ich meine Handgelenke aber wirklich.
Meistens jedenfalls.
Leider sind meine Finger zu fett.
Passen damit dann wenigstens zum Rest des Körpers.

Und nun?
Tatsächlich habe ich trotzdem momentan das beste Körpergefühl meines Lebens.
Einerseits sind die Zahlen recht gnädig, andererseits gibt mir ein Kind auch ein wenig eine Ausrede für meinen Schwabbelbauch und die Hängebrüste. (Blablabla, tut es nicht und sonstwas fürn Arsch. Für mich tut es das.)
Und nun kommt das irrste: ich habe tatsächlich die ersten Male im Leben gesagt bekommen, dass ich schön bin, mein Körper begehrenswert ist (ich wähle mal ein alltagstaugliches Wort), sich gut anfühlt.
Was das für einen riesen Unterschied macht, hätte ich nie gedacht.
Danke dafür, von ganzem Herzen, auch, wenns vielleicht gelogen war.
Nicht danke an meine Familie, die mir so etwas nie gesagt hat, mich eher mit Diät-Tipps, mahnenden oder “witzigen” Sprüchen versorgt hat und es immer noch tut.

Was ich damit sagen will?
Keine Ahnung.
Wird die Sucht nach diesem Hochgefühl des Hungerns jemals wieder verschwinden?
Unwahrscheinlich.
Körperlichkeit ist nicht einfach.
Zumindest nicht für mich.
Ich bin in diesem Zusammenhang saufroh, einen Sohn zu haben, bei einer Tochter hätte ich viel mehr Angst ihr Körperbild unabsichtlich zu verkacken.
Ihm sage ich so oft es geht, wie unglaublich schön er ist.
Aus vollem Herzen.

(Und wer jetzt mit Diät-/Sporttipps kommen will: bitte Maul halten. Ernsthaft.)

 

 

Hier noch ein Text der Mädchenmannschaft zum Thema.

7. April 2015

Aus gegebenem Anlass…

Eine Rückschau meiner 30-before-30-Liste.

Zuerst: was hatte ich Schiss, Bauchgrummeln, Angst eine Höllenpanik vor diesem Event. Die meisten meiner Geburtstage verliefen eher deprimierend (Echt jetzt. Mit Heulen und so. Fast jedes Jahr.) und nun so eine große, gewaltige Zahl, vor der ich mich bereits mit 15 gefürchtet habe..
Aber, was soll ich sagen: es war super.
Verreist mit einer Freundin ins Venedig des Nordens, hatte ich an genau dem Abend ein sehr entspanntes, nettes Date und konnte so quasi zwischen den pittoresken Häusern der Stockholmer Altstadt in die 30 reinknutschen.
Mach ich jetzt jedes Jahr so.
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Alla hopp, los gehts:

#1 eine neue fremdsprache lernen (zb schwedisch)
–> Hab ich nicht. 
Dafür mein Englisch dank Tinder aufgepimpt.
Kann ich mit leben. ;)

#2 ein großes erdbeerbeet anlegen
–> Nope. Schade.

#3 vier fortbildungen machen
–> Mehr als erledigt.

#4 mich gesünder ernähren
–> Naja, phasenweise..aber im Großen und Ganzen stimmt das schon.

#5 eine tattowierung für den igel machen
–> Nope. Kann aber noch warten.

#6 mindestens 3 monate vegan leben
–> 2 Jahre jetzt, yeah!

#7 arbeiten gehen
–> Been there, done that, war kacke.
Jetzt mach ich was besseres.

#8 mehr ordnung halten
–> Wurde sogar schon mehrmals lobend von meiner Mutter erwähnt.

#9 cupcakes backen
–> Hab ich gemacht. War jetzt nicht so erfüllend.
(Wie hat es dieser Punkt jemals in meine Liste geschafft???)

#10 umziehen
–> Meeeeeh….schlechtes Thema.

#11 mehr basteln
–> Hm, definiere “mehr”. Keine Ahnung ehrlich gesagt. Aber wäre mir jetzt auch nicht mehr so wichtig..

#12 weniger konsumieren
–> Naja, ich arbeite dran. Wenig Geld zu haben hilft da irgendwie.

#13 bewusster konsumieren
–> Mach ich. Meistens.

#14 ein zweites kind bekommen
–> Gaaaaaanz, ganz schlechtes Thema. Das nagt an mir. Mächtig gewaltig.

#15 eine spieluhr für den igel nähen
–> Joa, guckt er mitm Arsch nicht an.

#16 eine näh-ecke bauen
–> Hatte ich. Hab sie vor zwei Monaten wieder abgebaut, da Staubfänger und Platz-Wegnehmer.

#17 meinen bastel-kram ordnen
–> Pffffff…eher nicht so.

#18 studieren
–> Check.

#19 herrn schinken eine gehorsame gattin sein
–> Haha, ja, ähm nein.
Ich bin wohl eher die ewig meckernde Stimme im Hintergrund geworden.
Passt.

#20 geduldiger werden
–> Hmmm…phasenweise. Je nach aktueller Grundstimmung. Momentan bin ich ganz gut.

#21 europa (zumindest kurz) verlassen
–> Nope. Vermutlich aber dann diesen Sommer.
Wo wir gerade dabei sind: kann mir jemand Geld schenken? So 1000€ würden schon reichen.

#22 einen neuen vater für meine 10 kinder finden
–>…(Ich arbeite dran. Wie verrückt.)

#23 eine neue fertigkeit erlernen (zb spinnen, weben, seife machen,..)
–> Waschmittel selber machen. Nicht sehr kunstfertig, aber hey.
Außerdem glutenfrei Backen (wüäh), kochen, leben.

#24 weniger besitzen
–> Nee, das hat ganz sicher nicht geklappt.

#25 3 monate auszeit machen und reisen
–> Nope. Weiter recht akut auf der Liste.

#26 eine puppe für den igel nähen
–> Nope. Auch momentan nicht sonderlich präsent, da er mit seinen Puppen kaum spielt.

#27 im sommer mit dem igel einfach mal losfahren
–> Erledigt.
Mehr als ein Mal.
Anstrengend, aber sauschön.

#28 disziplinierter ämterkram erledigen
–> Hahahahaha.
Was war ich da naiv!

#29 …
–> Genau das.

Und nun? 40 before 40?
Das halte ich dann doch für etwas zu weit geplant…
Trotzdem gibts bestimmt nochmal eine wanna-do-Liste.

4. März 2015

Stöckchen im Popöchen

(Ja, ich kanns nicht lassen.
Kurz vor der 30 (*nervenzehrende Horrormusik im Hintergrund*) muss ich nochmal zum infantilen Rundumschlag ausholen.
Egal.)

Zwei Blogstöckchen habe ich während der letzten Wochen bekommen, eines von Cloudette, eines von der Wortmutter.

Ich ackere mich heute mal durch die Fragen von Cloudette, weil sie mir zumindest auf den ersten Blick hin als nicht sooo umfangreich erscheinen.
Schaun mer ma.

Warum hast du angefangen, zu bloggen?
Stunde um Stunde mit nuckelndem Kind an der Brust im Dunklen zu liegen wurde mir irgendwann zu langweilig. Also habe ich begonnen, anderer Leute Blogs zu lesen und dann wollte ich irgendwann auch mal was zum Großen und Ganzen sagen. Joa. Und das waren dann meine ersten Geh-Versuche.
Süß, wa?

Wie kamst du auf deinen Blognamen?
Klaro, irgendwie über den Begriff “Rabenmutter”.
Aber auch, weil mich folgender Spruch berührt hat:
“Als sie gebeten wurde, ihr Wertvollstes zu bringen, brachte die Krähe ihr Kücken.”

Bist du spontan oder überlegst du lange an deinen Blogthemen rum?
Spontan. Also klar, manchmal dauerts auch 2-3 Tage (Oder ein Jahr, ähäm.) bis ich es schaffe, etwas zu schreiben, länger behalte ich jedoch selten etwas im Kopf beziehungsweise es verliert für mich dann an Aktualität weil ich es schon genügend gedanklich umhergewälzt habe.
Zeitweise hatte ich überlegt, mir so ein Blog-Tagebuch anzulegen um Ideen, Texte und Anregungen zu sammeln. Mach ich bestimmt auch irgendwann mal. Im nächsten Leben oder so.

Bist du pseudonym oder mit Klarnamen unterwegs und warum?
Da ich stellenweise einiges über meinen Beruf gebloggt habe (zum Beispiel hier und da), war es für mich wichtig anonym bleiben zu können. Außerdem spielt da sicher auch meine links-radikale-alternative Paranoia etwas mit herein, so mit Handy im Kühlschrank oder nur per Zettelchen kommunizieren und so.
Anfangs habe ich auch darauf geachtet meinen Wohnort nicht zu nennen, das erschien mir aber auf die Dauer als nicht sinnvoll, da es schon ein paar Berlin-spezifische Themen gibt, die mich in meinem Leben bewegen.

Gibt es Dinge, über die du niemals bloggen würdest?
Darüber möchte ich jetzt nicht sprechen.
Muha.
Ansonsten: Autos. Technik. Schuhe. Lippenstift. (Nagellack würde ich hingegen nicht ausschließen.)
Darüber, dass ich in diesem Augenblick gerade Schokocreme mit nem Messer aus dem Glas esse (“Naschen” kann ich das leider nicht mehr nennen.) würde ich natürlich auch niemals bloggen.
Nein im Ernst, sehr intime Details erzähle ich nicht, genaue Daten, Fotos vom Kind oder ähnliches gibt es nicht zu sehen (Vgl.: Krähenmutter: Links-radikale-alternative Paranoia, 2015, Werwilldasschonlesen-Verlagsgruppe, Berlin).
Was nicht heißt, dass ich mir das bei anderen nicht überaus gern anschaue.

Wie wichtig sind dir Zugriffe/Statistik, Likes, Kommentare?
Ich behaupte mal, das ist so ziemlich allen öffentlich bloggenden Menschen in irgendeiner Art und Weise wichtig.
Habe ich mich Anfangs schon über 5 Zugriffe pro Tag wie ne Schneekönigin gefreut, ging es dann 2013 rasch aufwärts. Aber wie heißt es nochmal: dann, aufhören, wenns am schönsten ist, ne? Irgendwie hat mich dann quasi auf meinem persönlichen Zenit so ein bisschen die Lust verlassen. Mal schauen, wie sich das die nächsten Monate weiter verhält.
Über Kommentare freue ich mich immer, auch, wenn sie mir manchmal etwas verloren gehen, weil ich sie mir nur kurz aufm Handy anschaue..also immer her damit!

Hast du Erfahrungen mit Trolls gemacht?
Nö.
Nicht ernsthaft.
Die haben alle Angst vor mir. :)

Welche Themen interessieren dich an anderen Blogs?
Das ist sehr unterschiedlich. Ich lese mich durchaus gern durch Koch- Backblogs, DIY-Projekte interessieren mich auch, ebenso ab und zu Kosmetikthemen oder natürlich auch Kinder-/Hebammenthemen.
Von Leuten die ich persönlich kenne, lese ich eigentlich so ziemlich jedes Thema gern.

Was muss ein Text haben, damit du ihn zu Ende liest?
So blöd es klingt: er darf nicht zu lang sein.
Würde ich im realen Leben niemals ein Buch unter 300 Seiten Umfang in die Hand nehmen, liegt bei mir im Internet tatsächlich der Fokus auf einer gewissen Kürze.
Außerdem sollte er einer gewissen grammatikalischen Logik folgen und ab einer gewissen (Tipp-?)Fehler-Anzahl höre ich auch auf zu lesen.
Bilder find ich ja immer schön. (Und nehme mir schon lange vor, diese mehr in meine Beiträge einzubinden. Jetzts stehts hier ganz öffentlich schwarz auf weiß: ab sofort mehr Bilder in meinem Blog!)

Bei wie vielen Blogs liest du so ungefähr mit? Ändert sich deine Leseliste über die Zeit?
Momentan bei wirklich wenigen, also hauptsächlich nur die, die auch in meiner Facebook-Timeline auftauchen, wenn sie einen neuen Artikel veröffentlicht haben (so rund 5 Blogs).
Meine Blogroll gehört auf jeden Fall mal wieder aktualisiert, ein weiteres Projekt für die kommenden Wochen.

Hast du dich schon mal persönlich mit anderen Blogger*innen getroffen?
Jo, vor gut 1,5 Jahren hab ich mich mit ein paar anderen Bloggerinnen getroffen.
Außerdem bisher schon zwei Mal mit der lieben (und schwischwuschwangeren!) Unsichtbaren, trotz einiger Distanz zwischen uns.
Die Wortmutter sehe ich trotz quasi nicht vorhandener Distanz leider abartig selten, Asche auf meine Haupt.

Was ist für dich das Schönste am Bloggen?
Ganz eigennützig: Dampf ablassen. Dinge schreiben, die einfach mal geschrieben werden müssen.
Und es dann einige Zeit später beim erneuten Lesen Revue passieren zu lassen.

So, das war jetzt doch recht viel.
Und nun schleuder ich das Stöckchen mit all meiner Kraft so weit ich kann (Achtung an alle hinter mir stehenden!) an:
Wortventil
Unsichtbares
Alsmenschverkleidet
Aufzehenspitzen
Babykram&Kinderkacke
Catzenkind (Als Wiederauferweckungsmaßnahme!)

Viel Spaß die Damen! ;)

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2. Februar 2015

Platt, platter, icke.

Lebt denn die alte Krähenmutter noch, Krähenmutter noch, Krähenmutter noch?
Lebt denn der alte Krähenmutter noch, Krähenmutter noch?
Ja, sie lebt noch, sie lebt noch, sie lebt noch.
Ja, sie lebt noch, sie lebt noch, stirbt nicht.
(Nie, würd ich glatt behaupten.)

Ja, also ähm, ich lebe tatsächlich noch.
Anders, besser, größer, schöner, neuer, attraktiver, noch weißer, mit Perlglanz und neuem Geschmack.
Auf jeden Fall jetzt mit Groß- und Kleinschreibung. (Irgendwann vor ein paar Wochen beschloß ich, diesbezüglich erwachsen zu werden.)

Das letzte halbe Jahr war gut, das beste seit öhmmm so circa 2-3 Jahren.
Mehr dazu später.
Oder vielleicht auch nicht.
Je nachdem, wie sich mein weiteres Zeitmanagement so gestaltet. (Ganz ehrlich, ich sehe diesbezüglich dunkelgrau.)
Soviel sei gesagt, die letzten Monate beinhalteten Veränderungen, UnWissen, neue Freundschaften, Mensa-Essen, Reisen, Schweineohren, wenig Schlaf, reichlich Cider, viele Stunden im Zug und jetzt haltet euch fest: Sex. Jawoll. (Jup, es ist traurig, dass das hier erwähnt werden muss, aber hey, ich habe jahrelang mit einem “kein Sex” – Tag gebloggt. Also bitte Gratulationen und Highfives in den Kommentaren hinterlassen.)

Uff jehts ihr Lieben!

Einmal Liebe auf diesem Wege über den Kiez-Äquator zur lieben Bloggerin vom Wortventil (http://wortventil.uphero.com/wordpress/ …warum gehts Verlinken hier immer noch nicht?) die mich angestupst und motiviert hat.

Und wem jetzt nach Party zumute ist, dem sei das hier ans Herz gelegt:

4. Juni 2014

lasset die spiele beginnen

nun isses soweit: wenn der igel und ich uns zoffen, heißts mit zitternder unterlippe: “ich will zu paaaaaapiiiiiiiiiiiiiii!!!!!”
umgedreht genauso.

dann kanns ja nicht mehr lange dauern, bis “aaaaaber bei papi darf ich das immer!” kommt. ;)

(und ja, son bisschen wurmt mich das ja schon, bisher war einfach immer ich unangefochtene nummer eins…)

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2. Mai 2014

und es gibt sie doch!

glaub ich zumindest!
stillkaries.
die existiert laut diverser quellen ja nicht.
http://www.stillen.it/media/b57599dd-3ee9-4007-91f0-c8149d9c76ad/muttermilch-und-fruehkindliche-karies.pdf
http://www.tk.de/tk/vorsorge-bei-kindern/zahngesunde-ernaehrung/stillen/24482
http://windelfrei.blog.de/2010/01/29/stillkaries-mythen-fakten-prophylaxe-7901066/
(sorry, irgendwie funktioniert das verlinken hier gerade nicht..)

aaaaber: dass muttermilch die zähne nicht umspült stimmt schonmal nicht.
nach dem stillen ist immer ein feuchter fleck auf dem laken und manchmal sehe ich auch noch milchreste im geöffneten mund.

der igel hat karies.
die oberen vier schneidezähne sind von hinten betroffen.
und ich bins auch.
mir gings einen tag echt schlecht mit der diagnose, jetzt bin ich froh, dass endlich “was gemacht” wird.
wir sollen jetzt abends mit fluoridierter zahnpasta putzen, am besten elektrisch.
stillen nachts beenden.
und in vier wochen sollen auf zwei zähne irgendeine art von kronen rauf (der eine ist mal durch einen stock abgebrochen und war daher wohl leichte beute und hat den anderen mit angesteckt.)

trotzdem tut es mir unendlich leid.
der kerl ist 3,5jahre alt und bekommt kronen?
wtf???
wir putzen seit dem ersten zahn, geben wenig zucker, haben nach bestem wissen und gewissen gehandelt und nun das.
unsere vererbte zahnsubstanz ist sicher nicht die beste grottenschlecht, wir putzen auch keine drei minuten und der kleine kerl schläft häufig mit offenem mund.

am meisten ängstigt mich, dass ich das ganze nicht wirklich einschätzen kann.
also ist fluorid wirklich nötig? (bisher haben wirs bewusst vermieden.)
ist diese kronen-behandlung wirklich das richtige?
die erste nacht ohne stillen ging erstaunlich problemlos von statten.
ansonsten große ratlosigkeit..

erfahrungen, meinungen und ähnliches sind äußerst willkommen!

24. April 2014

selbstbestimmt

4 tage ohne kind.
das war lang.
und irgendwie auch interessant: gefühlte 10 jahre ist es her, dass ich nur mich und die arbeit hatte.
morgens aufstehen, duschen, essen, zeug zusammensuchen, arbeiten, nach hause kommen, essen, irgendwas in der wohnung tun, schlafen.
ich bin tatsächlich sehr erholt, die wohnung sieht tiptop aus und ich habe einiges geschafft. (dummerweise nicht wirklich viel, da ich wetterbedingt jeden abend kopfschmerzen hatte und spätestens 21.30uhr im bett lag.)

auch emotional ist son leben ohne kind ja irgendwie ausgeglichener, kein rummeckern, angst haben, warten, antreiben, ausflippen, aufpassen, …
alles passiert im eigenen rhythmus, ich esse, wenn ich hunger habe, kann vorher ganz in ruhe etwas zubereiten. gehe ins bett, wenn ich müde bin, stehe auf und kann direkt einfach auf toilette gehen, ohne diskussionen darüber zu führen.
wenn ich länger arbeiten muss – who cares? einfach nochn hausbesuch dranhängen, ganz locker, kein problem.
grandios wäre es gewesen, hätte ich auch mal einen tag frei gehabt oder zumindest nicht soviel gearbeitet.
das wär was gewesen, einfach nur rumtrudeln, whoey!
nunja, das kommt wieder.
so in 10-15jahren.

aber (ihr habts alle geahnt, es muss jetzt einfach kommen, schließlich ist dies ein mama-blog!):
ich kanns kaum erwarten den kerl morgen wieder in die arme zu schließen und mir nen fetten knutscher abzuholen.
und ihn dann unter bitten, betteln, schimpfen, verzweifeln ins auto locken, auf der heimfahrt kinder-cds in endlosschleife hören und wahlweise getränke/snacks/??? nach hinten reichen (fahrtzeit circa 5 minuten), ein nass-klebrig-verkrümeltes kind notdürftig per taschentuch-und-spucke-methode reinigen, da es so keine sekunde länger existieren kann, beim überqueren der straße diskussionen zu führen, ob er denn einfach alleine rüber rennen darf, an der haustür meine fast-platzende blase ignorieren, während das kind noch steinchen sammelt, 15kg die treppen hochzuschleppen, mit zusammengekniffenen beinen warten, bis der kerl den versuch die tür alleine aufzuschließen dann doch aufgibt, aufs klo zu stürzen und dann gaaaaaaaaanz entspannt pinkeln, während das kind kreischend vor mir steht, weil es doch bitte zuerst ausgezogen werden wollte.
hachja. :)

10. April 2014

we proudly present…

ok, gewonnen hat: liebesleben.
war jaaaaaaanz weit vorne.

also, was gibt es dazu zu sagen?
mein liebesleben.
ähm ja..
nicht vorhanden.

traurig, aber wahr.

ich bin deshalb auch tatsächlich recht häufig traurig.
in absoluten depri-phasen fühle ich mich komplett verlassen von der welt, einsam im alltagstrott vor mich hin wurstelnd, no-future und so…
es geht mir nicht in erster linie ums körperliche, sondern auch um austausch/kontakt/da-sein/ausheulen-können/gemeinsamkeiten/uswusf.
das fehlt.
ich fühle mich momentan in keinerlei hinsicht mehr als frau, nur noch als irgendeine art von mutter.
klaro, mami (so nennt er mich, wuuuah!) für den igel, bin ich nach wie vor gern.
beim arbeiten: zuhören, trösten, erklären, unterstützen, helfen…nicht direkt mütterlich, aber irgendwie dann doch wieder.

ich fühle mich attraktiv wie ein überquellender mülleimer, zugestopft mit scheiß, den keiner mehr haben will. stinkig.
niemand geht näher ran als unbedingt nötig.
reste der vergangenheit kleben an mir und wollen sich nicht lösen.

mit dem igel dinge zu erleben fetzt.
aber er ist halt erst drei.
ich tröste den igel gern, wirklich.
aber ich möchte auch mal getröstet werden.
ich koche und esse gern mit dem igel.
aber die konversationen sind doch häufig etwas bemüht.
ich habe wie immer große reisepläne.
aber allein mit kind traue ich mir die nicht zu und es wäre mir wohl auch zu langweilig.
ich hab tatsächlich noch viel vor im leben, dazu gehören nach wie vor kinder.
aber ja, alleine machen kann ich mir die nicht und alleine haben will ich sie auch nicht.

ich weiß auch das mit dem zuerst-sich-selbst-lieben und son kram….bla.
ich lieb mich aber nicht, punkt.
bleib ich jetzt für immer allein?

aussichtslos.

(und ja, ein bisschen hiervon ist auch teil des wintertief-posts.)

9. April 2014

piep

ja, wir leben noch.

irgendwann gibts hoffentlich mal wieder was zu lesen.
die standby-schaltung vom hirn an den laptop fehlt halt noch..

um die stimmung etwas aufzuheizen, was wollt ihr lieber lesen?
mögliche themen:

1. kita
2. liebesleben
3. wintertief
4. alltagsfetzen
5. …?

ganz demokratisch entscheide ich dann am ende nach auszählung aller stimmen despotisch wonach mir grad so ist.

bis dahin herzen, sterne, gf-brezeln an euch alle da draußen! <3

Schlagwörter: , ,
28. Dezember 2013

fail

weihnachten überstanden – juhu!
das schwesterherz und meine wenigkeit hatten natürlich einen ausgeklügelten menüplan zusammengestellt, damit sowohl das kind als auch ich mitschlemmen durften.
es gab donauwelle, goulasch und obstsalat.
alles natürlich bio, vegan, gf, sf und was-weiß-ich-noch-frei.
war auch echt superlecker und hat ausnahmsweise mal gar nicht “komisch” geschmeckt.

schade nur, dass der igel den kompletten zweiten feiertag durchgekotzt hat (im rund-um-strahl, es war wirklich alles voll: er, ich, das sofa, der teppich, die wand,..) und erst gegen abend 3 kartoffeln zu sich nehmen konnte.
schön wars, dies im kreise der familie erleben zu dürfen, so dass ich einfach nur mit ihm in einer ecke hocken und trösten konnte, während die anderen alles geputzt und (uns) gewaschen haben.
der geist der weihnacht!
nur der geruch war nicht so ganz festlich.

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