dienstag – das wochenende naht mit großen schritten!

zumindest fühlt es sich für mich so an, denn ich habe dann frei, frei, frei, frei, frei!
folgende projekte sind in planung:

– mit dem igel irgendeine art von „kuuuuchä“ backen, er wünscht sich das grad mehrmals täglich. (oder hat er immer wieder flashbacks seiner letzten diesbezüglichen traumata?)
– salbe machen für des kindleins zerstörtes gesicht (anders kann mans inzwischen echt nicht mehr nennen): http://naturkosmetik-selbstgemacht.de/rezepte/grundrezept-milch-und-honig-creme.htm, oder muttermilch und sheabutter aufschlagen, mal schauen…hat das eine von euch schonmal versucht?
– meine steuererklärung zumindest mal anfangen (das schreib ich hier nur so auf. ich hab bis mai zeit. ich wäre ja wahnsinnig, wenn ich das nicht bis zum letzten april-wochenende ziehen würde.)
– rechnungen schreiben (s.o., hab grad wieder geld, brauch mich also erst drum kümmern, wenns aufm konto wieder ins minus geht.)
– den igel ne nacht zum papa ausquartieren und mich voll laufen lassen mal etwas quality time für mich haben
– mittagsschlaf machen
– neue blumen kaufen nachdem mir die hälfte der letzten fuhre übers wochenende im auto erfroren ist
– das übliche im haushalt: aufräumen, abwaschen, wäsche, saugen, wischen…
– evtl nach nem neuen geschirrspüler gucken, mein jetztiger macht statt sauber dreckig und das wirft mich in meinen bemühungen als (be)herrscherin des chaos weiiiit weit zurück
– rumgammeln

yippieyippieyeah

meine freien abende sind nicht gerade reichlich gesät, wenns gut läuft, gibts einen pro monat, wenn was dazwischen kommt, halt auch mal nicht..

dementsprechend hoch sind natürlich die erwartungen meinerseits an diesen abend.
es muss einfach knallen.
wer wind sät, will sturm ernten.
denn: der sonntag (ich kann immer nur samstags) ist verloren, ich muss ausschlafen, auskatern und leiden.
frau ist halt auch nicht mehr 18.
dazu kommt eine kaum zu bändigende sehnsucht nach dem kinde, so, dass ich ihn sonntags auch schnellstmöglich wieder bei mir haben will. (was dann nicht immer ganz einfach ist, ob meines desolaten zustandes.)
der allgemeine wochenenderholungseffekt ist natürlich nicht nur bei null, sondern bei ungefähr minus acht komma fünf (skala von -10 bis 10). zeit für regeneration bleibt frühestens eventuell hoffentlich vielleicht wenn alles klappt am folgenden wochenende.
heißt: viel kräftemäßiger einsatz für so einen abend.

neulich war ich mit der schwester weg und es war einfach nicht los.
so rein gar nichts.
meine laune wurde immer schlechter, denn: es MUSS sich doch lohnen!
wenn ich bis 3.-4.00 durch die gegend latsche, bisschen cider süffel und dann am nächsten tag völlig platt bin für nix und wieder nix, hat sich so ein abend halt nicht gelohnt.
dann grummel ich in mich heinein, dass ich lieber zu hause geblieben wäre und bürokram erledigt hätte, der sitzt ja auch ständig im nacken und wäre dann wenigstens mal weg halbiert.
keine leichten vorraussetzungen, i know.

früher war es wurst, ob nun der samstag-abend etwas ruhiger lief, spätestens am freitag gings wieder auffe piste.
dementsprechend lange bleibe ich dann inzwischen auch on tour, selbst, wenn eigentlich nichts mehr los ist.
frau weiß ja nie, wann sich nun das nächste mal die gelegenheit zu solch wilder feierei bieten wird.

der kommende samstag sollte sich also warm anziehen!

vornehme zurückhaltung

mal wieder ein beitrag der rubrik teenie-herzschmerz-pickel-geschichten.
etwas wirr vielleicht, da noch verkatert, aber hey, so siehts nunmal im teenie-herzen aus!

nachdem dieser herr zu einem 3-monatigem urlaub aufgebrochen ist, muss ich mich natürlich anderweitig umsehen (sonst wären wir natürlich schon big in love und so – liegt jetzt nur an der entfernung, dass dem nicht so ist, you know).

die schicksalsgöttin hat mir netterweise schon beim letzten party-abend jemanden über den weg laufen lassen, in den ich mich schon vor 6-7 jahren verguckt habe.
in unserer wilden jugend hingen wir beide jeden abend im gleichen schuppen ab, unsere hunde haben den laden auseinander genommen, während wir uns gaaaaaanz unauffällig begutachten konnten. (es war so unauffällig, dass es wirklich jede/r mitbekommen hat und mich auf den glotzenden typen aufmerksam gemacht hat. zum glück bin ich zu kuhl um auf sowas anders als mit dezenter röte und augenrollen zu reagieren.)

zu amaretto-kirschsaft-zeiten habe ich ihn sogar ein paar mal angesprochen.
wie – entzieht sich leider meiner kenntnis, aber es kann offensichtlich nicht sehr dolle gewesen sein…

so, nun zur eigentlichen geschichte:
vor nem monat haben wir uns nun „wiedergesehen“.
(ich war seit jahren mal wieder in diesem schuppen und plötzlich stand er da – groooooße augen auf beiden seiten und schnelle flucht in entgegengesetzte richtungen. später kann mann/frau ja mal ganz zufällig hintereinander herschleichen.)

gestern wieder.
und der mutige kerl hat mich sogar angetanzt.
hallelujah.
ich dumme nuss ignoriere sowas natürlich gekonnt – meine schwester und eine freundin vor mir tanzend, kann ich unmöglich auf so etwas eingehen.
u.n.m.ö.g.l.i.c.h. (auch wenn die beiden mich immer wieder netterweise darauf hingewiesen haben, dass er ständig glotzt und hinter/neben mir rumhängt.)
so vergingen die stunden.
gucken – weggucken.
spannannend, ei no.

früher am morgen ist meine schwester dann gegangen.
ab jetzt bin ich eine beschissene freundin: ich wollte nur endlich „allein“ sein, um vielleicht doch mal ein „hey, bist du öfters hier?“ rauszuquetschen, aber meine andere begleitung ist permanent um mich herumscharwenzelt, wollte immer dahin, wo ER nicht war und war mir in dem moment irgendwie lästig. gemein, fies, egoistsich, triebgesteuert und so, ich weiß. aber es ist einfach anstrengend, wenn frau ständig neue ausreden erfinden muss, weshalb sie jetzt gerne im keller beim minimal (das ist doch echt keine musik!) rumstehen möchte und nicht vor die tür gehen kann.
im wahren leben kann ich sowas unmöglich mit jemandem besprechen, viel zu peinlich. (daher muss der blog dafür herhalten..)
in gegenwart von freunden/bekannten ists mir leider auch nicht möglich, jemanden anzusprechen. (quasi noch unmöglicher als sonst.)

ende der geschichte: freundin+ich sind gemeinsam gegangen.
ich hatte tatsächlich noch kurzzeitig überlegt, ob ich nochmal umdrehe und wieder reingehe.
aber:
1. es war 7.30uhr und echt kalt. wer weiß, wann das nächste mal jemand die tür geöffnet und mich reingelassen hätte.
2. ähm ja. selbst wenn ich drin gewesen wäre…ich hätte ja immer noch nicht gewusst, was ich sagen/tun soll. ihn zu minimal an“tanzen“? dazu war ich definitiv zu nüchtern.
3. ich steh nicht drauf, wenn leute total druff sind. und das war zu dem zeitpunkt vmtl jede/r außer mir.

naja, vielleicht haben wir ja bei meinem nächsten party-abend in nem monat nochma ne chance.
bis dahin brauche ich allerdings ne strategie.
oder ne flasche amaretto-kirsch.

hier für alle interessierten ein ausschnitt meiner choreographie des gestrigen abends:




(mal wieder der beweis: (halb)nackte männer sehen irgendwie lächerlich aus.)

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen
das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.

(Wilhelm Busch)

der igel hats einfach verpennt. komplett.
0.00uhr bin ich kurz aufgewacht und konnte auch erstmal wieder nicht mehr schlafen (u.a. wegen zahnschmerzen und weil ich überlegt habe, ob ich jetzt noch schnell die bohnen einweichen soll), er lag da und schnorchelte genüßlich vor sich hin.

sonst wars auch ein echt netter abend, mit dem schwesterherz gabs sauleckeres indisches essen, anschließend tischfeuerwerk und wunderkerzen.
der igel ist dann irgendwann ins bett gegangen, ich habe nach tapeten für meine neue traum-wohnung gegoogelt.
und irgendwie wars dann halt nur ein abend wie jeder andere, komisch..

vorsätze gibts noch nicht, bisher fehlte die zeit. (das sage ich, fürchte ich, jedes jahr.)
sonst das übliche: gesünder leben, mehr sport, weniger bla…naja, macht ja eh kein mensch 😉
vielleicht erweitere ich in den nächsten tagen ja einfach noch meine 30before30-liste.

icke inna gentrifidingsdums – mitten drinne

gestern abend war wieder muddis-party-marathon.
sollte zumindest sein.

ungalublicherweise haben wir nicht (NICHTS) gefunden, in das wir reingehen wollten bzw wo es sich gelohnt hätte, länger zu bleiben.
und das in der stadt an der spree, i know.
am lustigsten wars noch zu hause (da war auch die musik am besten).

schockierend für mich auch, wie sich der kiez in den letzten 2-3 jahren verändert hat.
weiße mäntel, hohe schuhe, touris („ähm, da hinten ist die große straße…“) an orten, wo früher jeden abend wannen an grölenenden punker-horden vorbeigefahren sind.
mein place-to-be, wo immer ALLE waren – weg.
klar, die zeit bleibt nicht stehen, weiß ich ja auch.
meine ist jedoch ein paar jahre in slow-motion verlaufen, zumindest was außerhäusliche betätigung nach 20.00uhr angeht.
daher an dieser stelle jetzt späte klagen, während der mob schon längst aufgegeben hat und weitergezogen ist.

ich war/bin echt traurig, die stadt verliert auch ihre letzten reize.
schwer stelle ich es mir auch für die bewohner linker projekte vor, deren kneipen unten im haus jetzt einfach von einem gänzlich anderen publikum frequentiert werden. in den meisten fällen genau das publikum, gegen dessen massen-aufkommen in der unmittelbaren umgebung jahrelang gekämpft wurde.

liebes landleben – schick mir jetzt endlich den reichen prinz auf seinem gaul, dann komm ick!

ich kanns noch

…und habe blut geleckt.

mutter-sein hat mich offensichtlich gestählt – ich habe so lange durchgehalten wie das letzte mal mit 18.
– ich habe so viel getanzt wie das letzte mal mit 18.
– ich hatte so viel spaß wie…ähm…ich jeden morgen mit dem igel im bett habe. öhöm.
und ich habe (bisher) nur den anflug von kopfschmerzen.

es war ein grandioser einstieg und ich würde gerne direkt heute wieder.
leider geht das nächste mal frühestens in 3 wochen, kaum auszuhalten.

auch kaum auszuhalten, die momentane leere um mich herum ohne igel.
auch die wildeste party erscheint schal im vergleich zu dem, was zuhause mit wirrem dünnen haar, vor sich hin schnorchelnd im bett liegt.
immer wieder.
völlig bedeutungslose tänze ob der gefühlten tiefe.
liebevolles streicheln des fahrradkindersitzes und ein kurzes innehalten in der tiefschwarzen nacht.
deshalb fahr ich jetzt ganz schnell mein äußeres herz holen und hoffe, dass die milch schon wieder genießbar ist.

mei mudda

ich bin raus.

hashtags?
favs?
retweets?
twitter im großen und ganzen?
und noch soviel mehr, worüber ich immer wieder stolpere…
–>wtf? (das kenn ich grad noch so..)

wurst.
jetzt geh ich saufen.
yes.


(ja, genau so seh ich heute abend auch aus!)

mein party-abend: echt gut…

…geschlafen hab ich.
und das kam so:

nach der igel-übergabe an den papa bin ich zum nächsten getränkemarkt und habe mich großzügig eingedeckt. (was und wieviel war schon den gesamten tag mein hauptthema.)
zuhause angekommen, hab ich alles von mir fallen lassen und gedacht: aaaaah, alleine, ganz alleine.
laptop an, mucke an, ab ins bad geflitzt zum duschen.
kaum die hose unten, kam ne sms: „hol ihn ab, er dreht durch.“
.
.
.
naja, bis ich dann bei herrn schinken war, hatte der igel es dann doch ins reich der träume geschafft, klitschnass und immer noch schluchzend.
es war wohl vorher echt krass, so sei er noch nie ausgerastet. mit nicht-anfassen-lassen, kreischen, nicht-aufn-arm-gehen usw..

nach einigem diskutieren habe ich mich dann entschieden dort aufm sofa zu schlafen (als backup quasi), während die beiden männer die nacht allein im großen bett verbringen sollten.
irgendwann nachts ist der igel dann aufgewacht, hat geweint und sich nicht beruhigt.
das ende vom lied: wir haben zu dritt im bett genächtigt und die nacht war echt gut, habe so ununterbrochen wie schon lange nicht mehr geschlafen.

ich war jetzt nicht mega-enttäuscht, vermutlich daher, weil mein freier abend ja noch nichtmal angefangen hatte.
herr schinken war super-pissig, weil ich ihm das kind so müde übergeben habe. (wtf? was kann ich dafür, wenn der keinen mittagsschlaf macht?!?)
der igel war heut morgen wieder gut druff.

und als schmankerl hab ich nochn „liebesbrief“ an eine andere dame im bett gefunden, dafür hat sich der aufriss gelohnt.
gab nen kurzen stich ins herz und es wurmt mich immer noch, dass herr schinken ein lotterleben führt und mein erster versuch so gründlich daneben ging.

am mittwoch probieren wir es nochmal.
diesmal aber ohne party sondern stattdessen mit arbeit, hmpf :/

hab ichs noch druff?

– das wird sich morgen abend klären, denn es wird die nacht der nächte:
ich gehe weg.
allein. (also ohne kind)
nach 20.00uhr, draußen.
mit alkohol.
und dann natürlich auch allein schlafen.

uuuuah – was bin ich uffjerecht!
undn bisschen schiss hab ich auch.

davor, dass ich mich zu schnell zu sehr abschiesse. (nach über 2 jahren völliger abstinenz kann ichs ja noch weniger einschätzen als früher.)
davor, wie ich den nächsten tag überlebe. die heftigkeit eines katers steigt ja überproportional zur anzahl der verstrichenen lebensjahre an (bei mir zumindest).
davor, dass ich den igel ganz schrecklich vermissen werde und eine filmreife szene hinlege. (so geschehen schon auf diversen festivals und konzerten, während denen ich schluchzend am boden lag weil: „der huuuuuuhuuuuuhuuuuuuhuuuuuund! ich bin eine schlechte huhuhuhuhuuuuuuundemama, weil ich ihn alleine lasse.“…ob solche gefühlsausbrüche mit kind weniger lächerlich wirken, weiß ich nicht.)
davor, dass der igel mich etwas vermissen wird, es wird immerhin die erste nacht seines lebens ohne mich. (ja, er hat seinen papa, aber der hat keine brust..)

und ein bisschen davor, dass es blöd wird.

ich werde berichten.