we proudly present…

ok, gewonnen hat: liebesleben.
war jaaaaaaanz weit vorne.

also, was gibt es dazu zu sagen?
mein liebesleben.
ähm ja..
nicht vorhanden.

traurig, aber wahr.

ich bin deshalb auch tatsächlich recht häufig traurig.
in absoluten depri-phasen fühle ich mich komplett verlassen von der welt, einsam im alltagstrott vor mich hin wurstelnd, no-future und so…
es geht mir nicht in erster linie ums körperliche, sondern auch um austausch/kontakt/da-sein/ausheulen-können/gemeinsamkeiten/uswusf.
das fehlt.
ich fühle mich momentan in keinerlei hinsicht mehr als frau, nur noch als irgendeine art von mutter.
klaro, mami (so nennt er mich, wuuuah!) für den igel, bin ich nach wie vor gern.
beim arbeiten: zuhören, trösten, erklären, unterstützen, helfen…nicht direkt mütterlich, aber irgendwie dann doch wieder.

ich fühle mich attraktiv wie ein überquellender mülleimer, zugestopft mit scheiß, den keiner mehr haben will. stinkig.
niemand geht näher ran als unbedingt nötig.
reste der vergangenheit kleben an mir und wollen sich nicht lösen.

mit dem igel dinge zu erleben fetzt.
aber er ist halt erst drei.
ich tröste den igel gern, wirklich.
aber ich möchte auch mal getröstet werden.
ich koche und esse gern mit dem igel.
aber die konversationen sind doch häufig etwas bemüht.
ich habe wie immer große reisepläne.
aber allein mit kind traue ich mir die nicht zu und es wäre mir wohl auch zu langweilig.
ich hab tatsächlich noch viel vor im leben, dazu gehören nach wie vor kinder.
aber ja, alleine machen kann ich mir die nicht und alleine haben will ich sie auch nicht.

ich weiß auch das mit dem zuerst-sich-selbst-lieben und son kram….bla.
ich lieb mich aber nicht, punkt.
bleib ich jetzt für immer allein?

aussichtslos.

(und ja, ein bisschen hiervon ist auch teil des wintertief-posts.)

love of my life

es gibt ja leute, die glauben an die eine, große liebe, andere wiederum tuns nicht.
ich verstehs nicht: wie kann mensch an sowas „glauben“?
entweder es gibt da diese eine person, mit der der rest des lebens geteilt werden soll oder halt nicht.
das ist doch keine glaubenssache?

wie auch immer: ich bin ja schon etwas länger wieder „auf männerfang“.
in meiner derzeitigen situation finde ich es gar nicht so einfach. (als obs das je gewesen wäre!)
neben 40-stunden-woche, haushalt, kind und kegel noch zeit für beginnende romatische zweisamkeit abzuknapsen scheint mir recht illusorisch.
wenn ich dieses dilemma (meist kinderlosen, studierenden, seit x jahren in festen beziehungen stehenden) freundinnen vorjammere ernte ich in der regel kommentare wie „ja, dann musste halt noch paar jahre warten, bis der igel groß genug ist.“ oder „wenn er dich wirklich liebt, wird er das verstehen!“.
hä?

ich will doch nur mal wieder jemanden haben der nett zu mir ist, mit dem ich kochen, schwimmen, weggehen kann.
der arme kerl müsste gar nicht auf mein gesamtes leben rücksicht nehmen, er soll auch nicht im familienbett schlafen und abends dem kinde die zähne putzen.
aber gerade das finde ich schwer.
mein feierabend ist ja schon recht ausgefüllt mit dem alltäglichen, ich müsste (ich wälze diese gedanken ja wirklich nur rein hypothetisch) für jedes zweier-date den igel komplett ausquartieren. das heisst für mich, ihn fast zwei tage nicht zu sehen und dann vor sehnsucht fast zu vergehen.
das tut mir schon in der vorstellung weh, gibts da tatsächlich keinen mittelweg?

bei aller unverfänglichkeit wird der wunsch nach einem zweiten kind immer drängender.
gerne vorm dritten geburtstag des dann werdenden großen bruders.
die zeugung müsste laut zyklus-app also in 19 tagen stattfinden.
macht die partnersuche nicht einfacher..;)

wohlmeinende menschen raten mir zu kontaktanzeigen oder partnerschaftswebseiten.
haha.

bett-action!

habe ich beim klönschnack am samstag noch fast bedauert, dass der igel sich noch nie übergeben musste, kam heute mit nettem augenzwinkern des schicksals endlich mal die gelegenheit zum bettwäsche-wechsel im eiltempo.
heute mittag hatte er schonmal beim völlig erschrockenen herrn vater alles wieder von sich gegeben, vorhin dann bei mir.
armer kerl, da musste ich beinah ein wenig mitweinen, weil er mir so leid tat.
das anschließende reinigungsprocedere kann sich wohl jedes magen-darm-erprobtes elternteil denken…

was bleibt: ein bisschen angst vor der nacht und ein dezenter kotzegeruch unterm kopfkissen.

wo komm ich her, wo geh ich hin…

…und wieviel zeit werd ich noch haben?
(wer möchte summt jetzt die ärzte (auuuuuus berlin) mit)

ja, so siehts hier aus.
ich stöbere nach klöster-unterkünften, lese hildegard-bücher und recherchiere zu paddy kelly.
leider kann frau als nonne kein kind mitnehmen.
an gott glauben müsste ich dafür auch noch.
fällt also erstmal weg.

nächste option:
studium.
nur was?
soziale arbeit, öko-agrarmanagement oder medizin (never!)?
reinkommen müsste ich dank gefühlten 100 wartesemestern in fast alles.
was bringts mir?
weniger stress und mehr geld?
schaffe ich das momentan überhaupt?
will ich das wirklich?

oder:
noch ein kind.
fänd ich ja momentan am besten.
ist nur leider auch am unwahrscheinlichsten.
am nähesten komme ich derzeit noch meinem 50jährigen nachbarn beim pakete abholen.
neulich stand werner dabei sogar im schlüppi vor mir, hot! hot! hot!

auf ne neue frisur hab ich keinen bock.
zum wohnung umräumen fehlt mir die zeit.
geh ich halt zum fünften mal…hab ja noch die linke hand 😉

mein party-abend: echt gut…

…geschlafen hab ich.
und das kam so:

nach der igel-übergabe an den papa bin ich zum nächsten getränkemarkt und habe mich großzügig eingedeckt. (was und wieviel war schon den gesamten tag mein hauptthema.)
zuhause angekommen, hab ich alles von mir fallen lassen und gedacht: aaaaah, alleine, ganz alleine.
laptop an, mucke an, ab ins bad geflitzt zum duschen.
kaum die hose unten, kam ne sms: „hol ihn ab, er dreht durch.“
.
.
.
naja, bis ich dann bei herrn schinken war, hatte der igel es dann doch ins reich der träume geschafft, klitschnass und immer noch schluchzend.
es war wohl vorher echt krass, so sei er noch nie ausgerastet. mit nicht-anfassen-lassen, kreischen, nicht-aufn-arm-gehen usw..

nach einigem diskutieren habe ich mich dann entschieden dort aufm sofa zu schlafen (als backup quasi), während die beiden männer die nacht allein im großen bett verbringen sollten.
irgendwann nachts ist der igel dann aufgewacht, hat geweint und sich nicht beruhigt.
das ende vom lied: wir haben zu dritt im bett genächtigt und die nacht war echt gut, habe so ununterbrochen wie schon lange nicht mehr geschlafen.

ich war jetzt nicht mega-enttäuscht, vermutlich daher, weil mein freier abend ja noch nichtmal angefangen hatte.
herr schinken war super-pissig, weil ich ihm das kind so müde übergeben habe. (wtf? was kann ich dafür, wenn der keinen mittagsschlaf macht?!?)
der igel war heut morgen wieder gut druff.

und als schmankerl hab ich nochn „liebesbrief“ an eine andere dame im bett gefunden, dafür hat sich der aufriss gelohnt.
gab nen kurzen stich ins herz und es wurmt mich immer noch, dass herr schinken ein lotterleben führt und mein erster versuch so gründlich daneben ging.

am mittwoch probieren wir es nochmal.
diesmal aber ohne party sondern stattdessen mit arbeit, hmpf :/

adieu sexträume!

ab sofort gibts hier nur noch kuschelträume.
tatsächlich habe ich heut nacht einfach nur von körperkontakt, einkuscheln, liegen, schlafen,..(mit einem erwachsenen) geträumt – und was soll ich sagen: es war super! („geil“ passt jetzt einfach nicht)

trotzdem irgendwie beängstigend.
und bezeichnend.

in diesem sinne: gute nacht!

2. akt (nein, kein sex)

Karlsruhe, den 6. Dezember 2011

Liebe Kolleginnen,
liebe/r Frau Krähenmutter,

Unterbrochene Vergütungsverhandlungen mit den Krankenkassen, der Tragödie
zweiter Akt:

Wie wir bereits am 30.11.2011 berichtet haben, wurde den Hebammenverbänden
von den Krankenkassen bei unserem letzten Verhandlungstermin das Angebot
unterbreitet, die Vergütung in Höhe der Grundlohnsummensteigerung von
1,98% anzuheben. Die Betriebskostenpauschale für hebammengeleitete
Einrichtungen (HgE) soll beim derzeitigen Satz von 550,- Euro pro
vollendeter Geburt bleiben.

Aus Protest gegen das Angebot der Krankenkassen haben die Hebammenverbände
am 30.11.2011 die Verhandlungen unterbrochen und forderten die
Krankenkassen auf, ein deutlich besseres Angebot bis zum 5.12.2011 zu
präsentieren.

Diese Frist ist allerdings verstrichen, ohne dass ein neues Angebot der
Krankenkassen vorgelegt wurde.

Ironischerweise wurde zusätzlich heute bekannt, dass die Krankenkassen in
den ersten drei Quartalen dieses Jahres einen Gewinn von 4 Mrd. Euro
verzeichnet haben.

Dies hinterlässt uns fassungs- aber nicht sprachlos!

Die Fax-Aktion der Hebammen vom 30.11.2011 kann schon jetzt als Erfolg
gewertet werden, setzen wir jetzt noch einen drauf:

Wir haben die Musterbriefe der Hebammen, HgE, WeHen und Eltern an den
aktuellen Stand angepasst und bitten erneut alle Kolleginnen und
betroffene Eltern, die Krankenkassen wie auch das
Bundesgesundheitsministerium mit diesen Faxen zu überfluten.

Bitte beteiligen Sie sich an den Protesten der Hebammen per Fax, hier
können wir alle die Solidarität zeigen, die für unseren Berufsstand die
weitere Existenz bedeuten kann!

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KÄMPFERISCHE GRÜSSE
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Martina Klenk, Präsidentin
Katharina Jeschke, Beirätin
Edith Wolber, Referentin für Pressearbeit
Kathrin Helf, Referentin für Hebammenvergütung

jammern auf hohem niveau *

ich bin müde.
und unerträglich.
gestern war schon ein schlimmer morgen mit nerven aus spinnweben.
heute war ich seit 6.00 uhr wach, habe dann kind bespaßt, wäsche aufgehangen, neue maschine angestellt… (frau weiß dann einfach nicht wohin mit ihrer ganzen energie, nech..)
gegen 9.00uhr ist dann herr schinken mitm igel losgezogen, ich habe mich sanft in meine kissen sinken lassen und wurde um 10.30uhr von der türklingel aus meinem koma gerissen.
die erste frage: warum?
warum sind die schon wieder da??? ich bin doch noch müde?
und warum hat herr schinken nicht mal frühstück mitgebracht???
…den rest kann man sich denken: viele tränen, verzweiflung, aufn boden schmeißen und ausrasten (alles ich, kind war artig).
naja, nun sindse wieder los und ich versuche meine schlitzaugen (ist das rassistisch???) zum abschwellen zu bringen, damit ich auch nochmal vor die tür kann.

mich wurmt es, dass ich schon wieder so leicht zu reizen bin.
herr schinken hat mir den igel diese woche echt viel abgenommen und trotzdem bin ich absolut am limit.
schon der gedanke an aufräumen, staubsaugen usw lässt mich in völliger hilflosigkeit erstarren.

momentan schiebe ich es auf die nicht so richtig erholsamen nächte.
seit wir von unserem we-trip zurück sind, wacht der igel (gefühlt) jede stunde weinend auf.
also so ca. 6-10 mal pro nacht, mal mehr, mal weniger.
manchmal schläft er dann schnell wieder an der brust nuckelnd ein, manchmal macht er noch ewig (wieder gefühlt) rum, wälzt sich hin und her, strampelt, jammert…
warum, weiß ich nicht.
vielleicht kommen dann doch mal zähne?
aber nur nachts? tagsüber ist er ja ganz normal anstrengend wie immer.
oder er hat alpträume. aber so oft?
ideas, anyone?

ich erinnere mich, dass das die erste zeit auch so war, also quasi stündlich wach, trinken usw.
da hab ichs aber hormonumnebelt irgendwie noch besser ausgehalten oder die tage waren ruhiger oder es hatte sich noch nicht so ein großes schlafdefizit angesammelt oder oder oder…

naja, schaun mer mal…
unserer beziehung (herr schinkens und meine jetzte) tuts so richtig gut, neben keinem körperlichen kontakt, beidseitiger übermüdung und latenter mein-leben-ist-grad-irgendwie-bisschen-langweilig-stimmung auch noch völlige ausraster meinerseits, yippiiieh!

* eigentlich, ja eigentlich finde ich solche ausflüchte ganz schlimm.
noch schlimmer, dass man sie als mutter quasi immer benutzen muss.
denn es gibt ja schließlich immer eine, deren kind noch mehr schreit/noch weniger schläft/noch mehr pupst/…die quasi einfach noch ärmer dran ist, als frau selbst.
jeder hat andere maßstäbe und grenzen, die ändern sich ja auch gerne mal (zum teil innerhalb von minuten) und ich finde, wenn die erreicht oder überschritten sind, darf man auch gerne mal rummaulen und ein wenig in selbstmitleid baden.
so.
trotzdem

aktuelle trends

irgendwie gibts einiges zu erzählen und dann doch aber wieder nichts.
deshalb mal eine sinnlose aneinanderreihung von themen.

1. karriere: heute wurde beschlossen, dass aus ursprünglich 4 praxisgründerinnen im januar nun doch nur 2 werden.
da ich eine davon bin, find ichs super.
es ist jetzt genau die combo, die ich mir von anfang an am besten vorstellen konnte.
kanns kaum erwarten, loszulegen!

2. hobby: mein seit wochen (!) geschrubbtes küchenbüffett nähert sich der vollendung.
nachdem ich schon befürchtet hatte, es nie fertig zu bekommen (ich habe noch nie so lange so viel ekligen dreck geputzt! das waren insgesamt mindestens 20std – abartig!!!), hab ich nun heute endlich die schubladen abgeschliffen und lackiert – juhu!

3. psyche: der abend gehört wieder mir.
bis vor 2 wochen bin ich ja quasi immer zusammen mit dem igel ins bett gegangen, da er ja sofort quäkend protestiert hat, wenn ich auch nur gaaaanz kurz auf klo war.
lag also ab 19.-20.-21.00 oben ohne ans bett gefesselt in unbequemer halbliegender position und konnte nur ganz leise am laptop bisschen rumsurfen.
jetzt ist er anscheinend groß genug um sich in den schlaf stillen zu lassen und dann relativ kuhl einfach weiter zu pennen.
ab und zu hör ichs dann doch mal quietschen und flitze, die brust schon rauszerrend, ins schlafzimmer. nach kurzem (aber äußerst langweiligen, weil in komplett dunklem zimmer erfolgten) stillen, schleich ich dann wieder raus…
es ist echt ein hammer-gefühl und ich bin jeden abend total aufgekratzt, weiß gar nicht, wohin mit mir und meiner freien zeit!!!

4. kinder: der igel wird allgemein erwachsen.
er robbt sehr flink durch die gegend, hält tagsüber 4-5 stunden ohne mich aus (im gegensatz zu mir), isst plötzlich unmengen (heute 1/3 banane, 1 dinkelstange, 1 hirsekringel wouhou), trinkt begeistert ausm glas und sowieso – ist einfach schon voll groß und toll und hach.
unglaublich, wie lustbetont so ne knirpse (noch) sind.
genüsslich an der brust schmatzen, dabei die augen verdrehend, eine feige ausgiebig zu feinem mus zermanschen und aufm tisch breitschmieren, sich hingebungsvoll kitzeln lassen, in alles und jeden mit weeeeeiiiit geöffnetem lustmäulchen reinbeißen oder vor freude einfach mal laut losschreien, weils einfach grad alles schön ist.
hach, da sollte man sich nochmal einiges von abschauen.
vielleicht sollte ich ihn umbenennen in lustmolch?

5. beauty: heilerde rocks!
hab sie ganz neu als shampoo entdeckt, klappt super, unendlich billig und natürlich auch unendlich pc.
hatte bisher immer son fertig-heilerde-dusch-shampoo.
selbst angerührt riecht zwar nicht so gut, kostet aber wirklich nurn bruchteil dessen.

6. sex: kenn ich nur noch vom hören- sagen..;P

30 min zeit für..?

heute kam die oma, hat sich den igel umgeschnallt und ist raus in den regen mit ihm…herr schinken und meine wenigkeit hatten so knappe 30 min zeit GANZ FÜR UNS ALLEIN! wow – das gabs seit tag x nicht mehr…

tja und was macht man dann als sich selbst in letzter zeit ziemlich vernachlässigendes paar? genau: geschirrspüler ausräumen, bad putzen, wäsche inne maschine schmeißen, aufräumen…

dumm. aber notwendig. zeit ist kostbar.

 

in diesem sinne bewege ich jetzt mal meinen un-tracy-mäßigen-hintern richtung wäscheständer und dann gehts so schnell wie möglich ins bett, arghs…

 

 

und über den sommer muss ich ja wohl nix sagen, oder? ich bleibe konsequent in kurzen hosen, bis september, auch wenns schneit!