realitätscheck

ein bisschen stolz bin ich ja schon.
herr schinken + meine vielheit bekommen das (finde ich) echt gut hin, also den übergang vom liebes-(haha)paar zum reinen elternpaar.

sicher gibts immer wieder konflikte (ist das kind warm genug angezogen? wer hat am meisten/wenigsten freizeit? bobbycar oder laufrad?), aber die halten sich doch für die umstände sehr im rahmen.

trotzdem überlege ich: benötigt der igel so kindersachbücher zum thema trennung/scheidung?
also nein, natürlich nicht, er kann genauso gut bei seinen anderen büchern die seiten herausreißen.
aber gehen wir zu locker mit dem thema um in der irrigen annahme, dass der kleine mensch das eh noch nicht so richtig checkt?
sollten wir gespräche mit ihm führen?
mit ihm zum psychologen gehen, kindergruppen besuchen?
wir sind beide trennungskinder, dadurch erscheint uns die situation vielleicht zu normal.
oder ist sie das einfach auch?

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3 Gedanken zu “realitätscheck

  1. glücklich scheitern schreibt:

    so lang ihr das gefühl habt, ihr bekommt das gut hin – prima! es ist doch eher so, dass uns in dieser gesellschaft die vater-mutter-kind-kleinfamilie überall entgegenspringt, und das, obwohl sie schon lange nicht mehr ’norm‘ ist. darum glaube ich: wichtig ist, dass der igel weiß, zu wem er gehört. ob die jetzt auch unter einem dach wohnen müssen, oder ob da kuscheln zu dritt am sonntagmorgen dazugehören muss, glaub ich nicht…

  2. ECObabe schreibt:

    Über genau diese Frage denke ich wirklich sauviel nach. Ich glaube weder an Monogamie (als Wert an sich) noch an Nukleusfamilien als idealem Entwicklungsrahmen für kleine Menschenseelen. Ich glaube daran, dass wir ihnen vorleben sollten, dass wir Verantwortung übernehmen müssen für unser Glück – und genau das habt Ihr getan: Ihr schleppt Euch nicht durch etwas, was Euch unglücklich macht, sondern lebt Eurem Schnurps vor, das das Glück in die Hand zu nehmen eben auch scharfer Schnitte bedarf, manchmal. Das wird er anerkennen. Ich bin kein Trennungskind, aber das einer unfassbar unglücklichen Ehe und ich habe mir eine Trennung herbeigesehnt, seit ich mich erinnern kann. Insofern: Erst einmal diesen Stolz geniessen.

    You may not be in love with each other, but you are in love with the same person. Solange Liebe das prägende Element Eures gemeinsamen Lebens ist, kann dem Schnurps kein Schaden entstehen. Er wird es sich sicherlich beizeiten wünschen, dass Ihr zusammen wärt; so wie ich es mir wünsche, dass meine beiden besten Freundinnen einander mögen. Aber meine unsterbliche Seele nimmt keinen Schaden daran, dass sich dieser Wunsch nie erfüllen wird. Schaden nehmen Seelen nur, wenn sie miterleben müssen wie Wesen, die sie selber lieben, verletzt werden. Solange ihr das nicht tut, ist alles gut, glaube ich.

    Er wird Euch sowieso von selber nach dem Stand Eures Miteinanders fragen, immer und immer wieder, und wenn Ihr dann offen und respektvoll antwortet, reicht das sicher aus. Wichtig ist wohl nur, klar zu machen, dass das eigene Modell nur eines unter vielen ist, und das eine kleine und eine große Familie eben auch funktionieren können – sobald er alt genug ist, Euch nicht mehr für die Erschaffer des Universums zu halten. Was aber Schnurpse wirklich geniessen (und so halten wir es auch selbst) sind gemeinsame Zeiten, Ausflüge, Essen, ESSEN an einem Tisch ist super; ich glaube, wenn das geht, ungezwungen, ohne Überwindung, nach dem Heilungsprozess ist es ein riesengroßes Sahnehäubchen auf der Schnurpsschen Lebenstorte.

  3. Linda schreibt:

    Ecobabe- Auch ich bin Scheidungskind und bin mir keines Schadens bewusst, der daraus resultiert sein könnte. Nehme aber an, dass das Vorleben einer unglücklichen Ehe, vielleicht eher Schaden angerichtet hätte.
    Ebenso stimme ich Dir zu, dass die Bilderbuchfamilie aus Mutter/Vater/Kind sicher nicht der einzig richtige Rahmen ist.
    An der Trennung ist daher sicher nicht das Problem, dass genau diese Konstellation als die gesellschaftlich annerkannte auseinanderbricht sondern, dass diejenige auseinanderbricht die dem Kind bekannt ist.
    Und ich glaube daher nicht dass es ausgeschlossen ist dass ein Trennungkind Schaden nimmt wenn nur die Eltern es richtig lieben.
    Das ist es was ich bei Dir rauslese-täusche ich mich, dann entschuldige bitte.

    Ich bin absolut für Trennung wenns nicht mehr geht ich bin aber auch absolut für ein weiteres GEMEINSAM verbrachtes Leben als Familie. Aus meiner Erfahrung und Beobachtung heraus….

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